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Montagsfrage vom 15.07.2019

Hallo zusammen,

mal wieder etwas verspätet aber dennoch möchte ich euch gerne noch die heutige Montagsfrage präsentieren:

Sollte man auf Reisen lesen?

Die Frage zielt darauf ab, ob man, wenn man im Urlaub ist, sich nicht den Urlaub damit kaputtmacht, dass man nur liest, statt die Eindrücke in der Fremde auf sich wirken zu lassen. Und ich ganz klar sagen, ja. Ich bin generell selten wirklich im Urlaub, aber natürlich nehme ich auch dorthin ein Buch mit. Das ist aber insbesondere für An- und Abreise, Wartezeiten oder mal einen gemütlichen Nachmittag im Café oder eben am Strand gedacht. Aber wenn ich schon das Geld aufwende und die in der Regel doch irgendwie vorhandene Umweltzerstörung in Kauf nehme, um wegzufahren, dann doch primär, um dort auch Kultur zu tanken, neue Eindrücke zu sammeln und etwas zu sehen und erleben, was ich zuhause nicht erleben kann. Lesen spielt da eher – vielleicht von einem reinen Strandurlaub abgesehen – kaum eine Rolle.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Restwoche, einen weiteren Beitrag sollte ich diese Woche noch schaffen, ich hoffe dann auch wieder mehr ‚Regelbetrieb‘ hier auf dem Blog anbieten zu können.

Bis dahin!

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Die unendliche Geschichte – Michael Ende [Revisited]

Als ich vor sieben Jahren meinen Blog begann, war die Unendliche Geschichte das erste Buch, das ich hier vorstellte. Damals war ich noch im Teenageralter, hatte bisher einmal im Leben eine Buchbesprechung geschrieben und würde erst nach einigen Monaten einen eigenen Rezensionsstil entwickeln – und ich denke, ihr stimmt mir zu, wenn ich sage, dass ich mich in den letzten 7 Jahren doch etwas weiterentwickelt habe.

Ich habe mir also die unendliche Geschichte zur Hand genommen und erneut gelesen. Der Inhalt hat sich seit damals tatsächlich nicht verändert – was natürlich sehr beruhigend ist: Bastian Baltasar Bux, ein unbeliebter Junge, der ständig gemobbt wird, stolpert in ein Antiquariat, klaut ein Buch und versteckt sich auf dem Dachboden seiner Schule, um es zu lesen. Er liest von der Welt Phantasién, in der das Nichts sich weiter ausbreitet und die Welt bedroht, erfährt davon, dass nur ein Menschenkind Phantasien retten kann, indem es der kindlichen Kaiserin einen neuen Namen gibt. Artreju hat dies nach dem Erleben einiger Abenteuer mit dem Glücksdrachen Fuchur herausgefunden. Bastian beginnt zu begreifen, dass das etwas mit ihm zu tun haben könnte und tatsächlich, er hat einen Namen parat und die kindliche Kaiserin holt ihn nach Phantasién. Er schenkt ihr einen neuen Namen und wird dabei selbst zu einer Art Herrscher über Phantasién. Er erschafft neue Gebiete und neue Wesen und all seine Wünsche – stark, mutig und geschickt zu sein – gehen in Erfüllung. Was er aber nicht bemerkt, ist, dass ihn seine Wünsche seine Erinnerungen kosten. Arteju und Fuchur versuchen ihm, das klarzumachen, dabei kommt es jedoch zum Streit zwischen ihnen. Doch klar ist, Bastian muss seinen wichtigsten Wunsch finden, um wieder aus Phantasién herauszukommen und seine eigene Welt zu retten.

Ich will versuchen, hier nicht zu viel von vor sieben Jahren wiederholen, aber ein paar Eckdaten sind notwendig. Die unendliche Geschichte ist das erfolgreichste Buch von Michael Ende, 111 Wochen stand es auf Platz 1 der Spiegel-Bestseller-Liste, länger als jedes andere Buch überhaupt. Es ist zweifarbig gedruckt, um die verschiedenen Welten darzustellen, wurde verfilmt, übersetzt und unzählige Male adaptiert – kurzum, es ist wahnsinnig erfolgreich und gilt als Klassiker moderner Jugendbuchliteratur, wenngleich die zeitgenössische Kritik den Eskapismus und die mangelnde politische Einmischung an dem Buch kritisierte.

Das Werk ist auf die verschiedensten Arten interpretiert worden – ich glaube bei kaum einem Buch gibt es einen umfangreicheren Wikipediaartikel zu den möglichen Interpretationen und Figurenbeschreibungen. Für mich ist das Buch eine Ode an die Phantasie, an die Einbildung. Man kann – wie beispielsweise bei Momo – Kritik am kapitalistischen Materialismus herauslesen und das ist sicherlich auch naheliegend. Theoretisch betrachtet haben wir es in der unendlichen Geschichte mit einem Weltenübergang zu tun. Das passiert in Kinderbüchern häufig, man denke an den legendären Kleiderschrank aus Narnia oder die vielen Bücher, in denen die Traumwelt eine neue Welt darstellt. Bastian wandelt durch die Welten, aber nicht ohne weiteres, sondern nur mit Schwierigkeiten kann das bewältigt werden. Aber dadurch, dass er es tat, hat der die Möglichkeit, die Welten zu heilen. Was können wir daraus mitnehmen? Der Ausflug in die eigene Gedankenwelt, in das Erspinnen und Erdenken eigener Geschichten ist heilsam und tut gut. Nicht nur fördert er die Kreativität, er bietet auch eine Auszeit vom auslaugenden und ausbeutenden Alltag. Doch das Verlieren in diesen Welten ist ebenso gefährlich und führt zum Verlust des eigenen Selbst. Die Balance zu finden, offen für die eigenen Gedanken zu sein und gleichzeitig in der eigenen Welt verwurzelt zu sein macht ein erfolgreiches Leben aus – so verstehe ich das Buch und das ist auch eine Message, mit der ich mich identifizieren kann.

Das Buch ist aber auch ganz fernab von jeder Botschaft einfach nur ästhetisch. Es lässt sich schön lesen, man wird emotionial abgeholt, vielleicht können sich auch viele (gerade junge, männliche) Bücherwürmer mit dem Außenseiterdasein identifizieren und das Buch spendet einfach viel Freude. Und wie vor sieben Jahren war ich nach den gut 400 Seiten traurig, mich von dieser Welt verabschieden zu müssen. Das gute ist: Man kann immer nach Phantasién zurückkehren. Ich zumindest hatte gute 7 Jahre nach dem letzten Lesen einige Sachen vergessen, mich bei einigen Sachen wieder wie zuhause gefühlt und bin erneut völlig in den Bann der Geschichte gezogen worden. In den 2000ern erschienen jedoch einige Bücher unter der Reihe „Abenteuer aus Phantasién“ als Hommage an Michael Ende. Ich bin nicht sicher, ob ich mal einen Blick wagen möchte, das könnte entweder sehr schön oder sehr furchtbar werden. Die Bücher sind größtenteils nur antiquarisch zu bekommen, aber vielleicht schaue ich mal, ob ich sie mir beschaffen kann. Denn tatsächlich bleiben an einigen Stellen noch Handlungsstränge mit dem vielsagenden Satz „Doch das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden“ offen.

Die unendliche Geschichte war vor sieben Jahren mein Lieblingsbuch und ich bin sehr geneigt, diesen Titel auch heute wieder zu vergeben. Vielleicht ist sie nicht mehr so unumstritten an der Spitze, aber trotz allem werde ich auch heute keine andere Wertung als damals, nicht weniger als 5/5 Sternen vergeben. Lest dieses Buch. Alle.

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In eigener Sache: Sieben Jahre Romanfresser

Einen wunderschönen Guten Abend und einen guten 9. Juli 2019 wünsche ich euch!

Am 27.05.2012 habe ich die Domain romanfresser.de registriert. Schon in der Intention, einen Buchblog zu starten und unmittelbar im Anschluss an eine gute Namensidee. Es dauerte dann noch einige Wochen. Eigentlich wollte ich schon zum ersten Juli 2012 loslegen, geklappt hat es allerdings erst ein paar Tage später. Und so eröffenete dann am 09.07.2019, vor genau sieben Jahren, romanfresser.de – ein Bücherblog.

Dieser Blog war nicht mein erster Blog, ich hatte schon vorher zu verschiedenen Themen geblogg. Aber unzweifelhaft ist dieser Blog mein dauerhaftester. Inzwischen sind hier fast 1100 Beiträge veröffentlicht, darunter über 250 Montagsfragen, mehrere hundert Rezensionen und diverse Leseprojekte, Blogparaden und ähnliche Aktionen. Dank meines Blogs war ich inzwischen vier Mal auf der Frankfurter Buchmesser, die Rezensionsexemplare sind vermutlich inzwischen auch schon in zweistelliger Anzahl besprochen und wenngleich es in den letzten Monaten etwas ruhiger wurde – Spaß macht mir das Bloggen nach wie vor. Meinen Bloggeburtstag habe ich tatsächlich nur im ersten Jahr gefeiert, in den Jahren danach habe ich ihn sträflich vernachlässigt – daher nun hier: Alles Gute, kleiner Bücherblog!

An dieser Stelle gebührt der Dank vor allem euch, den Lesern. Vielen Dank für eure mitunter jahrelange Treue und die vielen Kommentare. Trotz der doch geringen Verbindung mit der Buchblogosphäre – die in den letzten sieben Jahren einen geradezu kometenhaften Aufstieg hingelegt hat, besuchen immer noch rund 300 Besucher am Tag diesen kleinen Blog, der die neuen Trends der Influencer-Szene komplett verschlafen hat. Dass in meinem Leben in der Zeit auch eine ganze Menge passiert ist, brauche ich wohl kaum zu erwähnen.

Wie geht es nun weiter? Nun, auf die nächsten sieben Jahre! Als ich in den letzten Tagen über das anstehende Blogjubiläum nachdachte und meine ersten Beiträge las, war ich teilweise entsetzt, wie schrecklich mein Rezensionsstil damals war. Es ist eine wirklich deutliche Entwicklung zu lesen, zu der zum einen die Erfahrung und zum anderen meine Laufbahn, die mich immer in professioneller Nähe zu Büchern hielt, beigetragen hat.

In diesem Zuge möchte ich gerne das ein oder andere Buch noch etwas besser würdigen. Den Anfang wird „Die unendliche Geschichte“ machen. Mit diesem Buch habe ich vor sieben Jahren meinen Blog eröffnet. Es wird Zeit, sich das Buch noch einmal zur Brust zu nehmen und ihm noch ein paar Zeilen mehr zu widmen. Während ich diese Zeilen schreibe, bin ich gerade schon mittendrin und hoffe, diese neue Rezension „Die unendliche Geschichte – Revisited“ euch noch diese Woche vorstellen zu können. Ausgewählte weitere „Revisited“-Rezensionen werde ich – so ich es denn schaffe – in den nächsten Monaten immer mal wieder einstreuen.

Und was ist sonst so geplant? Die letzte größere Überarbeitung meines Blogs ist inzwischen auch schon mehrere Jahre her, aber mir gefällt es auch nach wie vor. Etwas mehr Aktivität in den nächsten Monaten und wieder mehr Lesezeit wäre schon, aber ansonsten könnt ihr euch auch im achten Jahr des Bestehens auf eine wilde Mischung aus Rezensionen, Montagsfragen und weiteren kleineren Projekten freuen. Und zwei angekündigte Projekten, die bisher nie wirklich in die Puschen gekommen sind, möchte ich in den nächsten Monaten mal nach vorne treiben.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir auch in Zukunft die Treue haltet und regelmäßig vorbeischaut, gerne auch eure Meinung äußert und mich weiter verfolgt. In diesem Sinne wünsche ich euch, wie immer, eine gute Woche und

Bis dahin!

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Montagsfrage vom 08.07.2019

Guten Abend zuasmmen und Herzlich Willkommen zur heutigen Montagsfrage:

Behaltet ihr eigentlich eure ausgelesenen Bücher oder sortiert ihr regelmäßig aus? 

Zu meinem regelmäßigen Verdruß muss auch ich zugeben, dass ich meine ausgelesenen Bücher behalte. Wie das eben so als junger Mensch ist, ist ein gelegentlicher Umzug durchaus nicht ungewöhnlich und so fluche auch ich jedes Mal, wenn ich meine gelesenen Bücher treppauf, treppab tragen muss, nur um hinterher wieder in viel zu wenige, viel zu kleine Regale einzusortieren, die allesamt zweireihig gestellt sind und man dann doch ohnehin nur die Hälfte sieht.

Ja, ich sollte aussortieren. Massiv. Dabei sind es gar nicht übermäßig viele Bücher, aber einige hundert dann eben doch. Es gibt auch einige Bücher, von denen ich mir durchaus vorstellen kann, sie mal auszusortieren. Einige wiederum sehen so hübsch im Regal aus, dass ich darauf achte, dass sie immer vorne stehen. Und vor dem nächsten Umzug werde ich mich wohl auch mal von der ein oder anderen Bücherkiste, die derzeit ohnehin nur eingelagert ist trennen müssen. So traurig das auch ist, aber mittelfristig muss da eine Lösung her; grenzenloses Wachstum, wie ich es in den letzten sieben Jahren praktiziert habe, ist leider keine Option mehr.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine ganz besonders schöne Woche, in der ich mich sehr freuen würde, euch im Laufe der nächsten Tage erneut hier begrüßen zu dürfen.

Bis dahin!

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Hanni und Nanni 26: …und das Zirkusabenteuer

Einen habe ich noch! Erneut ein Band, der von Brigitte Endres geschrieben wurde, erneut ein Band, der mit Enid Blyton nicht mehr zu tun hat, als das von ihr geschaffene Universum größtmöglich auszudehnen. Mit etwas Kenntnis über die Welt kann man schon von dem Titel ausgehend erraten, worum es gehen wird. Macht mit, was sind eure ersten Assoziationen? Carlotta, irgendwas mit einer Notlage, Carlotta wird helfen und vorher gegen die Schulregeln verstoßen.

Jup, gut geraten. Zirkus in der Nähe von Lindenhof, Carlotta wird wie magisch angezogen, zwei neue temporäre Schülerinnen, Carlotta tritt auf, um eine, die sich verletzt hat, zu ersetzen, spricht das nicht ab und bekommt riesigen Ärger, Zelt fackelt ab, Zirkuspädagogik, um den Zirkus zu retten, am Ende ist Carlotta rehabilitiert, der Zirkus gerettet und Lindenhof steht gut da.

Wie, ich gebe mir keine Mühe mit der Inhaltsangabe? Na, die Autorin auch nicht mit dem Schreiben! Gut, vermutlich hat sie nur ein Exposé ausformuliert und dafür pauschal ein paar Mark bekommen, dennoch kann ich nicht so wirklich ein gutes Haar an diesem Band lassen.

Im Prinzip sind es dieselben Kritikpunkte bei jedem Band aufs Neue: Die Handlung ist vorhersehbar, die Spannungsbögen strecken sich nur über wenige Seiten, es gibt quasi keine ‚Nebenschauplätze‘ und um das Buch zu füllen, muss ein äußeres Ereignis hereinbrechen, die Geschichte kann sich nicht aus der bestehenden Figurenkonstellation entwickeln. Gruppendynamiken und internatsinterne Entwicklungen gibt es kaum, Lindenhof ist nur die Folie, vor der sich alles abspielt.

Man kann das pauschal verteufeln, ich finde es aber grundlegend nicht schlimm, dass in einem bestehenden Universum neue Geschichten erzählt werden. Ich fände es nur schöner, wenn das klarer kommuniziert werden würde, dass es neue Geschichten, nicht von Enid Blyton sind. Vielleicht könnten sich auch verschiedene Autoren einbringen und so jeweils etwas neuen Wind in die Reihe bringen.

Ich weiß nicht, ob ich Hanni und Nanni an dieser Stelle weiterlesen möchte. Vor gut einem Jahr ist der neunundreißigste Band erschienen, das wären von jetzt an noch 13 weitere Bände. Ich glaube, in näherer Zukunft ist damit erstmal nicht zu rechnen, ich glaube, wir haben in den letzten 20 Bänden einen ganz guten Eindruck gehabt, was mit dieser Serie, die ursprünglich mal in den 1940ern erschienen sind, im Deutschen passiert ist.

Eine Wertung für diesen Band? 2,5/5 Sternen? Es gibt schon ein paar spannende Stellen, die Handlungsidee ist ganz gelungen und wer einfach nur mehr von Hanni und Nanni lesen möchte, hat hiermit sicherlich eine spaßige Zeit.

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Monatsliste vom Juni 2019

Es ist vollbracht. Zugegeben, es war in den letzten Tagen relativ knapp und ich habe mir absichtlich ein dünnes Buch ausgesucht, aber tatsächlich habe ich es geschafft, mal über 1000 Seiten zu lesen! Zuletzt habe ich dies im Juni 2017 geschafft, also vor knapp zwei Jahren. Angesichts dessen, wie wenig ich teilweise in den letzten Jahren gelesen habe, ist diese Zahl für mich wirklich ein Grund zur Freude. Natürlich ist das nur ein Etappenziel auf dem Weg, mal wieder regelmäßig 1000 Seiten im Monat zu lesen, aber es setzt sich der Trend des letzten Monats fort und es bleibt zu hoffen, dass es damit jetzt auch mittelfristig weiter nach oben geht. Ganz sicher kann ich mir da aber wohl nicht sein, da natürlich das Leben auch weitergeht und fraglich ist, wie viel Lesezeit es bereithält. Aber zumindest für die nähere Zukunft wünsche ich mir sehr, dass es weiter bergauf geht. Da ist ja noch immer ein recht ansehnlicher SuB, der gerne mal gelesen werden möchte.

Zudem sind die Sachen, die ich gelesen habe, auch insgesamt sehr schöne Bücher gewesen. Klar, ich hatte schon vor Monatsbeginn mit dem Buch von Moers angefangen, letztendlich habe ich dann aber einen Gutteil in wenigen Tagen gelesen. Mit dem Hawking war es auch mal wieder ein Sachbuch – auch das ist einige Zeit her. Wie es nun weitergeht, möchte ich angesichts einer Überraschung, die ich plane, noch nicht verraten, jedoch würde ich mir insgesamt auch mal wieder längere Bücher auf meiner Leseliste wünschen – ob das klappt, wird sich herausstellen.

Nun aber genug der Worte, hier die wirklich hübschen Zahlen:

Gelesen:
Im leeren Haus – Arthur Conan Doyle (coming soon, 21 Seiten)
Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr – Walter Moers (coming soon, 337 Seiten)
Der Baumeister von Norwood – Arthur Conan Doyle (coming soon, 24 Seiten)
It’s Teatime my Dear – Bill Bryson (coming soon, 479 Seiten)
Die tanzenden Männchen – Arthur Conan Doyle (coming soon, 26 Seiten)
The Standard of Living – Dorothy Parker (coming soon, 6 Seiten) [EN]
Die einsame Radfahrerin – Arthur Conan Doyle (coming soon, 20 Seiten)
Eine kurze Geschichte der Zeit – Stephen Hawking (coming soon, 238 Seiten)

Deutsch: 1145 Seiten, 38,16 Seiten pro Tag
Englisch: 6 Seiten, 0,2 Seiten pro Tag
Gesamt: 1151 Seiten, 38,36 Seiten pro Tag

Neuzugänge:
Die falsche Welt – Andreas Eschbach, Verena Themsen
Charity 04: In den Ruinen von Paris – Wolfgang Hohlbein

SuB: 115 (-1)

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Montagsfrage vom 01.07.2019

Ein neuer Monat und damit auch eine neue Montagsfrage. Leider komme ich erst am Dienstagabend zu dieser Frage, ich möchte euch dennoch Willkommen heißen und leite nun umgehend zur Montagsfrage über:

Buch mit Notiz?

Okay, viel kürzer hätte man es nicht formulieren können. Es soll wohl darum gehen, was ich von Anstreichungen, Markierungen und Notizen in Büchern halte. Nun, diese Frage spaltet einerseits die Buchwelt, andererseits ist das extrem abhängig von der Art des Buches, das ich da vor mir habe. Die meisten Bücher, eigentlich alle, die ich hier bespreche, lese ich zum privaten Vergnügen, zur Erbauung. Das sind vielleicht auch mal Sachbücher und da täte es vielleicht ganz gut, mal eine Randnotiz oder ein Post-It zu setzen, aber grundsätzlich ist das ja schöne Literatur, die ich hier vorstelle. Und da mache ich mir grundsätzlich keine Notizen, finde es auch nicht schön oder spannend, meine früheren Gedanken nochmal zu lesen. Also nein, grundsätzlich keine Notizen in Büchern für mich.

Anders sieht es bei wissenschaftlichen Büchern aus, die ich in großem Detail auseinandernehme. Eigentlich habe ich mir hierfür das Exzerpieren, also das Herausschreiben und Kommentieren der wesentlichen Gedanken angewöhnt, aber wenn ich mit dem Text selbst nochmal arbeiten möchte oder muss, mache ich mir durchaus Notizen, häufiger aber Markierungen, um Gedanken oder Sinnabschnitte zu gliedern und vielleicht Schlüsselstellen schnell wiederzufinden.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Woche!

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Montagsfrage vom 24.06.2019

Hallo zusammen und Herzlich Willkommen zur heutigen Montagsfrage!

Hardcover oder Taschenbuch?

Das ist eine gute Frage. Überwiegend findet man in meinem Bücherschrank Taschenbücher, doch lasst mich dazu kurz ausholen: Zur Frage nach Hardcover oder Taschenbuch spielen verschiedene Aspekte eine Rolle. Früher waren bei Taschenbüchern der Preis der wichtigste Faktor, billiges Papier, billiger Satz aus alten Bleilettern und teilweise (so entstand rororo) sogar Romane im Zeitungs-Offset-Druck, um die Bevölkerung nach dem Krieg mit Lesematerial zu versorgen. Inzwischen in Seiten der aufwendig gestalteten Klappenbroschur im Paperback ist das nicht mehr der Fall. Ein Taschenbuch kann auch mal gut und gerne 14 oder 15€ kosten, gerade wenn es eine Erstveröffentlichung und nicht eine TB-Ausgabe eines Hardcovers ist. Das Papier ist hochwertiger und langlebiger und da es immer weniger Lesebändchen in HCs gibt, ist die Ausstattung auch vergleichbar. Der Bibliotheksmensch in mir weiß zwar, dass ein Hardcover deutlich mehr Ausleihen aushält, bis es zerlesen ist, aber für den Heimgebrauch spielt das eigentlich keine Rolle.

Die Frage ist doch eher eine Einstellungssache: Ist ein Buch ein Schmuckgegenstand, für sich selbst genommen also schon ein Objekt der Begierde oder geht es mir nur um den Text darinne. Die englischen Verlage unterscheiden nicht umsonst zwischen einem Trade-Paperback (hochwertiges Papier, aufwendigerer Einband, großformatig) und dem Mass-Market-Paperback (das heute noch UVPs von 6$ und weniger hat, billiges Papier, nach einmaligem Lesen sieht es deutlich ramponiert aus).

Nach dieser langen Hinführung, was sind meine Präferenzen? Es gibt Bücher, die kleine Kunstwerke für sich sind. Zweifelsohne ist das bei Walter Moers der Fall. Auch von meinen Lieblingsautoren kaufe ich dann gerne ein Hardcover, weil ich die Bücher direkt nach dem Erscheinen lesen möchte. Und natürlich gibt es wirklich schöne bibliophile Ausgaben von Klassikern, bei denen sich dann mein Reclam-Heft schon etwas billig vorkommt. Andererseits: Ich lese Bücher primär des Textes wegen, der Geschichte wegen. Ich liebe Buchkunst und ich bin großer Fan von antiquarischen Ausgaben mit hübscher Einbandgestaltung, aber wenn ich einen Roman kaufe, möchte ich den Roman lesen und nicht das Buch anstarren. Daher sind für mich auch eBooks kein Problem. Wären sie deutlich günstiger als ein Taschenbuch, würde ich häufiger zu ihnen greifen. Insofern: Außer in Ausnahmefällen gerne pro Taschenbuch. Günstige Preise führen zu mehr Lesern und wenn mehr gelesen wird, ist das immer gut. Und liebe Verlage – bleibt unter der 10€-Marke für ein TB. Die ist psychologisch ziemlich wichtig.

In diesem Sinne, euch eine gute Woche und bis dahin!

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Neuzugänge #34: Ende 2018

Es ist mal wieder Zeit für eine neue Folge der Neuzugänge. Zum vierunddreißigsten Mal stelle ich euch vor, welche Bücher ich auf meinen SuB aufnehme, die mir aus den unterschiedlichsten Gelegenheiten zufliegen. Nimmt man als Durchschnitt 5 Bücher pro Folge sind das inzwischen schon über 150 Bücher, die ich euch vorgestellt habe. Teilweise waren es aber deutlich mehr, sodass es inzwischen durchaus an die 200 Bücher gewesen sein könnte. Und fünf weitere folgen dann heute:

Cry Baby – Gillian Flynn:
Ich habe ja schon Gone Girl auf meinem SuB liegen, den größten Erfolg von Gillian Flynn. In einem Bücherschrank fand ich noch eine recht hübsche Ausgabe von Cry Baby und hielt es für eine gute Idee, das Buch mitzunehmen, zumal es ein recht kompaktes Werk ist und ich Thriller durchaus recht gerne lese. Ob das angesichts meines SuBs so eine gute Idee war, wird sich wohl erst zeigen, wenn ich das Buch gelesen habe. Mal schauen, wann ich dazu komme.

Brandmal – Mark Benecke / Florian Hilleberg
Das Ende des Jahres bringt traditionell Weihnachtsgeschenke mit sich und Weihnachtsgeschenke heißen in vielen Fällen auch Bücher. Dieses Buch gehört zur Reihe der John-Sinclair-Romane, die insgesamt vier Romane umfasst. Die Bände 2 und 3 habe ich schon gelesen, das war ein kleiner Zweiteiler von Wolfgang Hohlbein, Band 4 ist von Jason Dark himself, aber gerade dieser erste Band ist für mich interessant, weil er von und mit Mark Benecke ist – und von ihm höre ich nicht nur regelmäßige Podcasts, sondern habe auch schon ein Buch gelesen. Ich bin sehr gespannt darauf, wie er hier als Romanfigur auftaucht!

Illegal – Eoin Colfer / Andew Donkin
Von Eoin Colfer lese ich ja fast alles. Die acht Artemis Fowl Bände, die drei WARP-Romane und die beiden Erwachsenenromane habe ich inzwischen alle gelesen. Es gibt noch ein paar Romane, die ich von ihm nicht gelesen habe, das neuste ist jedoch eine Graphic Novel, zu der er die Texte verfasst hat. Illegal heißt es und beschäftigt sich mit der Flucht aus Nordafrika nach Europa aus der Perspektive eines Kindes. Ich bin sehr gespannt darauf, da es nicht nur ein schwieriges Thema, sondern auch meine erste Graphic Novel ist.

50 Great Short Stories – Milton Crane
Seit einigen Jahren schleiche ich um dieses Buch rum. Es liegt in fast allen Bahnhofsbuchhandlungen herum, viele Buchabteilungen haben es auf Lager auch in vielen anderen Buchhandlungen ist es im Regal. Es ist so ein typischer Longseller, die erste Auflage liegt über 60 Jahre zurück und es ist noch immer im Druck. Es sind 50 schon etwas ältere Kurzgeschichten und ich habe es mit dem Ziel gekauft, mal die englische/amerikanische Kurzgeschichte kennen zu lernen. Und dafür scheint mir dieser Band ziemlich gut geeignet zu sein, die ersten Ergebnisse könnt ihr auf diesem Blog schon lesen.

Weihnachten auf der Lindwurmfeste – Walter Moers
Ich liebe Walter Moers. Es ist schon fast eine Schande, dass ich die Prinzessin Insomnia noch nicht fertig gelesen habe. Der Grund ist ganz einfach, ich mag meine hübsche Ausgabe nicht im Rucksack unterwegs beschädigen lassen und meine Lesezeit zuhause ist ein wenig beschränkt. Aber ich bin dran und so habe ich mir auch schon den neusten Moers geschenkt, eine recht kurze Geschichte über Weihnachten. Mal sehen, wann ich die Lesen werde, ich freue mich aber auf jeden Fall sehr darüber.

Das war es auch schon wieder für heute. Wir sind mit Weihnachten noch nicht ganz durch, aber wie 2018 neuzugangsmäßig endet und das neue Jahr beginnt, lest ihr dann in der nächsten Ausgabe der Neuzugänge im kommenden Monat!

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Haus Nachtigall – Agatha Christie

Die nächste Geschichte der kleinen Sammlung „Der Unfall und andere Fälle“ hat mich ziemlich verwirrt. Ich versuche mal, ein bisschen die Handlung nachzuzeichnen. Alix ist glücklich verheiratet. Jedoch nicht mit ihrer Jugendliebe, sondern mit einem Mann, den sie erst vor kurzem kennengelernt hat. Eines Tages stellt sie fest, dass sie die Vergangenheit ihres Mannes nicht kennt und wird neugierig. Ein verdächtiger Kalendereintrag bringt sie auf diese Fährte und sie beginnt, die persönlichen Gegenstände ihres Mannes zu durchsuchen und sie kommt auf die Fährte, dass er möglicherweise ein Serienmörder in Amerika gewesen ist. Sie ist dann davon überzeugt, dass er sie heute Abend umbringen wird, so, wie er es immer gemacht hat, zumal sie auch Geld in die Ehe eingebracht hat. Doch sie hat einen Plan. Sie ist auch nicht zum ersten Mal verheiratet und ist auch schon einige Männer losgeworden.

Ich weiß, ich habe dieses Mal einiges verraten, aber das ist leider notwendig, weil ich diese Geschichte nicht verstehe. Wollte er sie überhaupt umbringen? Sind das alles nur Hirngespinste der Frau? Ist die Vergangenheit der Frau echt oder ist das nur ein Traum? Ich kann das alles nicht wirklich zuordnen. Der Mann ist auch seltsam. Hat er wirklich etwas zu verbergen oder regt er sich nur darüber auf, dass seine Frau zweifelt. Und was ist eigentlich mit dem alten Jugendfreund, der dann am Ende als Rettung gerufen werden soll und sich zwischenzeitlich mit ihr treffen will?

Fragen über Fragen. Die Geschichte lässt mich verhältnismäßig ratlos zurück, weil ich die Erzählperspektive nicht so ganz nachvollziehen kann. Wie allwissend ist denn eigentlich der Erzähler hier ist wohl die Leitfrage dieser Geschichte. Eigentlich ist die Grundidee der Geschichte ziemlich gut angelegt, aber ich bin nicht sicher, ob ich die Grundidee richtig verstanden habe. Vielleicht muss ich die Geschichte nochmal lesen, um sie zu verstehen oder vielleicht ist die Geschichte einfach so angelegt, dass sie verwirren und eben nicht die wahren Absichten der Progatonisten offenlegen soll. Es war jedenfalls fast schon ein wenig gruselig und ich würde die Geschichte daher auch gerne weiterempfehlen! Drücke ich es in einer Wertung aus, würde ich wohl so bei 3,5/5 Sternen landen und bleibe etwas verwirrt.