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Montagsfrage vom 21.01.2019

Hallo zusammen und Herzlich Willkommen zur heutigen Montagsfrage,

Bist du ein Einmal- oder Mehrmals-Leser?

Überwiegend ein Einmalleser. Zu einem wirklich großen Teil lese ich die meisten Bücher lediglich einmal. Nur sehr wenige Bücher habe ich wirklich mehrere Male gelesen, was einfach daran liegt, dass ich gerne mehr Bücher lese, als einzelne Bücher häufiger. Ich habe auch vor, einige Bücher noch häufiger zu lesen, aber im Moment sieht es eher so aus, dass ich gerne neue Geschichten lesen möchte – wobei ich gelegentlich Lust habe, einige Klassiker aus meiner Kindheit zu lesen.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Woche,

Bis dahin!

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Blogprojekt: 50 Great Short Stories

Über Milton Crane lässt sich wenig sagen. Er hat in Columbia und Havard studiert und war anschließend wohl erst Professor für Sprache und Literatur des Englischen in Chicago und lehrte bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1975 in Washington, wo er eine Professur für Englisch innehatte. Crane starb mit 68 Jahren an einer Lugenentzündung Er galt wohl ebenfalls als Literaturkritiker und veröffentlichte laut seinem Verlag „Several Books and Articles“, aber eigentlich kennt man ihn nur wegen eines Werkes: 50 Great Short Stories!

Im Jahr 1952 stellte Milton Crane 50 Kurzgeschichten zu einer Sammlung zusammen. Vermutlich konzentriert sich die Sammlung auf amerikanische Autoren, hat aber den Anspruch, die weltweit besten Geschichten – zumindest ziemlich gute Geschichten – zusammenzustellen. Dieses Büchlein ging durch die Decke. Ich sehe es seit vielen Jahren in fast jeder Buchhandlung, die englische Bücher anbietet, es wurde häufig neu aufgelegt und ist für kleines Geld als Taschenbuch erhältlich. Mehr als 500 Seiten Lesestoff liefert dieses kleine Büchlein und wenn man den Rezensionen Glauben schenken darf, ist von großartiger Prosa bis hin zu völlig unverständlichem Unfug alles dabei. Ich bin gespannt.

Und ich möchte es mit euch zsuammen kennenlernen. Ich weiß, dass die Kurzgeschichte eine sehr wichtige Kunstform in der englisch/amerikanischen Literatur ist. Typischerweise ist sie kürzer als die deutsche Novelle und ich bin ja eigentlich eher für längere Geschichten zu haben. Jetzt lese ich ja schon seit einigen Jahren auf diesem Blog diverse Kriminalgeschichten und ich dachte mir, es wäre mal eine gute Idee, diese Geschichten zu lesen, einfach um meinen Horizont zu erweitern.

Und ich möchte euch daran teilhaben lassen. Als Blogprojekt. Das wird sich jetzt natürlich über einen längeren Zeitraum hinziehen, ich vermute, ich werde um die zwei Jahre brauchen – aber ihr seid ja mit diesem Blog etwas Kummer gewöhnt. Also dann, auf geht es. Ich plane derzeit mal alle zwei Wochen einen Beitrag, das macht die Lesemenge für mich ganz gut beherschbar. In diesem Post verlinke ich immer die jeweiligen Geschichten und wünsche euch viel Spaß beim Mitlesen.

~ Platzhalter für die Posts zu den Geschichten ~

Also dann, bis in zwei Wochen!

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Career of Evil – Robert Galbraith

Es handelt sich hierbei bereits um den dritten Krimi, den J.K. Rowling unter Pseudonym schreibt. 2015 ist dieses Buch erschienen und schon nach wenigen Tagen lag es dann auf meinem SuB. Dort lag es einige Jahre, bis ich im vergangenen Jahr die Ankündigung zum vierten Band las und mir dachte, ich müsste jetzt endlich mal den dritten Band lesen. So tat ich es auch.

Es geht wieder um Cormoran Strike, Privatdetektiv mit Beinprothese und seine Assistentin Robin Ellacot, die demnächst ihren Mann heiraten wird. Kurz nach der Lösung des Falls aus Band 2 steht die Detektei gut da und macht ordentliche Umsätze. Dann erhält Robin ein Päckchen im Büro. Hochzeitszubehör, denkt sie. Doch es ist ein Bein. Ein sauber abgetrenntes Frauenbein. Natürlich wird sofort die Polizei informiert und natürlich ermitteln Cormoran und Robin selbst noch intensiv über die Herkunft des Beins. Doch zunächst finden die beiden nicht besonders viel heraus und der Medienrummel um das Bei sorgt dafür, dass die Detektei langsam ihre Auftraggeber verliert.

Schließlich passieren mehrere Dinge recht schnell. Beide dringen in eine Szene ein, von dessen Existenz sie bisher noch nichts wussten. Es geht um Trans-Disability und Menschen, die sich eine Behinderung wünschen. Schließlich um einen Serienmörder, der Teile seiner Leichen aufbewahrt. Und es wird niemanden wundern, dass Strike mit seinen Helfern das Rätsel um das Bein – und den zwischenzeitlich noch geschickten Fuß – lösen kann.

Ich kann es jetzt schon einmal andeuten: Auch diesen Band fand ich ziemlich gelungen. Das Besondere an diesem Buch sind die parallel laufenden Handlungsstränge. Einerseits geht es um die Zukunft der Detektei, die kurz davor ist, pleite zu gehen – Strike geht es finanziell entsprechend schlecht. Zum anderen ist natürlich die Story mit dem zugeschickten Bein im Fokus der Handlung. Es existiert noch eine Parallelhandlung, über die ich hier wenig verraten möchte, die mich aber mehrmals sehr verstört hat. Abschließend gibt es aber noch die Geschichte mit Matthew, Robins Verlobten. Er ist noch immer eifersüchtig auf Robin und schließlich steht die Verlobung kurz davor, zu scheitern, als Robin für einige Tage einfach abhaut. Und auch in dieser Sache gibt es gegen Ende des Buches noch eine überraschende Wende.

Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich von diesem Band, immerhin dem umfangreichsten der ersten drei Bände, halten soll, denn es ist kein normaler Fall, den die beiden lösen müssen und zwischenzeitlich wird auch sehr intensiv über Robins Beziehung und Strikes Liebeseskapaden berichtet. Das nahm zwischenzeitlich schon etwas Überhand, wobei natürlich klar ist, dass es für das Fortgehen der Rahmenhandlung um die beiden notwendig ist, das auszuführen. Trotzdem trat der Fall dann einige Strecken in den Hintergrund – zumal es in der Mitte auch einen ordentlichen Hänger gab, wo die beiden nicht so wirklich gut mit dem Fall weiterkamen und dann erst durch mehrere – ein wenig konstruiert wirkende – Zufallsfunde wieder ein bisschen weiterkamen. Die eigentliche Aufklärung am Ende kam dann auch relativ plötzlich und auch etwas unerwartet, obwohl man ja die Innenansichten des Täters schon über das ganze Buch hinweg mitbekommt.

Erneut muss ich die hübsche Sprache loben. Galbraith schreibt wirklich malerisch und dem jeweiligen Dialekt der besuchten Region angepasst. Slang wird konsequent ausgeschrieben, was das Lesen an einigen Stellen zwar etwas erschwert, aber auch nicht wirklich dramatisch ist. Insgesamt ist die Sprache aber sehr hübsch und wirklich lesenswert.

Insgesamt mochte ich das Buch ziemlich gerne und ich will auf jeden Fall auch den nächsten Band lesen, vor allem möchte ich natürlich wissen, wie es in der Rahmenhandlung weitergeht, aber ich hoffe natürlich auch, dass sich die kleine hübsche Detektei wieder erholt. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt und gebe gerne mal 4,5/5 Sternen – mit nur kleinen Abzügen wegen dem etwas langen Mittelteil.

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Montagsfrage vom 14.01.2019

Guten Morgen zusammen und Herzlich Willkommen zur heutigen Montagsfrage:

Lyrik: ausgedient oder am aufblühen?

Interessante Formulierung der Frage. Fangen wir mal ganz am Anfang an. Lyrik gehört neben der Epik und dem Drama zu den drei Großgattungen der Literatur. Mein Literaturdozent fasste die simpelste Definition für Lyik mal mit „alles, wo viel Weiß auf der Seite ist“ zusammen. Und vermutlich ergibt es Sinn, angesichts der Vielfalt der Lyrik nicht viel mehr als Minimaldefinition anzulegen.

Der Prototyp der Lyik ist natürlich das Gedicht, das im Schulunterricht zu Tode analysiert wird. Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden, belebenden Blick. Klassiker. Steht eigentlich mitten im Faust, kennt trotzdem jeder als Gedicht. Ich stand damit auch lange Zeit ein bisschen auf Kriegsfuß – nicht wegen der ganzen strukturellen Sachen – Versmaße kann ich im Schlaf bestimmen – aber mich hat das ästhetisch einfach nicht angesprochen. Ich habe mal unter dem Schlagwort Lyrikfresser einige Gedichte betrachtet und mich so ein bisschen mit dem Genre ausgesöhnt.Vor allem aber habe ich in den letzten Jahren meinen Blick auf Lyrik erweitert. Ich bin kein regelmäßiger Besucher, aber gelegentlich gehe ich dennoch gerne mal zu einem Poetry Slam. Moderne Lyriker, die ein großes Publikum erreichen wollen, nutzen entweder diese Form oder verpacken ihre Texte gleich in Musik. Im Deutschrap entwickelt sich eine lyrische Parallelkultur, die technisch ausgefeilter dichtet, als Goethe es jemals konnte („Ein Grund, warum an der Waterkant die Beats fetter war’n | Euer Sound hängt am Vaterland wie Kriegsveteran“, Achtfachreim!), andere, Judith Holofernes beispielsweise, schaffen eine unglaubliche Metaphorik („Ich stapel tausend wirre Worte hoch, die dich am Ärmel zieh’n), verpacken aber alles in Musik.

Ich glaube, Lyrik kann nicht sterben. Sowenig wie Erzählungen oder Theaterstücke sterben können, ist auch Lyrik im Menschen verankert. Klar, niemand kauft Gedichtbände, man kann davon nicht leben. Aber Lyrik als Gattung stirbt nicht.

In diesem Sinne eine gute Woche euch und viel Spaß mit einem neuen Blogprojekt, das diese Woche losgeht.

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Der Fall von St. Mary Mead – Agatha Christie

Der Dienstagabend-Klub ist passé. Doch eine Geschichte ist in dem Band noch übrig: Der Fall von St. Mary Mead, dem Ort, an dem der Dienstagabend-Klub stattfand. Sir Clithering ist gerade bei den Bantrys zu Besuch, als die Junge Rose Emmott sich das Leben nahm. Sie hat sich wohl mit jemandem eingelassen, wurde von ihm schwanger und beging daher den Selbstmord durch Ertrinken. Auf einmal taucht Miss Marple auf und möchte sich mit Henry Clithering treffen, weil sie sich sicher ist, dass Rose keinen Suizid beging, sondern ermordet wurde. Sie steckt ihm einen Zettel mit dem Namen des Mörders zu und bittet ihn, doch zu ermitteln, ob sie nicht Recht habe. Und weil Marple ja alle zwölf Fälle zuvor lösen konnte, glaubt Clithering ihr und macht sich auf die Suche nach Beweisen für ihre Behauptungen.

Nun, dem geneigten Leser meiner kleinen Christie-Reihe brauche ich kaum erklären, dass sie damit natürlich Recht hat, wenngleich Clithering doch etwas gegen die ermittelnde Polizei opportunieren muss.

Diese Geschichte war tatsächlich mein absolutes Highlight des Bandes. Wenn man ehrlich ist, hat Miss Marple auch hier keine besonders große Rolle inne, sie gibt Clithering nur einen Zettel. Aber er, sozusagen als ihr Gesandter ermittelt in einem echten, nicht nur erzählten Fall und beschreibt seine Ermittlungsarbeit, bis er schließlich die Beweise für Marples Behauptung findet. Und das war sehr spannend und gefiel mir ausgesprochen gut! Agatha Christie offensichtlich auch Kurzgeschichten schreiben, die nicht an einem runden Tisch mit Ratespielen stattfinden. Denn so interessant dieses Format in den ersten Geschichten war – über die gesamte Distanz des Buches war es etwas ermüdend. Also war diese Geschichte für mich eine echte Abwechslung. Und auch die eigentliche Tat gefiel mir ganz gut. Es geht – so viel sei angedeutet – zwar mal wieder um eine Beziehungstat, aber ich fand sie sehr gelungen konzipiert. Daher gibt es für diese Geschichte nochmal 4,5/5 Sternen.

Hiermit endet zwar das kleine Projekt „Der Dienstagabend-Klub“, das Buch ist fertig und ich glaube, ich habe oben ein kleines Fazit gezogen. Mit Agatha Christie geht es auf diesem Blog dennoch weiter, ich habe noch einige Kurzgeschichtenbände auf Lager und werde sicherlich künftig noch weitere Kurzgeschichten mit Miss Marple – und gegebenenfalls auch einige andere Geschichten – auf diesem Blog vorstellen.

 

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Neuzugänge #32: Dezember ’17 bis April ’18

Nach dem doch etwas lese- und anschaffungsarmen Sommer und Herbst 2017 ging es um den Jahreswechsel wieder etwas bücherreicher zu – Weihnachten ist daran auch nicht völlig unschuldig. Insbesondere neue und sehr hübsche Bücher standen in diesen Monaten im Fokus. Bei meinem gut gefüllten SuB, der sich in den letzten Monaten auch nicht veränderte, ist es aber auch ganz gut, dass ich nicht jede Gelegenheit zum Buchkauf, die sich bietet warnehmen. Insgesamt waren es aber einige sehr hübsche Bücher, die ich in dieser Zeit dazubekommen habe:

Academia Obscura – Glen Wirght
Ich studiere. Und ich arbeite nebenher an der Uni. So bekomme ich einige Details aus dem Leben in der Welt der Wissenschaft mit, die teilweise recht gut aufzeigen, was in der Welt der höheren Bildung schiefläuft. Auch Glen Wright ist das aufgefallen und anstatt endlich seine Doktorarbeit fertig zu schreiben, hat er all die Blüten, die dieses System so treibt, gesammelt und ein Buch dazu geschrieben. Ein sehr witziges und in einigen Teilen auch etwas trauriges Buch, das bei einem kleinen Crowdfunding-Verlag erschienen ist und das ich mir zu Weihnachten gewünscht – und auch bekommen – habe.

Oculus – Im Auge des Sturms – Wolfgang Hohlbein
Oculus – Am Ende der Zeit – Wolfgang Hohlbein
Anstatt ein dickes Hardcover für 20€ herauszugeben, dachte sich Lübbe, einfach zwei dünne Taschenbücher mit je 300 Seiten auf den Markt zu bringen. Seltsam, denn die Bände gehören zusammen und funktionieren auch alleinstehend nicht. Vielleicht hatte man Schwierigkeiten damit, auf John Sinclair, denn tatsächlich sind es Romane über John Sinclair, ein 20€-Preisschild zu pappen. Ich hatte mir diese Bücher nicht nur wegen Hohlbein, sondern auch weil ich John Sinclair in meinem Heftromane-Projekt recht gerne mochte. Aber nun gut, Hohlbein war auch ein Argument. Ich habe die beiden sogar schon gelesen und sie gefielen mir gut

Im Reich der Jäger – Terry Goodkind
Ein neuer Schwert der Wahrheit-Band! In der neuen Reihe, die mit „Dunkles Omen“ begann und auf das dann erstmal ein Prequel folgte, gibt es inzwischen vier Bände. Ich möchte diese Reihe auch gerne weiterlesen und habe dieses Jahr auch eben mit dieser neuen Reihe, die nach den elf Bänden ja eigentlich zu Ende ging, angefangen. Diesen zweiten Band habe ich nun geschenkt bekommen und hoffe, ich kann ihn im Laufe des Jahres noch angehen. Seid gespannt, ich bin es nämlich auch!

Doktor Schiwago – Boris Pasternak
Ich habe mich in den letzten Monaten am Bücherschrank wirklich zurückgehalten. Einige hübsche Bücher habe ich zugunsten der über hundert anderen Titel auf meinem SuB dort liegen lassen und häufig auch etwas schmerzlich schöne Titel zurückgelassen. Hier konnte ich jedoch nicht wiederstehen. Eine hübsche, alte Ausgabe, super Zustand von einem Buch, das ich für einen sehr wichtigen Klassiker halte und den ich schon seit Jahren lesen möchte. Also habe ich ihn mitgenommen – und mir erst nachher mal angeschaut, worum es in dem Buch geht. Ich möchte es gerne auch zeitnah lesen, kann aber noch nicht versprechen, wann genau ich dazu komme. Aber die Ausgabe ist wirklich hübsch.

Und nachdem ich jetzt fast ein Jahr gebraucht habe, um diese Neuzugänge vorstellen, kann ich zusagen, dass die nächste Folge der Neuzugänge deutlich früher kommen wird – genauer gesagt ist noch eine weitere Folge für den Januar eingeplant.

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Montagsfrage vom 07.01.2019

Guten Abend zusammen und Herzlich Willkommen zur heutigen Montagsfrage – und das sogar noch an einem Montag!

Was sind deine Lesevorsätze für 2019?

Ich glaube, diese Frage wurde schon in meinem Jahresrückblick beantwortet: 12.000 Seiten und ein SuB unter 100. Bei einem aktuellen SuB von 116 und einem Durchschnitt von 500 Seiten pro Buch sind das schon 8000 Seiten, um meinen SuB kleinzukriegen. Zumindest im Durchschnitt. Jedenfalls so banal und einfach, so eine große Herausforderung, die ich mir im Grunde seit zwei Jahren vornehme und doch nicht auf die Reihe bekomme. Mal sehen, ob es in diesem Jahr klappt – ich gebe mir Mühe.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Woche, die Beiträge für diese Woche sind schon geplant und wir lesen uns bereits am Mittwoch wieder.

Bis dahin!

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[tagged] Winter-Weihnachts TAG

Ich habe mal wieder ein Stöckchen zugeworfen bekommen. Das letzte Mal, dass ich bei solchen Blogaktionen nominiert wurde, ist schon einige Jahre her, umso mehr freue ich mich, dass mich dieses Mal Vanessa von Vanessas-Literaturblog zu einer weihnachtlichen Leseaktion nominiert hat. Eigentlich ist die Idee wohl, diesen Tag noch vor den Feiertagen zu beantworten, aber nunja. Winter ist es immerhin auch jetzt noch. Zwölf Fragen gibt es hierbei zu beantworten.

1. Adventskalender: Bei welchem Buch zählst du die Tage, bis es endlich erscheint?

Wolfgang Hohlbein: Armageddon – Die Nephilim. Eigentlich war der zweite Band der Armageddon-Reihe schon für Oktober 2018 angekündigt, aber das Buch wurde klammheimlich auf März 2019 verschoben. Ich weiß nicht, woran es liegt und habe nichtmal eine offizielle Bestätigung der Verschiebung gefunden, aber freue mich dennoch sehr auf diesen zweiten Band und den neuen Hohlbein. Zudem erscheint im März 2019 auch ein neuer Roman von Walter Moers, den ich auch schon sehnsüchtig erwarte.

2. Schlittschuhlaufen: Zeige ein Buch mit rasanter Handlung

Öhm. Da fallen mir durchaus mehrere ein. Ich nehme mal spontan Dan Browns Inferno, das ich im letzten Jahr gelesen habe. Dan Brown geht immer sehr schnell nach vorne und so war es auch hier bei einer wilden Jagd im Umfeld der göttlichen Komödie.

3. Lichterkette: Zeige eine Reihe, die man sich nicht entgehen lassen sollte

Auch hier verweise ich mal nicht auf die zahlreichen tollen Reihen, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, sondern empfehle euch gerne die Krimis von Robert Galbraith. Galbraith ist ein Pseudonym von J.K. Rowling unter dem sie seit einigen Jahren Krimis mit einem Privatdetektiv schreibt. Den dritten Band habe ich im vergangenen Jahr gelesen und der vierte ist kürzlich erschienen. Die Krimis sind gerade in der deutschen Übersetzung etwas umfangreicher, aber lohnen sich definitiv.

4. Schneeballschlacht: Zeige ein Buch, in dem zwei Seiten aneinander geraten

Bei Galbraith geraten die Polizei und der Privatermittler aneinander, zählt das? Ansonsten gibt es solche Konstellationen ja fast in jedem Krimi, bei dem die Guten gegen die Bösen kämpfen.

5. Plätzchen backen: Ein zu Herzen gehender Lese-Leckerbissen

Ohje, Bücher, die zu Herzen gehen, sind nicht unbedingt meine Spezialität. Zu Weihnachten empfehle ich da ganz gerne „Der kleine Lord“, gerne auch in der filmischen Umsetzung, der wirklich zu Herzen geht. Ich habe das Buch vor einigen Jahren bereits rezensiert.

6. Schneeflocke: Zeige ein Buch mit einem einzigartigen Charakter

Ich glaube, hierfür muss ich Khalan aus der Schwert-der-Wahrheit Saga nominieren. Sie ist ziemlich einzigartig in ihrer Form als einerseits eine enorm starke Frau, die mehr Macht hat als nahezu alle anderen Charaktere der Serie zusammen, die trotzdem schutzbedürftig ist, weise und manchmal geradezu fahrlässig und die oftmals viel sensibler auf Bedrohungen reagiert als die Hauptfigur selbst.

7. Weihnachtsmarkt: Nenne ein Buch, ein Lied oder einen Film, das/der dich in Weihnachtsstimmung versetzt

Weihnachtsstimmung ist immer so eine schwierige Sache, weil sie bei mir sehr flüchtig ist. Ruhigere Weihnachtsmusik kann dazu beitragen, Der Kleine Lord als Buch oder Film oder einige andere Weihnachtsfilme (Santa Clause beispielsiwese) ebenfalls, aber eigentlich kommt sie bei mir von Innen heraus.

8. Geschenke: Zeige ein Buch, das du als Weihnachtsgeschenk empfehlen würdest

Bücher sind zu individuell, um sie als Weihnachtsgeschenk zu empfehlen. Ein Büchergutschein der lokalen Buchhandlung des Beschenkten scheint mir da deutlich angebrachter. Geheimtipps diesbezüglich habe ich auch keine, ich würde es aber, wenn ich den Beschenkten gar nicht kenne, mit einem unkomplizierten Bestseller der letzten Jahre versuchen.

9. Weihnachtskugeln: Zeige ein glitzerndes oder glänzendes Buch

Meine Bücher glitzern nicht. Zumindest, soweit mir das bekannt ist. Glänzen tun einige, beispielsweise die Schrift von Robert Galbraiths Career of Evil oder das Coverbild von Dunkles Omen. Aber ist das wirklich ein ‚striking feature‘, dass ein Buch glitzert? Ich meine… das sieht man beim Lesen doch nicht? Und im Regal müsste man es wohl auch mit dem Cover nach vorne hinstellen, um das zu sehen?

10. Mistelzweig: Bilde das perfekte Paar mit zwei Charakteren aus unterschiedlichen Büchern

Ohje, die nächste Frage, die mich in Verlegenheit bringt. Soll es ein Liebespaar sein oder beispielsweise ein Ermittlerduo? Als Ermittlerduo könnte ich mir Robert Langdon aus Inferno und Cormoran Strike aus Career of Evil gut vorstellen. Aber als Liebespaar? Da bin ich überfragt.

11. Schneeengel: Zeige ein Buch, das vor einer winterlichen Kulisse spielt

Mir fällt hierbei leider nichts spannendes ein, außer „Eine Weihnachtstragödie“ von Agatha Christie spielt im Winter, wobei die Kulisse da keine große Rolle spielt. Ansonsten natürlich noch Dickens Weihnachtsgeschichte, die ich aber schon vor vielen Jahren gelesen habe.

12. Unterm Weihnachtsbaum: Welches Buch wünschst du dir zu Weihnachten?

Wie häufig habe ich bisher schon Robert Galbraith erwähnt? Ganz egal, ich tue es nochmal: Ich habe mir den neuen Robert Galbraith – Lethal White – gewünscht und auch bekommen – vielen Dank an die Schenker!

In diesem Sinne – nochmals vielen Dank an Vanessa für die Nominierung! Es hat Spaß gemacht, auch wenn ich nicht mit allen Fragen etwas anfangen konnte. Ich möchte meinerseits aber niemand weiteren explizit nominieren – wer gerne daran teilnehmen möchte möge sich dazu aber herzlich eingeladen fühlen!

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Monatsliste für Dezember 2018

Der Dezember ist traditionell ein Monat des SuB-Aufbaus, primär natürlich wegen Weihnachten. Auch in diesem Jahr hat es mich ‚erwischt‘ – was mich ehrlich gesagt aber auch sehr freut, da ich dabei einige wunderschöne Bücher geschenkt bekommen habe, auf die ich mich sehr freue.

Lesetchnisch war der Monat nichts. Das liegt vor allem daran, dass ich bis zum 21. Dezember derart beschäftigt war, dass ich mehr oder weniger Nächte durchgearbeitet habe und dabei auch zu nahezu nichts anderem kam – ihr habt es am Adventskalender bemerkt, der nicht erschienen ist – das war aber nur die Spitze des Eisbergs. Dass also da die Lesezeit deutlich zu kurz kam, ist fast schon verständlich. Hier also die etwas traurige Monatsliste:

Gelesen:

Die spanische Truhe – Agatha Christie (coming soon, 42 Seiten)
Der blaue Krug – Agatha Christie (coming soon, 19 Seiten)
Das Wespennest – Agatha Christie (coming soon, 9 Seiten)
Detektiv Conan Bd. 05 – Gosho Aoyama (coming soon, 192 Seiten)

Gelesen (Deutsch): 262 Seiten, 8,5 Seiten pro Tag
Gelesen (Englisch): 0 Seiten, 0 Seiten pro Tag
Gelesen (gesamt): 262 Seiten, 8,5 Seiten pro Tag

Neuzugänge:
Weihnachten auf der Lindwurmfeste – Walter Moers
50 Great Short Stories – Milton Crane
Charity 01: Die beste Frau der Space-Force – Wolfgang Hohlbein
Illegal – Eoin Colfer et al.
Lethal White – Robert Galbraith
Brandmal – Mark Benecke; Florian Hilleberg

End-Sub-Stand: 116 (+6)

 

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Montagsfrage vom 31.12.2018

Herzlich Willkommen im neuen Jahr und Herzlich Willkommen zur Montagsfrage aus dem alten Jahr. Da ich sowohl für Silvester als auch für Neujahr schon etwas anderes geplant hatte, erscheint die Montagsfrage also erst am heutigen Mittwoch und sie schließt dann zusammen mit der morgen erscheinenen Leseliste für Dezember auch den Kreis des Jahres 2018:

Was war dein Lesehighlight 2018?

Tatsächlich habe ich dazu in meinem Jahresrückblick noch kein Wort verloren und insgesamt waren es auch gar nicht so viele Bücher, die dafür in Frage kommen. Ich habe Hohlbein gelesen – und mit den beiden Oculus-Bänden auch eine wirklich gute kleine Reihe – aber sowohl diese als auch Armageddon waren schöne Bücher, aber keine Highlights des Jahres. Vielleicht die Novelle Morgellon von Jan Wehn. Die hat mich wirklich beeindruckt und es war sehr interessant mal wieder eine Novelle zu lesen. Auch Career of Evil hat mir ziemlich gut gefallen – die Rezi kommt in Kürze. Aber ich glaube, mein Jahreshighlight war „Die Hauptstadt“ von Robert Menasse. Der Roman wurde mi dem deutschen Buchpreis 2017 ausgezeichnet und ist auch wirklich sehr gelungen. Er beschreibt detailgenau und spannend den Weg einer Idee durch die europäischen Institutionen und macht dies an konkreten Personen fest. Das gefiel mir ausgesprochen gut!

In diesem Sinne wünsche euch ein gutes Jahr 2019 und verbleibe mit der Ankündigung eines geregelten Blogablaufs ab kommender Woche

Bis dahin!