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Der Fall von St. Mary Mead – Agatha Christie

Der Dienstagabend-Klub ist passé. Doch eine Geschichte ist in dem Band noch übrig: Der Fall von St. Mary Mead, dem Ort, an dem der Dienstagabend-Klub stattfand. Sir Clithering ist gerade bei den Bantrys zu Besuch, als die Junge Rose Emmott sich das Leben nahm. Sie hat sich wohl mit jemandem eingelassen, wurde von ihm schwanger und beging daher den Selbstmord durch Ertrinken. Auf einmal taucht Miss Marple auf und möchte sich mit Henry Clithering treffen, weil sie sich sicher ist, dass Rose keinen Suizid beging, sondern ermordet wurde. Sie steckt ihm einen Zettel mit dem Namen des Mörders zu und bittet ihn, doch zu ermitteln, ob sie nicht Recht habe. Und weil Marple ja alle zwölf Fälle zuvor lösen konnte, glaubt Clithering ihr und macht sich auf die Suche nach Beweisen für ihre Behauptungen.

Nun, dem geneigten Leser meiner kleinen Christie-Reihe brauche ich kaum erklären, dass sie damit natürlich Recht hat, wenngleich Clithering doch etwas gegen die ermittelnde Polizei opportunieren muss.

Diese Geschichte war tatsächlich mein absolutes Highlight des Bandes. Wenn man ehrlich ist, hat Miss Marple auch hier keine besonders große Rolle inne, sie gibt Clithering nur einen Zettel. Aber er, sozusagen als ihr Gesandter ermittelt in einem echten, nicht nur erzählten Fall und beschreibt seine Ermittlungsarbeit, bis er schließlich die Beweise für Marples Behauptung findet. Und das war sehr spannend und gefiel mir ausgesprochen gut! Agatha Christie offensichtlich auch Kurzgeschichten schreiben, die nicht an einem runden Tisch mit Ratespielen stattfinden. Denn so interessant dieses Format in den ersten Geschichten war – über die gesamte Distanz des Buches war es etwas ermüdend. Also war diese Geschichte für mich eine echte Abwechslung. Und auch die eigentliche Tat gefiel mir ganz gut. Es geht – so viel sei angedeutet – zwar mal wieder um eine Beziehungstat, aber ich fand sie sehr gelungen konzipiert. Daher gibt es für diese Geschichte nochmal 4,5/5 Sternen.

Hiermit endet zwar das kleine Projekt „Der Dienstagabend-Klub“, das Buch ist fertig und ich glaube, ich habe oben ein kleines Fazit gezogen. Mit Agatha Christie geht es auf diesem Blog dennoch weiter, ich habe noch einige Kurzgeschichtenbände auf Lager und werde sicherlich künftig noch weitere Kurzgeschichten mit Miss Marple – und gegebenenfalls auch einige andere Geschichten – auf diesem Blog vorstellen.

 

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Neuzugänge #32: Dezember ’17 bis April ’18

Nach dem doch etwas lese- und anschaffungsarmen Sommer und Herbst 2017 ging es um den Jahreswechsel wieder etwas bücherreicher zu – Weihnachten ist daran auch nicht völlig unschuldig. Insbesondere neue und sehr hübsche Bücher standen in diesen Monaten im Fokus. Bei meinem gut gefüllten SuB, der sich in den letzten Monaten auch nicht veränderte, ist es aber auch ganz gut, dass ich nicht jede Gelegenheit zum Buchkauf, die sich bietet warnehmen. Insgesamt waren es aber einige sehr hübsche Bücher, die ich in dieser Zeit dazubekommen habe:

Academia Obscura – Glen Wirght
Ich studiere. Und ich arbeite nebenher an der Uni. So bekomme ich einige Details aus dem Leben in der Welt der Wissenschaft mit, die teilweise recht gut aufzeigen, was in der Welt der höheren Bildung schiefläuft. Auch Glen Wright ist das aufgefallen und anstatt endlich seine Doktorarbeit fertig zu schreiben, hat er all die Blüten, die dieses System so treibt, gesammelt und ein Buch dazu geschrieben. Ein sehr witziges und in einigen Teilen auch etwas trauriges Buch, das bei einem kleinen Crowdfunding-Verlag erschienen ist und das ich mir zu Weihnachten gewünscht – und auch bekommen – habe.

Oculus – Im Auge des Sturms – Wolfgang Hohlbein
Oculus – Am Ende der Zeit – Wolfgang Hohlbein
Anstatt ein dickes Hardcover für 20€ herauszugeben, dachte sich Lübbe, einfach zwei dünne Taschenbücher mit je 300 Seiten auf den Markt zu bringen. Seltsam, denn die Bände gehören zusammen und funktionieren auch alleinstehend nicht. Vielleicht hatte man Schwierigkeiten damit, auf John Sinclair, denn tatsächlich sind es Romane über John Sinclair, ein 20€-Preisschild zu pappen. Ich hatte mir diese Bücher nicht nur wegen Hohlbein, sondern auch weil ich John Sinclair in meinem Heftromane-Projekt recht gerne mochte. Aber nun gut, Hohlbein war auch ein Argument. Ich habe die beiden sogar schon gelesen und sie gefielen mir gut

Im Reich der Jäger – Terry Goodkind
Ein neuer Schwert der Wahrheit-Band! In der neuen Reihe, die mit „Dunkles Omen“ begann und auf das dann erstmal ein Prequel folgte, gibt es inzwischen vier Bände. Ich möchte diese Reihe auch gerne weiterlesen und habe dieses Jahr auch eben mit dieser neuen Reihe, die nach den elf Bänden ja eigentlich zu Ende ging, angefangen. Diesen zweiten Band habe ich nun geschenkt bekommen und hoffe, ich kann ihn im Laufe des Jahres noch angehen. Seid gespannt, ich bin es nämlich auch!

Doktor Schiwago – Boris Pasternak
Ich habe mich in den letzten Monaten am Bücherschrank wirklich zurückgehalten. Einige hübsche Bücher habe ich zugunsten der über hundert anderen Titel auf meinem SuB dort liegen lassen und häufig auch etwas schmerzlich schöne Titel zurückgelassen. Hier konnte ich jedoch nicht wiederstehen. Eine hübsche, alte Ausgabe, super Zustand von einem Buch, das ich für einen sehr wichtigen Klassiker halte und den ich schon seit Jahren lesen möchte. Also habe ich ihn mitgenommen – und mir erst nachher mal angeschaut, worum es in dem Buch geht. Ich möchte es gerne auch zeitnah lesen, kann aber noch nicht versprechen, wann genau ich dazu komme. Aber die Ausgabe ist wirklich hübsch.

Und nachdem ich jetzt fast ein Jahr gebraucht habe, um diese Neuzugänge vorstellen, kann ich zusagen, dass die nächste Folge der Neuzugänge deutlich früher kommen wird – genauer gesagt ist noch eine weitere Folge für den Januar eingeplant.

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Montagsfrage vom 07.01.2019

Guten Abend zusammen und Herzlich Willkommen zur heutigen Montagsfrage – und das sogar noch an einem Montag!

Was sind deine Lesevorsätze für 2019?

Ich glaube, diese Frage wurde schon in meinem Jahresrückblick beantwortet: 12.000 Seiten und ein SuB unter 100. Bei einem aktuellen SuB von 116 und einem Durchschnitt von 500 Seiten pro Buch sind das schon 8000 Seiten, um meinen SuB kleinzukriegen. Zumindest im Durchschnitt. Jedenfalls so banal und einfach, so eine große Herausforderung, die ich mir im Grunde seit zwei Jahren vornehme und doch nicht auf die Reihe bekomme. Mal sehen, ob es in diesem Jahr klappt – ich gebe mir Mühe.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Woche, die Beiträge für diese Woche sind schon geplant und wir lesen uns bereits am Mittwoch wieder.

Bis dahin!

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[tagged] Winter-Weihnachts TAG

Ich habe mal wieder ein Stöckchen zugeworfen bekommen. Das letzte Mal, dass ich bei solchen Blogaktionen nominiert wurde, ist schon einige Jahre her, umso mehr freue ich mich, dass mich dieses Mal Vanessa von Vanessas-Literaturblog zu einer weihnachtlichen Leseaktion nominiert hat. Eigentlich ist die Idee wohl, diesen Tag noch vor den Feiertagen zu beantworten, aber nunja. Winter ist es immerhin auch jetzt noch. Zwölf Fragen gibt es hierbei zu beantworten.

1. Adventskalender: Bei welchem Buch zählst du die Tage, bis es endlich erscheint?

Wolfgang Hohlbein: Armageddon – Die Nephilim. Eigentlich war der zweite Band der Armageddon-Reihe schon für Oktober 2018 angekündigt, aber das Buch wurde klammheimlich auf März 2019 verschoben. Ich weiß nicht, woran es liegt und habe nichtmal eine offizielle Bestätigung der Verschiebung gefunden, aber freue mich dennoch sehr auf diesen zweiten Band und den neuen Hohlbein. Zudem erscheint im März 2019 auch ein neuer Roman von Walter Moers, den ich auch schon sehnsüchtig erwarte.

2. Schlittschuhlaufen: Zeige ein Buch mit rasanter Handlung

Öhm. Da fallen mir durchaus mehrere ein. Ich nehme mal spontan Dan Browns Inferno, das ich im letzten Jahr gelesen habe. Dan Brown geht immer sehr schnell nach vorne und so war es auch hier bei einer wilden Jagd im Umfeld der göttlichen Komödie.

3. Lichterkette: Zeige eine Reihe, die man sich nicht entgehen lassen sollte

Auch hier verweise ich mal nicht auf die zahlreichen tollen Reihen, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, sondern empfehle euch gerne die Krimis von Robert Galbraith. Galbraith ist ein Pseudonym von J.K. Rowling unter dem sie seit einigen Jahren Krimis mit einem Privatdetektiv schreibt. Den dritten Band habe ich im vergangenen Jahr gelesen und der vierte ist kürzlich erschienen. Die Krimis sind gerade in der deutschen Übersetzung etwas umfangreicher, aber lohnen sich definitiv.

4. Schneeballschlacht: Zeige ein Buch, in dem zwei Seiten aneinander geraten

Bei Galbraith geraten die Polizei und der Privatermittler aneinander, zählt das? Ansonsten gibt es solche Konstellationen ja fast in jedem Krimi, bei dem die Guten gegen die Bösen kämpfen.

5. Plätzchen backen: Ein zu Herzen gehender Lese-Leckerbissen

Ohje, Bücher, die zu Herzen gehen, sind nicht unbedingt meine Spezialität. Zu Weihnachten empfehle ich da ganz gerne „Der kleine Lord“, gerne auch in der filmischen Umsetzung, der wirklich zu Herzen geht. Ich habe das Buch vor einigen Jahren bereits rezensiert.

6. Schneeflocke: Zeige ein Buch mit einem einzigartigen Charakter

Ich glaube, hierfür muss ich Khalan aus der Schwert-der-Wahrheit Saga nominieren. Sie ist ziemlich einzigartig in ihrer Form als einerseits eine enorm starke Frau, die mehr Macht hat als nahezu alle anderen Charaktere der Serie zusammen, die trotzdem schutzbedürftig ist, weise und manchmal geradezu fahrlässig und die oftmals viel sensibler auf Bedrohungen reagiert als die Hauptfigur selbst.

7. Weihnachtsmarkt: Nenne ein Buch, ein Lied oder einen Film, das/der dich in Weihnachtsstimmung versetzt

Weihnachtsstimmung ist immer so eine schwierige Sache, weil sie bei mir sehr flüchtig ist. Ruhigere Weihnachtsmusik kann dazu beitragen, Der Kleine Lord als Buch oder Film oder einige andere Weihnachtsfilme (Santa Clause beispielsiwese) ebenfalls, aber eigentlich kommt sie bei mir von Innen heraus.

8. Geschenke: Zeige ein Buch, das du als Weihnachtsgeschenk empfehlen würdest

Bücher sind zu individuell, um sie als Weihnachtsgeschenk zu empfehlen. Ein Büchergutschein der lokalen Buchhandlung des Beschenkten scheint mir da deutlich angebrachter. Geheimtipps diesbezüglich habe ich auch keine, ich würde es aber, wenn ich den Beschenkten gar nicht kenne, mit einem unkomplizierten Bestseller der letzten Jahre versuchen.

9. Weihnachtskugeln: Zeige ein glitzerndes oder glänzendes Buch

Meine Bücher glitzern nicht. Zumindest, soweit mir das bekannt ist. Glänzen tun einige, beispielsweise die Schrift von Robert Galbraiths Career of Evil oder das Coverbild von Dunkles Omen. Aber ist das wirklich ein ‚striking feature‘, dass ein Buch glitzert? Ich meine… das sieht man beim Lesen doch nicht? Und im Regal müsste man es wohl auch mit dem Cover nach vorne hinstellen, um das zu sehen?

10. Mistelzweig: Bilde das perfekte Paar mit zwei Charakteren aus unterschiedlichen Büchern

Ohje, die nächste Frage, die mich in Verlegenheit bringt. Soll es ein Liebespaar sein oder beispielsweise ein Ermittlerduo? Als Ermittlerduo könnte ich mir Robert Langdon aus Inferno und Cormoran Strike aus Career of Evil gut vorstellen. Aber als Liebespaar? Da bin ich überfragt.

11. Schneeengel: Zeige ein Buch, das vor einer winterlichen Kulisse spielt

Mir fällt hierbei leider nichts spannendes ein, außer „Eine Weihnachtstragödie“ von Agatha Christie spielt im Winter, wobei die Kulisse da keine große Rolle spielt. Ansonsten natürlich noch Dickens Weihnachtsgeschichte, die ich aber schon vor vielen Jahren gelesen habe.

12. Unterm Weihnachtsbaum: Welches Buch wünschst du dir zu Weihnachten?

Wie häufig habe ich bisher schon Robert Galbraith erwähnt? Ganz egal, ich tue es nochmal: Ich habe mir den neuen Robert Galbraith – Lethal White – gewünscht und auch bekommen – vielen Dank an die Schenker!

In diesem Sinne – nochmals vielen Dank an Vanessa für die Nominierung! Es hat Spaß gemacht, auch wenn ich nicht mit allen Fragen etwas anfangen konnte. Ich möchte meinerseits aber niemand weiteren explizit nominieren – wer gerne daran teilnehmen möchte möge sich dazu aber herzlich eingeladen fühlen!

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Monatsliste für Dezember 2018

Der Dezember ist traditionell ein Monat des SuB-Aufbaus, primär natürlich wegen Weihnachten. Auch in diesem Jahr hat es mich ‚erwischt‘ – was mich ehrlich gesagt aber auch sehr freut, da ich dabei einige wunderschöne Bücher geschenkt bekommen habe, auf die ich mich sehr freue.

Lesetchnisch war der Monat nichts. Das liegt vor allem daran, dass ich bis zum 21. Dezember derart beschäftigt war, dass ich mehr oder weniger Nächte durchgearbeitet habe und dabei auch zu nahezu nichts anderem kam – ihr habt es am Adventskalender bemerkt, der nicht erschienen ist – das war aber nur die Spitze des Eisbergs. Dass also da die Lesezeit deutlich zu kurz kam, ist fast schon verständlich. Hier also die etwas traurige Monatsliste:

Gelesen:

Die spanische Truhe – Agatha Christie (coming soon, 42 Seiten)
Der blaue Krug – Agatha Christie (coming soon, 19 Seiten)
Das Wespennest – Agatha Christie (coming soon, 9 Seiten)
Detektiv Conan Bd. 05 – Gosho Aoyama (coming soon, 192 Seiten)

Gelesen (Deutsch): 262 Seiten, 8,5 Seiten pro Tag
Gelesen (Englisch): 0 Seiten, 0 Seiten pro Tag
Gelesen (gesamt): 262 Seiten, 8,5 Seiten pro Tag

Neuzugänge:
Weihnachten auf der Lindwurmfeste – Walter Moers
50 Great Short Stories – Milton Crane
Charity 01: Die beste Frau der Space-Force – Wolfgang Hohlbein
Illegal – Eoin Colfer et al.
Lethal White – Robert Galbraith
Brandmal – Mark Benecke; Florian Hilleberg

End-Sub-Stand: 116 (+6)

 

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Montagsfrage vom 31.12.2018

Herzlich Willkommen im neuen Jahr und Herzlich Willkommen zur Montagsfrage aus dem alten Jahr. Da ich sowohl für Silvester als auch für Neujahr schon etwas anderes geplant hatte, erscheint die Montagsfrage also erst am heutigen Mittwoch und sie schließt dann zusammen mit der morgen erscheinenen Leseliste für Dezember auch den Kreis des Jahres 2018:

Was war dein Lesehighlight 2018?

Tatsächlich habe ich dazu in meinem Jahresrückblick noch kein Wort verloren und insgesamt waren es auch gar nicht so viele Bücher, die dafür in Frage kommen. Ich habe Hohlbein gelesen – und mit den beiden Oculus-Bänden auch eine wirklich gute kleine Reihe – aber sowohl diese als auch Armageddon waren schöne Bücher, aber keine Highlights des Jahres. Vielleicht die Novelle Morgellon von Jan Wehn. Die hat mich wirklich beeindruckt und es war sehr interessant mal wieder eine Novelle zu lesen. Auch Career of Evil hat mir ziemlich gut gefallen – die Rezi kommt in Kürze. Aber ich glaube, mein Jahreshighlight war „Die Hauptstadt“ von Robert Menasse. Der Roman wurde mi dem deutschen Buchpreis 2017 ausgezeichnet und ist auch wirklich sehr gelungen. Er beschreibt detailgenau und spannend den Weg einer Idee durch die europäischen Institutionen und macht dies an konkreten Personen fest. Das gefiel mir ausgesprochen gut!

In diesem Sinne wünsche euch ein gutes Jahr 2019 und verbleibe mit der Ankündigung eines geregelten Blogablaufs ab kommender Woche

Bis dahin!

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Adventskalender 2018: Detektiv Conan Bd. 05

Es ist der letzte Band, den wir uns im Rahmen dieses Adventskalenders anschauen. An dieser Stelle muss ich einräumen, dass ich mir diese Bände nur ausgeliehen habe. Und tatsächlich hätte ich die Chance, mir auch noch eine ganze Menge weiterer Bände auszuleihen, wenn ich denn weiterlesen wollen würde. Ich weiß noch nicht, ob ich das machen möchte, denn ich hatte einerseits viel Spaß mit den Geschichten, andererseits habe ich auch auf meinem SuB noch genug zu lesen. Doch zunächst zum letzten Band des Adventskalenders:

Der erste Fall des Bandes ist wieder sehr umfangreich – 5 Kapitel umfasst dieser. Ran ist mit einigen Freundinnen in einem abgelegenen Landhaus mitten im Wald, eigentlich zu einer Feier der älteren Schwester ihrer Freundin Sonoko. Noch am ersten Abend gibt es den ersten Mord, was die Gesellschaft in Angst und Schrecken versetzt – schließlich wird auch auf Ran ein Anschlag verübt, der aber vereitelt werden kann. Conan sucht natürlich wieder nach Hinweisen und dieses Mal nutzt er die schlafende Sonoko, um seine Lösung zu präsentieren.

Im zweiten Fall geht es um den Sänger einer bekannten Band, der nach der Show im Kreis der Bandmitglieder (und Sonoko, Ran und Conan) an einer Arsenvergiftung beim Karaoke Spielen verstirbt. Natürlich ermittelt sofort die Polizei, aber auch Conan und Mori, als Rans Vater, sind involviert. Schließlich braucht es auch hier die Hilfe von Conan, der, die Stimme von Shinichi nutzend, den Fall löst.

Zuletzt gibt es in diesem Band einen relativ gemeinen Cliffhanger. Eine Frau stellt sich als Conans Mutter vor, Mori ist froh, den Jungen endlich los zu sein – aber natürlich handelt es sich nicht um seine Mutter, sondern um ein Mitglied jener Organisation, die ihn zu Beginn töten wollte und wegen denen er jetzt geschrumpft ist. Sie nimmt ihn als Gefangenen und man will ihn lebend der Organisation übergeben. Er versucht zu fliehen. Und damit endet der Band. Ich finde ja solche Cliffhanger nicht besonders nett, weil natürlich möchte ich jetzt wissen, wie es weitergeht und muss dann auch den nächsten Teil lesen, möchte aber vielleicht gar nicht insgesamt weiterlesen, sondern nur noch wissen, wie der Fall aufhört. Das ist nicht besonders nett. Klar, man kann in der Buchhandlung schnell mal das erste Kapitel des neuen Bandes lesen, sofern der auf Lager ist, aber wirklich fair ist das auch nicht.

Noch ein Wort zu den Fällen, bevor ich nochmal auf die Zeichnungen eingehe: Zwei Whodunits, einer ganz klassisch, einer etwas offener mit einer Vergiftung. Dann der letzte Fall, der mit Abstand der spannendste war, weil es hier direkt um Conan geht und es auch in der Rahmenhandlung um die Organisation weitergeht – offenbar ist ihnen nun bekannt, wer Conan ist. Das fixt mich natürliich noch mehr an, weiterzulesen.

Doch nun mal zu den Zeichnungen. Ich glaube, es handelt sich hierbei um die Eigenschaften, die typisch für einen Manga sind, aber dennoch fallen sie mir auf und sind für mich ziemlich ungewohnt. Die Augen der Charaktere sind sehr groß gezeichnet, die Proportionen Kopf – Körper passen nicht zusammen und der Kontrast zwischen Kind und Erwachsenem ist maßlos überzeichnet. Zudem sind gerade die Frauen und Mädchen doch sehr sexualisiert. Sie haben übermäßig lange Beine, tragen enorm kurze Röcke und ihre Proportionen sind geradezu ungesund entstellt. Ein Beispiel: Ran ist größer als die meisten männlichen Hauptcharaktere und Conan geht ihr kaum bis zum Knie. Ernsthaft, ein sechsjähriger Junge, der einer sechszehnjährigen jungen Frau gerade bis zum Knie geht! Ich spare mir jetzt die langen Exkurse, was das über das Frauenbild aussagt, und was es mit jungen Mädchen in Japan (und dem Rest der Welt) macht, wenn das ihre Vorbilder sind. Gibt es eigentlich feministische Mangas?

Mit diesen Worten verabschiede ich mich zunächst von diesem Adventskalender, ich hoffe, ihr hattet trotz der Verspätung Spaß mit dieser Reihe. Ob es weitergeht mit Conan möchte ich – wie gesagt – offenlassen, ihr werdet es als erste erfahren.

In diesem Sinne jetzt erneut ein gutes Jahr 2019

Florian

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Romanfresser 2018 & 2019

Wie so oft am Ende des Jahres möchte ich auch dieses Jahr wieder die Gelegenheit nutzen, ein paar Worte zum vergangenen und zum neuen Jahr zu schreiben. Üblicherweise folgen hier erstmal ein paar Zahlen zum vergangenen Jahr und so soll es auch dieses Jahr sein:

Januar 2018: 507 Seiten gelesen, SuB von 111 auf 110 (-1)
Februar 2018: 355 Seiten gelesen, SuB von 110 auf 109 (-1)
März 2018: 659 Seiten gelesen, SuB konstant bei 109 (0)
April 2018: 740 Seiten gelesen, SuB konstant bei 109 (0)
Mai 2018: 636 Seiten gelesen, SuB von 109 auf 111 (+2)
Juni 2018: 612 Seiten gelesen, SuB von 111 auf 110 (-1)
Juli 2018: 820 Seiten gelesen, SuB konstant bei 110 (0)
August 2018: 369 Seiten gelesen, SuB konstant bei 110 (0)
September 2018: 833 Seiten gelesen, SuB von 110 auf 109 (-1)
Oktober 2018: 560 Seiten gelesen, SuB von 109 auf 111 (+2)
November 2018: 740 Seiten gelesen, SuB von 111 auf 110 (-1)
Dezember 2018: 262 Seiten gelesen, SuB von 110 auf 116 (+6)

Gesamt: 7093 Seiten gelesen, SuB von 111 auf 116 (+5)

Schaut man sich die Zahlen an und vergleicht sie mit den letzten Jahren – meine Aufzeichnungen datieren bis ins Jahr 2013 zurück, muss man erneut feststellen, dass es sich hierbei um die schlechtesten Zahlen seit Beginn der Aufzeichnungen handelt. Zum Vergleich: Im Jahr 2013 habe ich insgesamt 31.889 Seiten gelesen, also mehr als viermal so viel, wie in diesem Jahr. Aber man muss das relativieren. Ich bin gerade in der kritischen Phase meines Studiums, dieses Jahr war quasi vom ersten Januar bis zum 31. Dezember totaler Stress, um mein Studium abschließen zu können. Diesem Abschluss bin ich nun auch entsprechend nahegekommen, was aber meine Lesezeit noch weiter eingeschränkt hat. Dazu kam dann auch einfach eine allgemeine Müdigkeit, die mich in den letzten Dezemberwochen davon abgehalten hat, doch noch mehr zu lesen. Und gerade im Vergleich zum letzten Jahr, in dem ich 8787 Seiten gelesen habe, ist das dann gar keine vernichtende Statistik mehr. Sicherlich ist ein Monatsdurchschnitt von 591 keine große Leistung – entspricht es doch gerademal einem etwas dickeren Buch pro Monat, aber dennoch freue ich mich, dass ich das Lesen, wie ich in einigen Tiefpunkten der letzten Jahre befürchtet hatte, nicht ganz aufgegeben habe. Und das Ziel für 2019 ist klar: 12.000 Seiten lesen!

Und auch der SuB ist dieses Jahr nicht wirklich geschrumpft. Wenn ich wenig lese, kaufe ich in der Regel zwar auch weniger Bücher, aber zu einem SuB-Abbau hat es in diesem Jahr auch wieder nicht gereicht. Im Gegenteil, dank der Weihnachtsbücher wurde es dann doch noch ein kleiner Aufbau. Auch hier bleibt das Ziel von diesem Jahr bestehen: Zweistellig werden.

Blogprojekte 2018/2019

Dieses Jahr stand im Zeichen von Unregelmäßigkeit beim Bloggen. 113 Blogposts wurden es in diesem Jahr, das sind noch etwas weniger als im letzten Jahr, auffällig ist aber in diesem Jahr besonders, dass es sehr unregelmäßig war, im Sommer gab es Monate mit gerademal vier Posts, häufig habe ich dann nur die Montagsfrage geschafft. Also auch das bleibt ein ewiger Vorsatz: Regelmäßiger Bloggen.

Wer diesen Blog schon länger verfolgt, weiß, dass ich immer eine gewisse Regelmäßigkeit schätze und Beiträge auch gerne im Voraus plane. Für 2019 habe ich mir ein neues Konzept überlegt, das sich im Zweiwochentakt wiederholt:

Woche 1: Am Montag erscheint die Montagsfrage, Mittwoch und Freitag erscheinen zwei kleinere Posts (beispielsweise Neuzugänge, Rezensionen zu ‚kleinen‘ Büchern, Kurzgeschichten, Heftromanen, etc.)

Woche 2: Am Montag erscheint die Montagsfrage, am Mittwoch erscheint eine Rezension zu einem größeren Buch. Zusätzlich erscheint am Samstag eine Folge meines neuen Blogprojekts:

50 Great Short Stories (ed. Milton Crane)

Es gibt eine Zusammenstellung, die inzwischen über 50 Jahre alt ist. Milton Crane, Professor für Englische Sprache und Literatur in Chicago gab diese Sammlung von 50 Kurzgeschichten im Jahr 1952 heraus. Crane verstarb 1985, seine Anthologie ist jedoch bis heute in Buchhandlungen präsent. Ich bin ja nicht so der große Kurzgeschichtenfan, aber gerade deshalb möchte ich in den nächsten Jahren mit euch mal einen Blick auf die Klassiker der amerikanischen Kurzgeschichte werfen und vertraue daher der Auswahl von Crane. Alle zwei Wochen soll am Samstag ein neuer Post erscheinen, sodass ich dann in knapp zwei Jahren alle 50 Kurzgeschichten hier besprochen haben werde.

Wie es darüber hinaus mit Blogprojekten weitergeht, kann ich euch nicht versprechen. Ich habe Ideen für Projekte, die mich noch ein halbes Jahrzehnt begleiten können. Letztes Jahr stand deutlich im Zeichen von Agatha Christie, ein bisschen wird es damit auch noch weitergehen. Ob ich von der losen Reihe Hanni und Nanni noch deutlich mehr lesen werde, weiß ich nicht. Einen Band habe ich noch hier, der wird wohl auch noch kommen, zwei weitere Bände habe ich noch nicht veröffentlicht, die kommen dann noch im Januar. Bleibt ansonsten gespannt, was ich noch vorhabe! Ich würde gerne noch weiter an den Heftromanen von Gestern lesen, das wird aber vermtlich eher eine unregelmäßige Reihe bleiben.

In diesem Sinne wünsche ich euch jetzt einen guten Start ins neue Jahr und hoffe, ihr bleibt mir auch weiterhin treu. Vielen Dank an alle, die meinen Blog regelmäßig oder gelegentlich verfolgen, die Kommentare verfassen oder einfach zufällig auf einzelne Beiträge gekommen sind!

Bis zum nächsten Jahr

Florian

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Monatsliste vom November 2018

Mal wieder bin ich ziemlich spät daran, die Monatsliste zu verbloggen. Der November war vergleichbar mit dem Dezember ein enorm turbulenter Monat, in dem ich mal wieder nur sehr wenig Lesezeit aufbringen konne. Umso mehr freue ich mich darauf, dass 2019 vieles anders werden wird und hoffe, ich kann dann auch regelmäßiger bloggen, denn ich merke es wirklich, dass ich, wenn ich weniger lese und blogge auch insgesamt nicht so ausgeglichen bin. Dass die Leseliste in diesem Monat nicht so schlimm aussah, wie es mit der Lesezeit wirklich war, liegt daran, dass ich endlich Career of Evil abgeschlossen habe – daran habe ich deutlich über einen Monat gelesen, was vor allem daran lag, dass es sich um ein dickes, eng beschriebenes Buch auf Englisch handelte. Ich fand das Buch großartig und freue mich schon auf den Nachfolger – der jedoch nochmal über 100 Seiten dicker ist. Ich bin gespannt.

In diesem Sinne mache ich heute nicht so viele Worte, sondern lasse euch direkt mit den Zahlen allein:

Gelesen:

Detektiv Conan Bd.4 (coming soon, 198 Seiten)
Career of Evil – Robert Galbraith (coming soon, 494 Seiten)
Der Traum – Agatha Christie (coming soon, 26 Seiten
Haus Nachtigall – Agatha Christie (coming soon, 22 Seiten)

Gelesen (Deutsch): 246 Seiten, 8,2 Seiten pro Tag
Gelesen (Englisch): 494 Seiten, 16,47 Seiten pro Tag
Gelesen (gesamt): 740 Seiten, 24,67 Seiten pro Tag

Neuzugänge:

End-Sub-Stand: 110 (-1)

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Montagsfrage vom 24.12.2018

Hallo zusammen,

ich hoffe, bei euch liefen die Weihnachtstage halbwegs ruhig ab und ihr konntet euch ein wenig entspannen. Bei mir fängt die Phase der Entspannung jetzt auch langsam an.

Liegen dieses Jahr vergleichsweise eher mehr oder weniger Bücher unter dem Weihnachtsbaum?

Natürlich hat auch die Montagsfrage (von Heiligabend!) Weihnachten zum Thema. Es geht um Bücher unter dem Weihnachtsbaum. Nachdem ich vor einigen Jahren regelmäßig sehr viele Bücher dort gefunden habe, wurde das in den letzten Jahren, proportional zu meinem wachsenden SuB immer weniger. Dieses Jahr sind jedoch im Laufe des Jahres einige Neuerscheinungen liegengeblieben, die ich mir nicht direkt gekauft habe und ich habe meine Familie Hinweise gegeben, welche das denn sind – und so kam es dazu, dass dieses Jahr Weihnachten für mich wieder ziemlich bücherlastig war – und das ist auch ganz gut so. Mein SuB protestiert milde, hat aber inzwischen den Widerstand aufgegeben.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine ruhige Zeit um den Jahreswechsel, in dem ich hier im Blog ein bisschen Zeug aufarbeiten möchte, was in den letzten Wochen liegengeblieben ist – ab dem kommenden Jahr soll es hier nämlich wieder regelmäßig weitergehen.

Bis dahin!