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Montagsfrage vom 20.11.2017

Hallo zusammen und Herzlich Willkommen zur heutigen Montagsfrage!

Besitzt du Merchandise zu bestimmten Buchreihen, z. B. Lesezeichen, Tassen, Kunstdrucke etc.?

Nein. Ich habe zwar einen Band „Die Welt von ‚Das Rad der Zeit'“, aber das war in dem Ebay-Paket der Bände dabei. Ansonsten habe ich vielleicht nochmal ein Werbelesezeichen, das irgendwie dabei war oder ich auf der Buchmesse mitgenommen habe. Aber ich habe mir tatsächlich noch nie irgendwelches Merchandise dazu gekauft – ich habe ohnehin schon zu viel Zeug, als dass ich auch noch auf Merch-Jagd gehen würde – selbst von meinen Lieblingsbands habe ich maximal ein Shirt, weil man soetwas immer gebrauchen kann. Andererseits bin ich auch sehr selten bereit, doch so viel Geld für ein Merchprodukt auszugeben… Also nein, kein Merchandise hier.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Woche.

Bis dahin!

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Montagsfrage vom 13.11.2017

Guten Morgen zusammen und Herzlich Willkommen zur heutigen Montagsfrage!

Siehst du dir Bestsellerlisten an?

Als ich mal ein Jahr in der Bibliothek gearbeitet hatte, hatten wir so eine Art Abo abgeschlossen, dass die neuen Titel der Bestsellerliste uns jede Woche automatisch geliefert wurden. Und da diese dann häufig zur Einarbeitung auf meinem Schreibtisch landeten, passierte es ganz automatisch, dass ich mich damit auseinandergesetzt habe und habe in der Zeit auch einige dieser Titel gelesen.

Mittlerweile mache ich das kaum noch. Ja, ich richte manchmal meine Lesegewohnheiten nach irgendwelchen Preisträgern aus und wenn ich die Buchhandlungen entlangstöbere, schaue ich schon am Bestseller-Regal vorbei, aber ich schaue inzwischen nicht mehr aktiv oder regelmäßig nach ihnen und wann ich das letzte Mal einen (aktuellen) Bestseller gelesen habe, kann ich auch nicht mehr sagen.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Woche!

Bis dahin!

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Montagsfrage vom 06.11.2017

Guten Morgen zusammen und Herzlich Willkommen zur heutigen Montagsfrage!

Wie wichtig ist es dir gelesene Bücher zu rezensieren? Versuchst du alle zu rezensieren oder nur bestimmte?

Ich rezensiere seit über fünf Jahren so ziemlich jedes Buch, das ich gelesen habe. Spontan wüsste ich nicht mal eines, was ich nicht rezensiert habe – auch Heftromane, Kurzgeschichten und Theaterstücke versuche ich stets zu rezensieren. Das ist auch in den letzten Monaten recht einfach geworden, weil ich auch nicht mehr so viel lese, früher hat mich mich das durchaus mal unter Druck gesetzt, aber ich habe es auch immer geschafft.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Woche und viel Spaß beim lesen der für euch vorbereiteten Blogeinträge.

Bis dahin!

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Monatsliste vom Oktober 2017

Mal wieder ist ein Monat vergangen und mal wieder war der Monat nicht besonders erfolgreich. Insgesamt hätte ich mir gewünscht, diesen Monat mal wieder etwas häufiger zu einem Buch greifen zu können, aber leider hat das nur so mittelgut funktioniert. Seit sehr langer Zeit habe ich mal wieder ein englisches Buch gelesen, eines, das ich für wenig Geld in sehr gutem Zustand geschossen habe. Leider war mein restliches Lesepensum ansonsten so beschränkt, dass ich tatsächlich kein weiteres Buch gelesen habe und so muss ich euch leider mit diesen traurigen Zahlen alleinelassen und hoffe darauf, dass sich das im nächsten Monat wieder einrenkt.

Gelesen:

Earthly Remains – Donna Leon (coming soon, 308 Seiten)

Gelesen (Deutsch): 0 Seiten, 0  Seiten pro Tag
Gelesen (Englisch): 308 Seiten, 9,9 Seiten pro Tag
Gelesen (gesamt): 308 Seiten, 9,9 Seiten pro Tag

End-Sub-Stand: 110

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Montagsfrage vom 30.10.2017

Hallo zusammen und herzlich Willkommen zur heutigen Montagsfrage!

Leider ist sie mal wieder ein bisschen verspätet, sodass es jetzt Dienstag ist, dennoch möchte ich euch meine Antwort nicht vorenthalten:

Welches technische Gerät verwendest du zum Bloggen? Bloggst du auf dem Handy, Tablet, Notebook, PC oder auf etwas ganz anderem?

Ich habe auch schon mal auf dem iPad geschrieben (allerdings mit Tastatur), aber grundsätzlich blogge ich bevorzugt auf meinem Rechner oder auf einem Notebook, das ich meistens in der Uni mit mir herumtrage. Die Fotos mache ich mit meinem Smartphone – das erklärt auch die wechselnde Qualität der letzten Jahre – aber ich schreibe die Posts nicht auf dem Smartphone und mache dort auch keine Notizen, das mache ich ausschließlich auf Rechner/Notebook.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Woche, in einigen Tagen erscheint die etwas traurige Monatsliste und ich habe auch noch eine Rezi für euch vorbereitet.

Bis dahin!

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Apocalypsis II – Mario Giordano

Über vier Jahre ist es inzwischen her, dass ich den ersten Band von Mario Giordanos Apocalypsis gelesen habe – damals hatte ich den ersten Band mit immerhin vier Sternen ziemlich gelobt. Mario Giordano war inzwischen einige Jahre bei Lübbe tätig und schreibt inzwischen eher gemäßigte Kriminalromane. Diesen zweiten Band habe ich als Hörbuch gehört und dazu muss man direkt sagen, dass sich hier die schon damals angesprochene Episodenhaftigkeit noch etwas stärker zeigt, da die Episodenanfänge stets mit Musik unterlegt sind.

Peter Adam wacht auf, hat von Nakashima-Industries einen neuen Arm bekommen. Er will fliehen. Ohne Erinnerungen an die Zwischenzeit wacht er einige Tage später im Kölner Dom auf. Dieser stürzt dann zusammen und er schafft es vorher, Kontakt zu Maria und dem emeritierten Papst aufzunehmen. Darauf beginnt eine schnelle Jagd, Peter Adam wird mal von der einen- mal der anderen Seite eingespannt, entdeckt ein Dämon in ihm, der exorziert werden soll und schließlich taucht auch noch sein Bruder auf. Sie jagen nach einer satanischen Sekte, nach dem Teufel auf Erden persönlich und sie gelangen schließlich in ein kleines Bergdorf in Nepal; nur dort können sie die Apokalypse noch verhindern.

Ich fand dieses Buch sehr anstrengend. Es mag daran liegen, dass ich es als Hörbuch gehört habe und ich es generell etwas schwerer finde, Hörbüchern zu folgen, aber auch, dass das Buch sehr verworren ist. Es gibt die Haupthandlung, es gibt Rückblenden zu den ‚Gedankenaussetzern‘ Peter Adams, es werden Parallelszenen erzählt und dann gibt es noch massive Rückblenden in die frühe Menschheitsgeschichte, die mit der Haupthandlung zunächst wenig zu tun haben. Die reale Welt wird durch zahlreiche übersinnliche Elemente angereichert, Dämonenaustreibung, besondere ausgestorbene Völker, der Tausch von Körpern und schließlich noch die Manipulation der Zeit. Der Satanskult in Form einer Anti-Religion und natürlich auch die christliche Religion mit all ihren mystischen Elementen; die Malachias-Prophezeiung spielt eine Rolle, Reliquien und magische Schlüssel spielen eine Rolle, geheime Botschaften sowieso – insgesamt sind es einfach sehr viele Motive, die hier in die Handlung hereinspielen.

Der Vergleich zu Dan Brown liegt auf der Hand, es ist ein Vatikan-Thriller und entstand auch nach dem Erfolg von Sakrileg, dass sich Giordano und der Lübbe-Verlag von diesem Erfolg haben inspirieren lassen. Im Vergleich wirkt Apocalypsis II jedoch wie Dan Brown auf Speed, es ist alles viel schneller, abgedrehter und dann bisweilen auch kaum noch nachvollziehbar.

Die Verflechtung der Motive untereinander gelingt durchaus, mir sind auch nicht viele Logiklücken aufgefallen – auch wenn die bisherigen Rezensionen darauf hindeuten, dass man durchaus Konsistenzfehler finden kann, waren diese für mich zumindest nicht störend. Die Spannung kann Giordano in jedem Fall aufrechterhalten, die episodenartige Struktur gibt schon vor, dass es alle rund 60 Seiten einen spannenden Cliffhanger braucht, dementsprechend ist das Buch auch sehr actionlastig, es passiert fast auf jeder Seite etwas, was einen beim Lesen hält.

Das Hörbuch ist sehr angenehm zu hören, der Sprecher hält einen gut bei der Stange – ich fand die musikalische Untermalung einerseits sehr spannungsfördernd, andererseits aber auch ein bisschen repetitiv, da die Titel stets die gleichen sind und typischerweise auch immer die gleichen Stellen – Kapitel- und Episodenanfänge von Musik untermalt wurden.

Insgesamt ist Apocalypsis ein durchaus gelungener Roman. Freunde von Thrillern mit Bezug zum Vatikan oder biblisch-mystischen Motiven können sich auf eine actionreiche Jagd um die Welt freuen, die die fiktiven!) Geheimnisse des Christentums zum Gegenstand hat. Wer den ersten Teil mochten, dem könnte der zweite Teil etwas zu abgehoben sein, gerade das Ende war enorm verwirrend und entfernt sich von dem noch halbwegs realitätsnahem ersten Teil sehr weit. Es wird immer unrealistischer, immer mystischer, zwischendurch passieren völlig unmögliche Ereignisse, sodass ich insgesamt diesen Band etwas schlechter bewerten würde. Da es dennoch ein spannender Roman war, bleibe ich aber bei 3/5 Sternen. Für Freunde von etwas abgehobenen Actionromanen durchaus eine Empfehlung wert. Aber beginnt dennoch beim ersten Band, ohne den wird der zweite zumindest bis zur Mitte unverständlich.

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Montagsfrage vom 23.10.2017

Guten Abend zusammen und Herzlich Willkommen zur aktuellen Montagsfrage, die leider mal wieder etwas verspätet an einem Dienstag erscheint – dafür gibt es aber diese Woche auch noch etwas anderes hier zu lesen, versprochen:

Hast du schon einnmal eine Fanfiktion zu einem Buch geschrieben?

Nein. Zumindest nicht unter diesem Namen. In den frühsten Tagen meiner Grundschulzeit habe ich mal etwas in der Richtung geschrieben, im Wesentlichen war das, was damals unter dem Titel ‚Schreibwerkstatt‘ lief, aber eine Nacherzählung von dem, was ich damals von einer Serie verstanden habe. Aber eine Fanfiction habe ich nicht geschrieben, nein – und ich habe auch nicht unbedingt Lust darauf, wenn ich ehrlich bin. Wenn ich mal Zeit hätte, habe ich andere Ideen, was ich gerne schreiben würde – dieser Blog ist nur eine dieser Sachen.

In diesem Sinne wünsche ich euch auch jetzt noch eine gute Woche!

Bis dahin!

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Heftromane Heute: Jerry Cotton #468: Sie schossen mit silbernen Kugeln

Wir spielen heute mal wieder fröhliches Editionsbasteln. Die Geschichte in meinem Sammelband trägt den Titel „Sie schossen mit silbernen Kugeln“, der Sammelband umfasst nach eigenen Angaben (die Bandnummern tauchen übrigens nur auf dem Vorschaubild am Ende der Heftromane auf) die Bände 467-469 in einer „Classic“-Ausgabe, also einer Neuaufgabe. Laut einer Onlinequelle trägt dieser Band jedoch die Nummer 578 in der Erstauflage und der zweiten Auflage, die Nummer 453 in der dritten und vierten Auflage – und eben in der Classic-Ausgabe von 2005-2015 die Nummer 468. Verstehe dies, wer möge. Diese mutmaßlich remittierten Classic-Bände wurden vermutlich einfach nur neu zusammengeheftet, um sie dann als Sammelbände nochmal verbilligt auf den Markt zu bringen. So viel also zur chaotischen Veröffentlichungsgeschichte. Den Autor dieses Bandes konnte ich jedoch nicht herausfinden, insgesamt schreiben und schrieben wohl weit über 100 Leute für diese Reihe.

Mein Band dreht sich um Napalm. Einen Tankwagen, der 6000 Gallonen dieses hochentzündlichen Kampfstoffs geladen hatte, gelangt in die Hände einer Verbrecherbande, die nun das FBI einerseits direkt und zweitens parallel über einen Versicherungsbetrug erpressen möchte – ansonsten gehe das Napalm in die Luft. Dazu wird Jerry Cotton als Mittelsmann ausgewählt, er wird entführt, ihm werden die Forderungen vorgestellt und er soll auch die Übergabe des Trucks koordinieren, während einer seiner Kollegen mit einem Geldkoffer unterwegs ist. Schließlich sollen dann noch einige der Hilfsverbrecher beseitigt werden, indem eine kleine Restmenge Napalm gezündet wird – und Jerry kann nur knapp der Explosion entkommen. Schließlich schafft es das FBI dann doch noch, den Fall aufzuklären und hinter die geheimnisvolle Bande zu kommen.

Im Unterschied zum typischen Krimi im Sherlock-Holmes-Stil, ist es hier kaum möglich mitzuraten, da einfach verschiedene Informationen, die man zur Lösung der Fälle brauchen würde, nicht mitgeliefert werden. Insgesamt ist der Band aber, wie ein typischer Heftroman, spannend und flott erzählt, es scheint immer etwas zu passieren und es geht immer direkt und ohne Nebenhandlungen vorwärts. Im Unterschied zum Band davor, war auch die aufdringliche Formulierung des „Girls“ nicht mehr zu finden, was ich sehr angenehm fand, insgesamt war meines Erachtens dieser Band etwas stärker als der vorige. Es bleibt dabei, dass diese Heftchen solide Krimikost sind und für eine vergnügliche Stunde unterwegs durchaus zu empfehlen sind.

Habe ich eigentlich schonmal etwas über das billige Papier gesagt? Da ich diesen Sammelband ja quasi dreimal solange mit mir herumtrage, wie ein normales Heft, fällt die miese Qualität des Drucks auch gut auf. Es saugt Feuchtigkeit förmlich an, auch das Cover ist aus sehr dünnem Papier, einzig die Klebebindung ist relativ stabil gemacht. Was bei einem Einzelheftchen noch nicht so negativ auffällt, macht sich eben hier bei dem Sammelband gut bemerkbar. Billiges Rollenoffsetpapier, wie es auch für Tageszeitungen verwendet wird – und durch die Klebebindung wird auch noch das Aufschlagen des Heftchens erschwert. Das gilt allerdings ganz allgemein für alle Heftromane, die ich bisher gelesen habe, einzig die Perry Rhodan Heftchen wirkten auf mich zumindest ein klein wenig qualitativer – jedenfalls im Satz und in der Papierwahl, auch wenn natürlich auch hier Rollenoffsetdruck angewandt wurde.

Ich hatte ja gesagt, ich fand diesen Heftroman etwas gelungener und weniger floskelhaft als das vorangegangene – ich vermute einen anderen Autor hinter diesem Heftchen. Daher gebe ich auch einen guten halben Stern mehr als letztes Mal und verbleibe mit 3,5/5 Sternen und bin gespannt auf den letzten der drei Bände, der dann – so viel sei verraten – die Serie „Heftromane Heute“ bis auf Weiteres abschließen wird.

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Das getupfte Band – Arthur Conan Doyle

Diese Geschichte erzählt Watson, sei schon etwas älter, sie stamme noch aus der Zeit, als sich die beiden die Wohnung in der Baker Street teilen. Eines Tages kommt eine ziemlich aufgeregte Frau zu den beiden und berichtet vom Tod ihrer Zwillingsschwester, die vor der geplanten Hochzeit ein seltsames Pfeifen hörte und nachts auf mysteriöse Weise starb und etwas von einem getupften Band erzählt. Sie war allein in ihrem Zimmer, es war verschlossen und es gibt keine Anzeichen für Gewalteinwirkung. Nun ist sie selbst schon verlobt und will in Kürze heiraten und hat in der vergangenen Nacht ebenfalls ein seltsames Pfeifen gehört. Und die Umstände, in denen sie lebt, sind mehr als nur merkwürdig.

Die junge Frau lebt bei ihrem Stiefvater, der von einem Vermögen seiner verstorbenen Frau lebt, den Töchtern steht jedoch eine gewisse jährliche Geldsumme nach der Heirat zu. Weiterhin lebt er völlig isoliert, gilt als jähzornig und ist mit den herumstreunenden Zigeunern befreundet, er lässt sie frei bei sich unterkommen. Außerdem ist er ein großer Tierfreund, er hält sich einen Pavian und einen Leoparden, beide können sich ebenfalls frei bewegen, was nicht nur die Dorfbewohner, sondern auch die beiden Schwestern entsetzt, die insofern nachvollziehbarerweise ihre Türen nachts verschließen. Sherlock erkennt relativ schnell den Ernst der Lage, sodass er noch am selben Tag eine Verabredung mit der jungen Dame ausmacht, um sich das aus nächster Nähe anzuschauen. Er besichtigt das Zimmer und stellt seltsame Sachen fest. Das Bett ist fest mit dem Boden verschraubt, es gibt ein seltsames Luftloch und ein Klingelzug scheint gar nicht zu funktionieren – alles Sachen, die bei einer Renovierung vor einigen Jahren erst neu eingebaut wurden. Holmes Verdacht erhärtet sich und die beiden beschließen, eine Nacht in diesem Zimmer zu verbringen, in der sich dann auch die Katastrophe ereignet –

…die ich jedoch hier nicht vorwegnehmen möchte. Ein bisschen Spannung möchte ich euch gerne übriglassen, denn der Fall endet dann doch noch ziemlich spannend. Insgesamt ist das gesamte Setting hier wieder ziemlich seltsam. Das Motiv des Geldes in Verbindung mit der Heirat kennen wir zwar schon zur Genüge, aber hier war die Umsetzung mal wieder besonders ausgefallen. Auch wenn die Idee mit dem zurückgezogen lebenden auch nicht besonders neu – und ziemlich dankbar für seltsame Todesfälle – ist, ist es dennoch sehr gelungen und macht viel Freude beim Lesen.

Interessant ist hier die Variation des locked-room Motives. Verschlossene Räume spielen ja eine wichtige Rolle in Kriminalgeschichten und sind meistens besondere Spannungsmomente, weil es scheinbar keine Möglichkeit gibt, zu entkommen – hier wird es eben dadurch gebrochen, dass dieser scheinbar geschlossene Raum schon von Anfang an ein bisschen offen ist, es gibt am Anfang eine Bemerkung, dass man im Zimmer den Rauch der Zigarren des Vaters riechen kann – was sich dann ja auch später bestätigen wird.

Mal wieder war Watsons Rolle eher beobachtender Natur – er ist zwar immer irgendwie dabei, aber er trägt natürlich wie so oft nichts dazu bei, diesen Fall zu klären. Er beobachtet und schreibt uns das ganze fleißig mit, mehr hat er aber nicht zu tun. Dennoch gebe ich durchaus gerne 3,5/5 Sternen für diese Geschichte.

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Montagsfrage vom 16.10.2017

Hallo zusammen und Herzlich Willkommen zur Montagsfrage dieser Woche:

Gerade wurde der Literaturnobelpreis verliehen. Wem würdet ihr persönlich den Literaturnobelpreis verleihen?

Puh. Ich finde die Frage enorm schwer zu beantworten. Laut dem Wortlaut Alfred Nobels soll der Preis verliehen werden an denjenigen „der in der Literatur das Herausragendste in idealistischer Richtung produziert hat“. Ich bin nicht sicher, welchen Form von Idealismus Nobel damit meint, ich weiß auch nicht, was die Kriterien sein müssen, aber ich würde einfach mal Haruki Murakami in den Ring werfen. Ich meine, er war auch schon einige Male in der engeren Auswahl und das wäre so der Schriftsteller, dem ich diesen Preis am ehesten gönnen würde. Ansonsten bin ich einfach viel zu beschränkt in meiner Literaturauswahl, als dass ich dazu irgendetwas sinnvolles beitragen könne.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Woche und freue mich, euch dann endlich in dieser Woche wieder mal zwei Rezensionen präsentieren zu dürfen.

Bis dahin!