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Montagsfrage vom 05.11.2018

Hallo zusammen und Herzlich Willkommen zur heutigen Montagsfrage!

Die Montagsfrage kommt diese Woche aus privaten Gründen etwas verzögert, sodass man wohl eher von einer Mittwochsfrage sprechen muss. Aber hier nun die Frage:

Unterhalten dich Biografien, oder findest du die non-fiction Geschichten anderer Menschen eher öde?

Ich lese sehr selten Biographien. Ich kann mich, ehrlich gesagt, nur an eine einzige erinnern. Vor inzwischen sicherlich 6 Jahren las ich die Biographie von Steve Jobs, die Walter Isaacson geschrieben hat und die auch von Jobs authorisiert wurde. Ich erinnere mich, damals ziemlich fasziniert von dem Leben von Jobs gewesen zu sein, hatte aber danach keine Biographie mehr in der Hand. Vielleicht liegt das aber weniger daran, dass ich nicht gerne Biographien lese, sondern, dass mich das Leben der Menschen, die dort portraitiert werden, nicht interessiert. Spontan fielen mir kaum Menschen ein, die mich so faszinieren, dass ich ihre Biographie lesen würde. Insofern kann ich diese Frage nicht einfach so beantworten – es hängt vom Mensch ab, aber tendenziell lese ich sehr selten mal eine Biographie.

Ich wünsche ich jetzt noch eine gute Restwoche, trotz der vorangeschrittenen Woche möchte ich euch diese Woche gerne noch zwei Beiträge hier präsentieren – diese kommen dann vermutlich morgen und am Samstag.

Also bis dahin – eine gute Zeit!

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Inferno – Dan Brown

Robert Langdon ist wohl inzwischen einer der bekanntesten Romanfiguren. Drei enorm erfolgreiche Thriller mit ihm habe ich hier bereits rezensiert, seit 2013 liegt nun schon der vierte Band – Inferno – vor. Und auch dieses Buch war enorm erfolgreich. Eine Million Exemplare binnen fünf Tagen in Nordamerika, 150.000 Verkäufe in nur zwei Tagen in Deutschland. Nur wenige Autoren können solche Zahlen vorweisen, Dan Brown ist damit nach wie vor einer der erfolgreichsten Autoren weltweit. Und meiner Ansicht nach auch zu Recht, denn üblicherweise sind seine Thriller immer recht spannend und gleichzeitig interessant zu lesen.

Auch Inferno führt Langdon wieder auf Rätselreise nach Europa. Er weiß zwar nicht mehr, warum und wie er hierhin gekommen ist, aber er wird von einer hochbegabten Ärztin gerettet. In seinem Gepäck finden sie ein Mikrofilm von einem berühmten Inferno-Gemälde, das jedoch scheinbar verändert wurde. Ihre Spur führt sie zur Totenmaske von Dante Alighieri. Er ist sich nicht sicher warum, aber er soll sie stehlen. Lange Zeit bleibt unklar, wieso er diesen Schädel an sich nimmt, aber es führt ein Hinweis auf den Schädel zu einem unterirdischen Ort nach Istanbul, denn ein wahnsinniger Transhumanist – er ist der Ansicht, dass die Überbevölkerung die größe Plage unserer Zeit ist und handelt, um diese einzudämmen – droht dort, einen Giftstoff freizusetzen.

Ich will nicht zu viel über die Handlung erzählen, aber ich denke, die Leitmotive werden klar. Es geht dieses Mal nicht um den Vatikan, sondern um Florenz. Wieder sind Hinweise in Ausstellungsstücken versteckt, wieder gibt es die Tendenz, unerlaubt mit historischen Gegenständen umzugehen und natürlich muss sich Langdon wieder Symbolen auseinandersetzen. Aber einiges unterscheidet sich auch von den Vorgängern. Besonders spannend ist hier die Frage, wer Freund und wer Feind ist, wer welche Position innehat und wer welche Interessen verfolgt. Nicht nur ändern die Akteure ihre Positon im Laufe des Buches, gerade dass Robert einen Gedächtnisverlust erlitten hat, macht es für ihn schwierig, Vertrauen zu fassen und die Akteure richtig einzuschätzen.

Insgesamt fand ich, dass sich dieser Band doch in einigen Aspekten von den letzten Bänden unterschied. Es war ein waschechter Dan Brown, die Spannungskurve war konstant hochgehalten, es ging in hohem Tempo, in kurzen Kapiteln und ziemlich atemlos durch insgesamt drei verschiedene Städte, es gab die typischen Rätsel und die Anspielung auf historische Gegebenheiten – hier stand die Göttliche Komödie im Vordergrund, in der sich die Rätsel verbargen. Auch die Bewegung des Transhumanismus könnte man als direkter Ersatz der Illuminaten sehen, sodass sich da konzeptionell ein ähnliches Muster finden lässt, in dem nur die einzelnen Motive, nicht aber deren Zusammenspiel ausgetauscht wurden. Was wirklich neu war, war eben diese unklare Positionierung und der Gedächtnisverlust bei Langdon und das war auch der wirklich neue Aspekt in diesem Band.

Ich denke, man kann bedenkenlos sagen: Wer Dan Brown mag, wird mit diesem Buch glücklich. Das mag ein Zirkelschluss sein, aber Dan Brown hat eben einen recht eigenen Schreibtsil und eine recht eigene Romankonstruktion und wem das schon bei Illuminati und Sakrileg gefallen hat, der wird Inferno vermutlich recht gern lesen. Ich persönlich finde, Inferno kommt nicht an die älteren Titel heran, die mir sehr gut gefallen haben. Trotzdem hatte ich viel Spaß beim Lesen des Buches und konnte mich auch gut auf die neue Welt einlassen. Daher gebe ich gerne mal 3,5/5 Sterne für einen würdigen Nachfolger, der aber leider im Schatten der ersten Bände bleibt. Und irgendwie habe ich jetzt Lust, die Göttliche Komödie zu lesen.

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Montagsfrage vom 29.10.2018

Guten Morgen zusammen und Herzlich Willkommen zur heutigen Montagsfrage:

Was ist für dich die ultimative Halloween-Lektüre?

Die heutige Montagsfrage lässt mich einigermaßen ratlos zurück, denn tatsächlich verbinde ich sehr wenig mit Halloween. Klar, als Kind bin ich um die Häuser gezogen, aber seit über 10 Jahren kann ich mit Halloween nur noch wenig anfangen. Ich mag ja nichtmal Kürbissuppe. Insofern habe ich auch keine Halloween-Lektüre und kann mir auch nicht vorstellen, wie soetwas beschaffen sein könnte. Vermutlich irgendwas gruseliges und vermutilch liegt man mit Stephen King da keineswegs falsch, aber darüber hinaus ist die Frage für mich nicht zu beantworten.

Dennoch wünsche ich euch eine gute Woche und – falls ihr es feiert – Happy Halloween.

Bis dahin!

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Das Todeskraut – Agatha Christie

Die nächste Geschichte präsentiert uns Mrs. Bantry. Sie erzählt von einem seltsamen Todesfall, bei dem die Nichte des charmanten Hausherren Ambrose Bercy kurz vor ihrer Hochzeit vergiftet wird. Der Fingerhut, der mit Salbei verwechselt wurde, soll für den Tod ausschlaggebend gewesen sein. Die Frage ist, wieso nur sie vom Fingerhut starb, obwohl doch alle davon aßen und vor allem, wieso sie überhaupt sterben musste.

Viele versuchen sich an diesem Fall, die Vermutung steht im Raum, dass der Anschlag fehlgeleitet wurde. Schließlich kommt auch hier wieder Miss Marple auf die richtige Lösung und kann den Fall lösen.

Ich muss sagen, diese Geschichte hat mir ein wenig schlechter gefallen. Natürlich musste Miss Marple am Ende den Fall lösen, aber ich fand es insgesamt weniger ansprechend, was vor allem in der Wiederholung der Motive liegt. Das Vergiften hatten wir schon bei einigen vergleichbaren Geschichten, die auch durchaus ähnlich angelegt waren. Die Spekulationen griffen dies auch auf und präsentierten die damaligen Lösungen. Insofern war das schon recht reizvoll angelegt, aber vom Hocker hauen konnte mich dies leider nicht. Zumal auch hier wieder – Achtung, ein kleiner Spoiler – eine Beziehungstat beschrieben wurde.

Außerdem möchte ich erneut die Rolle von Miss Marple kritisieren. Ich weiß, das habe ich schon einige Male erwähnt, aber ihr Auftreten beschränkt sich gerade hier auf ein paar weise Sätze am Ende und das finde ich auf Dauer etwas langweilig. Klar, dafür ist das Setting verantwortlich, aber ich hätte mir hier durchaus etwas mehr Beteiligung vorstellen können, denn so ist es wirklich schwer, Miss Marple mal kennenzulernen.

Insgesamt halte ich Das Todeskraut für eine der schwächeren Geschichten des Bandes. Die Geschichte finde ich nicht besonders innovativ, die Lösung war auch nichts Besonderes und so bleibt es zwar eine ganz hübsche Geschichte, die aber sicherlich kein Highlight des Bandes ist. Daher vergebe ich 3/5 Sternen für diese Geschichte.

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Montagsfrage vom 22.10.2018

Guten Morgen zusammen und Herzlich Willkommen zur heutigen Montagsfrage,

Leihst du Bücher aus Bibliotheken aus? Wenn ja: warum, wenn nein: warum nicht?

Ich muss zugeben, ich war in den letzten Monaten kaum noch in der örtlichen Stadtbibliothek. Dass ich für die Uni gelegentlich Bücher ausleihe – einfach weil wissenschaftliche Bücher viel zu teuer sind, um sie anzuschaffen, ist natürlich klar, für mein eigenes Lesepensum bediene ich mich in letzter Zeit aber vorwiegend aus meinem SuB. Grundsätzlich leihe ich aber auf jeden Fall Bücher aus Bibliotheken aus – aus mehreren Gründen. Zunächst kann ich mit einem Bibliothekszugang kosten- und regalplatzneutral für neuen Lesestoff sorgen, gerade wenn es um aktuelle Hardcover geht, möchte ich ungerne das Geld ausgeben, wenn ich nicht weiß, dass mir das Buch gefallen wird. Auch um Neues zu entdecken, ist das Stöbern in der Bibliothek gut.

Früher habe ich recht intensiv die Onleihe genutzt, also die Möglichkeit, eBooks auszuleihen. Da fällt dann auch der Faktor weg, dass Bibliotheksbücher nicht immer besonders appetitlich sind. Ansonsten habe ich da aber wenig gegen Bibliotheken – ganz im Gegenteil liebe ich es, in Bibliotheken herumzustöbern, leihe aber mittlerweile dank eines völlig überladenen SuBs nur noch wenige Bücher aus.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Woche und bis zu den nächsten Rezis.

Bis dahin!

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Academia Obsura – Glen Wright

Ich bin ja – wie inzwischen jeder hier mitbekommen haben sollte – seit einiger Zeit am Studieren. Und weil ich auch an der Uni einige kleinere Jobs habe, bekommt ich auch ein bisschen was von der akademischen Welt jenseits des Seminarraums mit. Und ich kann kaum in Worte fassen, wie verrückt diese Welt manchmal ist. Glen Wright schon. Er selbst ist Doktorand an einer nichtuniversitären Forschungseinrichtung und durch den intensiven Austausch mit seinen Kollegen und seiner unstillbaren Neugier, die ihn zuverlässig vom Abschließen seiner Doktorarbeit hindert, hat er in diesem Buch einiges zusammengetragen, was man unter akademischem Humor subsumieren könnte.

Und genauso funktioniert das Buch. Es wird keine durchgängige Geschichte erzählt, sondern in den verschiedenen Kapiteln geht es um alles, was irgendwie witzig, kurios oder bizarr im akademischen Raum funktioniert. Das ist manchmal ein bsischen gesellschaftskritisch, gerade wenn es um die Kartelle der großen Verlage und deren seltsames Verwertungsmodell (staatlich finanzierte Forschung wird dort ohne weiteres Lektorat verlegt und staatliche finanzierte Bibliotheken müssen die Zugriffsrechte teuer erwerben; hieraus speist sich der Gewinn) kritisiert, oft aber auch einfach witzig – etwa wenn ein Wissenschaftler in einem Artikel, den er allein geschrieben hat, dauernd „wir haben untersucht“ schreibt und nicht etwa den Text umschreibt, sondern seine Katze als Co-Autor angibt. In diesem Streifzug durch die akademische Welt geht es um alles, was das akademische Leben ausmacht. Forschung, Lehre, Konferenzen, Publizieren, Schreiben, Recherchieren, Daten erheben und auswerten und eine Art Bonuskapitel beschäftigt sich mit der akademischen Karriere verschiedener Tiere.

Ich habe von Academia Obscura zunächat auf Twitter gelesen, fand die Tweets sehr amüsant und als dann das Buch erschienen war, bestellte ich es mir. Zugegeben, die Tweets sind etwas pointierter, aber für mich war das Lesen des Buches oft ein guter Comic Relief des Tages, gerade wenn es mal wieder besonders wild zuging. Es ist sicherlich kein perfektes Buch und hat auch seine Längen, manchmal wirkt es so, als wolle Wright noch eine Anekdote irgendwie hineinbringen, sodass die Struktur etwas leidet, aber betrachtet man das Buch als ein Lesebuch, bei dem man jederzeit irgendwohinblättern kann und mal wieder etwas Lustiges oder bizarres aus der Welt der Wissenschaft lesen kann, hat man viel Freude mit dem Buch.

Etwas unsicher bin ich mir über die Zielgruppe. Denjenigen, die in der Welt der Wissenschaft zuhause sind, können, sofern sie ein bisschen über sich selbst lachen können, sicherlich etwas anfangen, aber schon bei Studierenden bin ich mir nicht sicher, ob sie das Buch verstehen können, denn Wright bemüht sich gelegentlich um Erklärungen, setzt aber ein Grundverständnis vom Wissenschaftsapparat voraus. Der Universität Fremde werden vermutlich einige Schwierigkeiten haben, können vielleicht über einzelne Stellen lachen, aber bekommen weniger tiefe Einblicke. Vermutlich ist das auch der Grund, warum das Buch bei Unbound erschienen ist, einem Verlag, der seine Titel crowdunden lässt. Außerdem ist das Buch nur auf Englisch zu bekommen, eine deutsche Übersetzung ist nicht in Sicht.

Dennoch finde ich es absolut lesenswert. Ein super Geschenk für den Bekannten, der in der Wissenschaft arbeitet oder es mal getan hat und froh ist, es nicht mehr zu tun, vielleicht auch für alle studentischen Hilfskräfte oder Masterstudenten, die vom akademischen Alltag etwas mitbekommen. Ich vergebe auf jeden Fall 4/5 Sternen und hatte viel Freude beim Lesen.

 

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Montagsfrage vom 15.10.2018

Guten Morgen zusammen und Herzlich Willkommen zur heutigen Montagsfrage:

Schreibst du überwiegend Rezensionen über Bücher, die dir gefallen, oder auch über Bücher, die dir nicht gefallen?

Ich schreibe Rezensionen zu allen Büchern, die ich lese. Romanfresser.de ist zuerst mein persönliches Lesearchiv. Antonia verwies in ihrer Frage auf die an Buchbloggern häufig geäußerte Kritik, dass deren Rezensionen nahezu ausschließlich positiv und folglich immer nur Werbung seien. Und tatsächlich, berechnet man den Durchschnitt meiner bis dato rund 360 Rezensionen, kommt man auf 3,94 Sterne, die ein Buch von mir im Durchschnitt bekommt.

Und das hat natürlich zwei Gründe. Bin ich ein professioneller Literaturkritiker, ist Lesen mein Beruf. Ich werde für das Lesen von Büchern bezahlt und möchte dann natürlich möglichst viele relevante Bücher lesen, um einen breiten Querschnitt zu lesen. Ich hingegen mache das als Hobby. Ich habe mit Romanfresser.de noch keinen Cent eingenommen und die selbst wenn man unzulässigerweise die gelegentlichen Rezensionsexemplare gegen die Serverkosten gegenrechnet, kommt eine negative Bilanz heraus. Und das ist in Ordnung, denn Lesen und darüber bloggen ist ein Hobby für mich. Ich lese, was mir gefällt und worauf ich Lust habe. Das mag dann auch manchmal etwas anspruchsvoller sein, auch ich lese generell ein breites Spektrum, aber ich kann inzwischen oftmals im Vorhinein gut abschätzen, ob mir ein Buch gefallen wird – und wenn es das nicht tut, lese ich es erst gar nicht, dafür wäre mir meine Zeit einfach zu schade. Klar, manchmal suche ich auch etwas neues und will mal neue Erfahrungen sammeln – manchmal gebe ich, wenn ich das Gefühl habe, dem Buch nicht gerecht werden zu können auch einfach keine Wertung ab – aber grundsätzlich lese ich, was mir gefällt. Aber ich rezensiere auch Bücher, die mir nicht gefallen. Das kommt zwar eher selten vor, aber dann zögere ich auch nicht, das zu rezensieren.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Woche, die dann auch wieder etwas unaufgeregter wird. Keine Buchmessen und keine Preisverleihungen stehen in dieser Woche an, auch mit einer Rezension des Buchpreisbuchs könnnt ihr leider noch nicht rechnen, sodass es auf diesem Blog – nach fast zwei Monaten – mal wieder ein normales Programm geben wird.

Bis dahin!

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Monatsliste vom September 2018

Der September stand in diesem Blog völlig im Zeichen der Longlist. Das sieht man natürlich auch in der Leseliste. Andererseits habe ich auch mal wieder ein ziemlich langes Buch im September gelesen, mit fast 700 Seiten hat mich Inferno bei meiner noch immer andauernden Leseflaute doch recht lange beschäftigt. Dazu kam noch ein Miss Marple, dann war es das auch schon. Tatsächlich hing an dem ganzen Longlisten-Projekt eine ganze Latte Arbeit, denn es ging ja nicht nur um das Lesen der Leseproben, sondern ich habe mich dann auch noch ein bisschen in die Rezeption und die Autor*in des jeweiligen Titels eingelesen, sodass das quasi meine gesamte Blogzeit im letzten Monat gekostet hat. Aber das war auch okay so, jetzt freue ich mich aber wieder darauf, mit dem normalen Blogprogramm loszulegen. Und wenn ihr diesen Post gerade lest, bereite ich auch schon im Hintergrund den Adventskalender für 2018 vor, in dem ich ja wieder an jedem Wochenende etwas außergewöhnliches anstelle. In den Monatslisten der nächsten Monate werdet ihr darauf schon Hinweise entnehmen können. Bleibt gesannt! Hier also die Zahlen:

Gelesen:

Inferno – Dan Brown (coming soon, 684 Seiten)
Die Longlist 2018. Leseproben – Verschiedene Autoren (coming soon, 127 Seiten)
Der Fall von St. Mary Mead – Agatha Christie (comming soon, 22 Seiten)

Gelesen (Deutsch): 833 Seiten, 27,8 Seiten pro Tag
Gelesen (Englisch): 0 Seiten, 0 Seiten pro Tag
Gelesen (gesamt): 833 Seiten, 27,8 Seiten pro Tag

End-Sub-Stand: 109 (-1)

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Monatsliste vom August 2018

Nachdem jetzt die Buchpreis-Welle abgeklungen ist, in die ich so ziemlich alle Blogenergie der letzten Wochen gesteckt habe, geht es endlich auch wieder mit dem normalen Programm hier weiter. Und jetzt kommt auch endlich die Monatsliste vom August 2018. Der August war kein besonders guter Monat. Ich meine, ich habe zum ersten Mal einen Manga gelesen und zumindest habe ich auch noch ein klein bisschen darüber hinaus gelesen, aber tatsächlich war ich den August über noch mit einem verhältnismäßig dicken Buch beschäftigt, das ich aber erst im September fertigbekommen habe. Also nur ein Manga und etwas Kleinkram. Dass sich dieser Trend noch immer nicht umkehrt, ist zwar langsam etwas schade, aber zumindest bin ich noch am Lesen und komme langsam aber beständig voran. Mal schauen, ob es gegen Ende des Jahres, in der gemütlichen Lesezeit also, nochmal etwas besser wird.

Zumindest war das Lesen eines Mangas mal eine spannende Erfahrung. Ich hatte vor einigen Jahren mal einen Manga in der Hand, kam aber irgendwie nicht rein, bei Detektiv Conan hingegen hatte ich relativ viel Spaß und kann mir auch vorstellen, da in der nächsten Zeit noch ein paar Bände mehr zu lesen – wenngleich vielleicht auch nicht alle 94 am Stück. Nun denn, genug Worte für diesen Monat, hier kommen die Zahlen:

Gelesen:

Detektiv Conan Bd. 1 – Gosho Aoyama (coming soon, 196 Seiten)
Die seltsame Angelegenheit mit dem Bungalow – Agatha Christie (coming soon, 18 Seiten)
Hanni und Nanni 23: Lindenhof in Gefahr (coming soon, 155 Seiten)

Gelesen (Deutsch): 369 Seiten, 11,9 Seiten pro Tag
Gelesen (Englisch): 0 Seiten, 0 Seiten pro Tag
Gelesen (gesamt): 369 Seiten, 11,9 Seiten pro Tag

End-Sub-Stand: 110 (+-0)

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#dbp18: Die Verleihung

Gestern Abend war es dann endlich so weit. Fast zwei Monate nach Bekanntgabe der Longlist wurde gestern im Kaisersaal des Frankfurter Römer vergeben. Die sechs Nominierten Autor*Innen waren anwesend – eine Pflicht dazu scheint es nicht offiziell zu geben, es wird aber doch wohl ein sanfter Druck gemacht. Das Event konnte im Livestream verfolgt werden, der Deutschlandfunk übertrug es auch im Radio. Leider war der Livestream auf der Internetseite des Buchpreises für mich durchgängig nicht verfügbar, sodass ich dann auf den Facebook-Livestream ausgewichen bin. Wie üblich gab es eine kurze Leseprobe und einen Imagefilm zum jeweiligen Buch, bevor dann gegen 18:55 der Vorsitzende des Börsensvereins auf das Podium trat, um den Preisträger zu verkünden.

Im Vorfeld habe ich viel spekuliert, wer den Preis bekommen könnte. Als Favorit wurde in einigen Medien Stephan Thomes Gott der Barbaren kolpotiert. Das hielt sich allerdings schon aus zwei Gründen für unwahrscheinlich: Der Suhrkamp-Verlag wurde erst im letzten Jahr mit dem Preis prämiert und es waren nun drei Jahre infolge Männer, die einen Preis erhielten. Aus demselben Grund hielt ich auch Maxim Biller für unwahrscheinlich. Gleichwohl hätte ich es Stephan Thome sehr gegönnt, er stand nun insgesamt drei Mal auf der Shortlist des Preises, ohne ihn jemals zu gewinnen.

Am meisten gefreut hätte ich mich über das Buch Nachtleuchten von Maria Cecilia Barbetta, weil es mich von allen Leseproben der Shortlist am Meisten angesprochen hat. Die Katze und der General fand ich zwar recht ansprechend, aber mit 750 Seiten auch sehr umfangreich – erst vor drei Jahren wurde ein so langes Buch prämiert (und anschließend, wenn man den Gerüchten Glauben schenken darf, kaum verkauft). Über den Vogelgott und Archipel habe ich mir nur wenig Gedanken gemacht. Beide fand ich zwar ganz reizvoll, aber beide waren nicht meine Favoriten.

Überraschend gewonnen wurde der Preis dann von Inger-Maria Mahlke mit Archipel! Sie war auch sichtlich überrascht und überwältigt von der Verleihung des Preises an sie und richtete einige Worte des Dankes an Barbara Laugwitz – die Verlegerin des Rowohlt-Verlages, die vor wenigen Wochen unter seltsamen Umständen entlassen wurde – sagte, man könne Bücher nicht mit Joghurt vergleichen, obwohl auch letzterem eine außerweltliche Erfahrung zugesprochen werde. Mit diesen Worten endete die Verleihung und hinterließ mich einigermaßen verwirrt und überrascht über das Preisträgerbuch.

Von der Jury besonders gelobt wurde wohl, dass die Autorin im Buch sozusagen rückwarts, also von der Gegenwart ausgehend, erzählt, es ist eine Familiengeschichte auf Teneriffa, die ein bewegtes Jahrhundert in Spanien beschreibt. Wir schon erwähnt war das nicht unbedingt mein Favorit, aber zumindest ist es keiner dieser fast schon etwas beliebigen Kalter-Krieg-im-Ostblock-Romanen geworden. Ich bin jedenfalls ziemlich gespannt darauf und werde mich auf ihre Erzählweise einlassen. Das Buch habe ich jedenfalls bestellt und werde es hoffentlich in wenigen Tagen im Empfang nehmen können, in der Hoffnung, dass der Verlag zügig nachdruckt.

In diesem Sinne endet nun der Buchpreismodus dieses Blogs und nachdem ich in dieser Woche noch die Monatslisten der letzten beiden Monate nachreichen werde, geht es in der kommenden Woche wieder mit dem normalen Blogprogramm weiter. Es folgt dann zwar noch eine Rezension dies Siegertitels, gebt mir dafür aber bitte noch einige Wochen Zeit, das Buch muss es nicht nur zu mir kommen, sondern dann auch gelesen werden.

Was haltet ihr von der Preisverleihung? Habt ihr das Buch vielleicht schon gelesen und könnt einschätzen, ob es den Preis zu Recht erhalten habt? Oder hättet ihr euch einen anderen Titel gewünscht?