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#dbp18: Hier ist noch alles möglich – Gianna Molinari

Die Autorin: Gianna Molinari ist eine noch recht junge Autorin aus der Schweiz. Hier ist noch alles möglich ist ihr erster Roman, schon das Manuskript wurde prämiert, das Buch gewann prompt den Robert-Walser-Preis. Sie hat literarisches Schreiben studiert, man könnte sagen, sie hat ihren Beruf ordentlich gelernt.

Das Buch: Eine junge Frau nimmt einen Job als Nachtwächterin in einer Verpackungsfirma an, sie wohnt dort in einem Raum in der Firma. Ein Wolf geht dort um, ist aber auf den Kameras nie zu finden. Während sie dort ihre Schichten ableistet, findet sie immer mehr zu sich und ihrer Existenz

Die Sprache: Sehr introvertierte Sprache, sehr reflektiert und unglaublich nah bei der Protagonistin. Anführungszeichen gibt es gar nicht, es ist ein Gedankenbericht der Ich-Erzählerin. Sehr hauptsatzlastig. Das fand ich ziemlich faszinierend und hat mir sehr gut gefallen, nach zwei Seiten war ich gefangen und geriet in einen unglaublich ästhetischen Lesefluss hinein – ich war wirklich traurig, als dann die Leseprobe vorbei war.

Meine Meinung: Großartig! Warum ist das ausgeschieden? Es geht nur um die Frau in einem isolierten Raum, keine großartigen gesellschaftlichen Bezüge, also mal eine interessante Abwechslung. Sprachlich sehr interessant, inhaltlich vielversprechend – ich bin kurz davor, den Roman trotz seines Ausscheidens zu lesen. Kaum eine der Leseproben konnte mich so in den Bann ziehen.

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#dbp18: Archipel – Inger-Maria Mahlke

Die Autorin: Ihr erstes Buch handelte vom Beschwerdemanagement bei der Polizei, seit 2010 schreibt sie Romane und Archipel ist nun schon ihr vierter. Zwar ist es ihre erste Nominierung für den Buchpreis, sie bekam jedoch schon zahlreiche andere Preise zugesprochen

Das Buch: Wir sind irgendwie auf Teneriffa und laut dem Klappentext ist es eine Reise durch die Zeit und die Jahrhunderte einer Familie. Das ist in Spanien besonders spannend, wo es ja bis 1975 noch eine starke Diktatur gab und sich danach erst langsam der Parlamentarismus durchgesetzt hat. In der Leseprobe geht es um einen Familienvater, der nach dem Austausch der Regierung durch ebenjenen Franco ziemlich verzweifelt ist

Die Sprache: Wie ein Bewusstseinsstrom, sehr assoziativ. Es hängt doch alles zusammen und irgendwie ist es etwas durcheinander, es ist nicht so leicht, die Verbindung hinter den Worten zu finden. Es ist irgendwie alles etwas merkwürdig verwoben. Denkwürdig auf jeden Fall.

Meine Einschätzung: Ein starker Roman. Ich weiß über die Franco-Zeit fast gar nichts und finde es schön – wenn es schon eine Familiengeschichte unter einem unfreien Regime sein muss – dann mal nach Spanien zu blicken und nicht so viel über Deutschland zu schreiben. Also eine willkommene Abwechslung, die dennoch zu den anderen Büchern passt. Sprachlich ebenfalls interessant – wohl deshalb ist das Buch auf die Shortlist gekommen. Ich bin gespannt, ob es den Preis bekommen kann, ich habe – fragt mich nicht wieso, ist nur ein Gefühl – leichte Zweifel.

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#dbp18: Ein schönes Paar – Gert Loschütz

Der Autor: Gert Loschütz ist in dieser Runde wohl einer der ältesten Schriftsteller – inzwischen über 70 Jahre alt und schreibt seit weit über 40 Jahren. Sonderlich regelmäßig veröffentlicht er nicht, Ein schönes Paar ist sein erstes Buch seit 7 Jahren. Er gewann im Laufe seines literarischen Wirkens schon einige Preise, interessant ist auch seine Biographie als DDR-Aussiedler, dann im Verlagsumfeld groß geworden, zeitweise mit Elfriede Jelinek zusammen.

Das Buch: Ein schönes Paar thematisiert mal wieder die DDR. So weit, so konventionell. Eine Geschichte über Liebe, die an ihr selbst scheitert, über die Flucht in den Westen und über eine Geschichte, die wohl den Protagonisten überschattet. In der Leseprobe erfahren wir zunächst jedoch nur von einem Brief aus dem Westen und einer wohl berechtigten Paranoia, die damit einhergeht

Die Sprache: Detailreich, ausführlich auf Details achtend, personaler Erzähler – der Allwissende Erzähler scheint wohl etwas aus der Mode gekommen – aber letzten Endes nichts Ungewöhnliches. Gut lesbar und ästhetisch, nicht zu ausgefallen. Erzählend.

Meine Einschätzung: Die Leseprobe war grandios ausgewählt, weil ich – so stark wie bisher noch nicht – unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Ich habe erst die Leseprobe und dann den Klappentext gelesen und es war tatsächlich der Klappentext, der mich enttäuscht hat. Nach der Leseprobe hätte ich das Buch stande pede auf die Shortlist gesetzt, jetzt, mit etwas mehr Wissen darüber, kann ich nachvollziehen, dass das Buch es nicht dorthin geschafft hat. Es ist eben doch wieder eine Geschichte, die stark von den Figuren lebt – hätte man die Umstände in den Fokus gelegt, hätte es mir mehr zugesagt.

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Montagsfrage vom 17.09.2018

Guten Morgen zusammen und einen schönen Dienstag euch,

longlistenbedingt kommt die Montagsfrage heute mal wieder am Dienstag und sie beschäftigt sich mal wieder mit dem Thema Buchverfilmungen:

Gab es schon einmal einen auf einem Buch basierten Film, den du besser fandest als das Buch?

Eigentlich nein. Ich bin ohnehin kein großer Freund von Literaturverfilmungen, einige habe ich gesehen, die ich durchaus reizvoll fand, allerdings hatte ich noch nie das Gefühl zu sagen, dass der Film besser ist. Es gibt mit Les Miserables einen Film, den ich sehr sehr gut finde, der basiert aber nicht direkt auf dem Buch, sondern auf dem Musical, das sich schon sehr weit vom Buch entfernt – und wirklich besser ist das auch nicht, aber es ist deutlich zugänglicher als das doch ziemlich sperrige Buch. Aber grundsätzlich: Nein. Ich habe noch keinen gesehen.

In diesem Sinne wünsche ich euch noch eine gute Woche und viel Spaß mit den Buchpreis-Büchern

Bis dahin!

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#dbp18: Jahre später – Angelika Klüssendorf

Ich glaube, das hier ist der kürzeste Roman der gesamten Longlist, kaum 170 Seiten stark ist das Bändchen.

Die Autorin: Klüssendorf ist gelernte Zootechnikern, war mit Frank Schirrmacher – die Figur des Romans soll an ihn angelehnt sein – verheiratet und schreibt seit einigen Jahrzehnten. Die beiden Vorgängerbände standen beide auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, sie gewann auch schon andere Preise – ist also keine Newcomerin mehr.

Das Buch: Es ist das dritte Buch einer Reihe, erst ging es um das Erwachsenwerden, dann um die Auseinandersetzung mit der Kindheit und nun um eine ungleiche Ehe, immer mit der gleichen Protagonistin. Hier in der Leseprobe lernt sie einen Mann kennen, die Kritiken sagen, es sehr autobiographisch an den ersten Ehemann der Autorin angelehnt.

Die Sprache: Sehr ästhetisch und weich, rund. Die Erzählinstanz ist personal, sehr nah an der Protagonistin dran, dennoch kein Ich-Erzähler. Viele Innenwelten und Teil-Rückblenden immer wieder und insgesamt einfach sehr schön geschrieben. Gleichzeitig wirkt es alles ein wenig düster, runtergekommen. Durchaus einen Blick wert.

Meine Einschätzung: Wir wissen inzwischen, dass dieser dritte Roman es nicht auf die Shortlist geschafft hat – und ich kann es auch verstehen. Es spielt wohl wieder eine Deutsch-Deutsche-Geschichte eine Rolle, es ist ein Roman über eine Frau und ihre Ehe und es ist wieder autobiographisch angehaucht. Ich fand es zwar durchaus ganz interessant und würde das Buch vielleicht auch lesen – gerade weil es nicht so lang ist – aber ich bin tatsächlich auch nicht übermäßig interessiert.

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#dbp18: Wie hoch die Wasser steigen – Anja Kampmann

Inzwischen ist die Shortlist leider schon veröffentlicht, sodass ich hier keine Prognosen mehr abgeben kann und die Mehrzahl der Bücher schon aus dem Rennen ist – wir wollen uns dennoch die übrigen Titel anschauen.

Die Autorin: Auch Anja Kampmann ist verhältnismäßig jung, ist studierte Literaturwissenschaftlerin und publiziert ihre Texte seit mehreren Jahren in prominenten Anthologien und dieser Roman ist ihr Debüt. Sie erhielt dafür schon einige Nominierungen für Preise, aber eine richtig große Auszeichnung war noch nicht dabei.

Das Buch: Ein Arbeiter auf einer Bohrinsel verliert seinen Freund, mutmaßlich stellt er das kurz nach dem Ende der Leseprobe hier fest. Er reist dann nach Ungarn zu dessen Familie und stellt sich nach dem Besuch die Sinnfrage, die Frage nach einer möglichen Rückkehr ins Leben außerhalb des ganz eigenen Ökosystems Bohrinsel

Die Sprache: Tatsächlich einer der wenigen Romane, die ich sprachlich eher unauffällig fand. Die Sprache ist durchaus ziemlich nah am Geschehen, man kann die Atmosphäre gut nachvollziehen und man kommt auch nicht umhin, eine gewisse Ästhetik festzustellen. Gefällt mir!

Meine Einschätzung: Inzwischen ist klar, dass dieser Titel nicht auf der Shortlist auftaucht. Das ist einerseits nachvollziehbar, andererseits ist der Titel thematisch eine schöne Abwechslung, es geht dieses Mal nicht um ein historisches Ereignis, sondern um den Weg eines Individuums, das den Weg in sein altes Bezugssystem nicht wiederfindet. Dass der Titel es dennoch nicht geschafft hat, mag wirklich daran liegen, dass er insgesamt zwar sehr ästhetisch und bestimmt vollumfänglich gelungen ist, dass ihm aber wohl die Besonderheiten, die ein Siegertitel braucht, fehlen.

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#dbp18: Bungalow – Helene Hegemann

Zur Einleitung nur ganz kurz: Endlich mal etwas thematische Abwechslung!

Die Autorin: Helene Hegemann hat ein bisschen den Ruf eines Wunderkindes. Mit 18 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, der als Sensation gefeiert wurde, bis ihm ein Plagiatsvorwurf anheftete, ihr erstes Drehbuch schrieb sie mit 14. Bungalow ist ihr dritter Roman.

Das Buch: Es ist dreckig und düster. Die Protagonistin wohnt in einer Mietkaserne neben den hübschen Bungalows der Reichen und reflektiert über ihre Eltern und ihren sozialen Status, bis eine neue Familie einzieht, die irgendwie anders ist. Schließlich verliebt sich die Protagonistin scheinbar und die Angst vor der Zukunft, die alle Jugendlichen eint, verlischt.

Die Sprache: Es ist völlig anders als alle anderen Bücher. Es ist roh, ungehobelt, geht fast schon ins Vulgäre. Ich dachte zuerst ein wenig an Dirk Bernemann, schließlich an Hanna Jameson. Es ist radikal alternativ und will wohl die Coming-of-Age Szene etwas bedienen. Ob es unreif oder kunstvoll ist, kann ich an dieser Stelle nach vier Seiten nicht beurteilen.

Meine Einschätzung: Keine Shortlist. Eigentlich etwas schade, aber so wie ich das Gremium einschätze, hat dieses Buch keine Chance, weiterzukommen. Ich fände es recht cool, wenn es klappen würde, glaube aber noch nicht dran. Ich bin mir aber persönlich nicht sicher, ob es meinen Geschmack trifft. Zumindest geht es aber mal nicht um ‚Menschen aus der Vergangenheit‘

 

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#dbp18: Die Gewitterschwimmerin – Franziska Hauser

Dafür, dass der Literaturbetrieb bis vor einigen Jahrzehnten ziemlich von Männern dominiert war, ist diese Shortlist erstaunlich weiblich – 12 Autorinnen sind hier versammelt.

Die Autorin: Franziska Hauser ist mit 43 Jahren noch verhältnismäßig jung, sie ist von Haus aus Fotografin, entstammt einer Künstlerfamilie. Die Gewitterschwimmerin ist erst ihr zweiter Roman, ihr erster erschien vor drei Jahren, wurde auch für einige Preise nominiert, gewann aber keinen davon. Einen Bildband konnte sie ebenfalls 2015 durch Crowdfunding finanzieren.

Das Buch: Man könnte es als einen feministischen Gegenentwurf der Buddenbrooks deuten, zumindest äußerlich. Durch den Tod ihrer Mutter aus dem Leben gerissen, geht Tamara auf eine Reise durch ihre Familie. Vier Frauen in verschiedenen Generationen werden portraitiert und ihre Geschichte – durch den zweiten Weltkrieg über die Zeit der DDR bis hin zur Wende – wird erzählt, inklusive ziemlich unangenehmer Episoden.

Die Sprache: Eine Amazon-Rezension kritisiert die Sprache als ‚seifenoperhaft‘ und das ist nicht völlig falsch, aber auch nicht unbedingt passend. Ja, die Sprache ist emotional geprägt, gut zugänglich und voller Innenwelten. Sie ist nicht so hochgestochen und anspruchsvoll und dennoch – oder vielleicht gerade deshalb – entwickelt das Buch schon nach vier Seiten eine gewisse Ästhetik, die mir sehr zusagt.

Meine Einschätzung: Ich bin nicht sicher, ob das Buch die Shortlist überleben kann. Langsam aber sicher bin ich auch ein wenig gelangweilt, davon, dass die Bücher sich thematisch doch alle ähnlich sind, es geht immer um Menschen im 20. Jahrhundert. Ich würde es der Autorin wünschen, das Buch scheint mir durchaus vielversprechend, habe aber meine Zweifel.

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Montagsfrage vom 10.09.2018

Es ist unzweifelhaft schon wieder Montag, von daher: Herzlich Willkommen zur heutigen Montagsfrage!

Ist Hörbuch-Hören für dich mit ’klassischem’ Lesen gleichzusetzen? Oder ist beides für dich grundverschieden?

Ich glaube, wir hatten vor einigen Monaten schon mal etwas zu diesem Thema – gut, bei über 200 Montagsfragen auf diesem Blog ist es naheliegend, dass thematische Ähnlichkeiten nicht ausgeschlossen sind – und ich hatte mich damals als ziemlich zickiger Hörbuch-Hörer geoutet.

Ich möchte bitte zunächst das Hörbuch (der Text wird von einem/r Sprecher/in vorgelesen) vom Hörspiel (verschiedene Sprecher lesen einen veränderten Text in verteilten Rollen vor) abgrenzen. Letzteres hat für mich den Status einer Theateradaption oder einer Filmadaption, ist also ein neues Werk. Ersteres kann das Lesen ganz ordentlich ersetzen.

Ich mag bitte einfach nur den Text vorgelesen bekommen. Schöne Stimme wäre nett, aber ganz ehrlich – man gewöhnt sich auch an viele Stimmen nach einiger Zeit. Bitte nur den Text, den ganzen Text (ungekürzt! bitte wirklich vollständig ungekürzt!) ohne zu viel Voice-Acting (ganz minimal ist okay, aber bitte nicht die Stimme verstellen), ohne Musikeffekte, ohne Geräusche, einfach nur vorlesen. Dann mag ich Hörbücher ganz gerne und sehe sie auch als recht gleichwertig an. Bei komplexen Fantasy-Romanen mag ich es nicht so gerne, da muss ich zu oft nochmal nachschauen, wer wer war, aber ich hatte letztes Jahr auf diesem Blog mal eine Serie von Agatha Christie Hörbüchern gehört, die mir sehr gut gefallen haben – der Reiz liegt ja beim Hörbuch daran, dass man beim Zu-Fuß-Gehen – und das macht man in einer kleineren Großstadt recht häufig – hören kann. Oft höre ich da Podcasts, aber gerne auch mal ein Hörbuch.

Beantwortet das eigentlich die Frage? Egal, ich wünsche euch jetzt eine gute Woche und viel Spaß mit den weiteren Longlist-Posts!

 

 

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#dbp18: Die Katze und der General – Nino Haratischwili

Bisher hatten wir in dieser Reihe verhältnismäßig kurze Romane, mal nur mit 200, mal sogar mit 450 Seiten – heute allerdings haben wir ein echtes Epos. Die Katze und der General umfasst ganze 750 Seiten (und kostet beim Verlag auch ganze 30€)

Die Autorin: Auch Nino Haratischwili stammt eigentlich aus dem Theater, sie war eine sehr erfolgreiche Regisseurin und fing erst um 2010 herum nach einigen Theaterstücken mit dem Schreiben von Romanen an. Ihr erster Roman schaffte es schonmal auf die Longlist und auch sonst ist ihr Werk häufig prämiert worden. Die Katze und der General ist inzwischen ihr vierter Roman, darüber hinaus hat sie zahlreiche Theaterstücke veröffentlicht.

Das Buch: Noch ein Titel, der sich mit den Umbrüchen im 20. Jahrhundert auseinandersetzt. Statt dem 2. Weltkrieg geht es hier um den Zusammenfall der Sowjetunion, ein „General“, der im Tschetschenienkrieg einiges erlebt, was er später nicht verarbeiten kann. Der Leseprobe beginnt allerdings bei einem Jungen, der sich mit dem Seesack seines gefallenen Vaters auf den Weg macht – mutmaßlich zur Armee.

Die Sprache: Es ist geschrieben in einer Form des Bewusstseinsstroms, die ganze Leseprobe ist im Prinzip nur die Gedanken des Protagonisten, wie er seinen Seesack packt, in denen aber eine ganze Menge im Hintergrund passiert. Häufige Sprünge und eine recht verständliche, wenngleich durch die vielen Sprünge nicht immer leicht nachvollziehbar ist.

Meine Einschätzung: Der prämierte Titel sollte ja immer auch gut verkaufbar sein und bei einem solchen 750 Seiten Epos ist das nur bedingt gegeben. Auf der anderen Seite hat vor drei Jahren auch Frank Witzel den Buchpreis mit einem 800-Seiten-Werk gewonnen, das noch deutlich weniger zugänglich war. Ich kann es also gar nicht einschätzen, es könnte der Siegertitel sein, es könnte aber auch die Longlist nicht überleben.