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#dbp18: Ein schönes Paar – Gert Loschütz

Der Autor: Gert Loschütz ist in dieser Runde wohl einer der ältesten Schriftsteller – inzwischen über 70 Jahre alt und schreibt seit weit über 40 Jahren. Sonderlich regelmäßig veröffentlicht er nicht, Ein schönes Paar ist sein erstes Buch seit 7 Jahren. Er gewann im Laufe seines literarischen Wirkens schon einige Preise, interessant ist auch seine Biographie als DDR-Aussiedler, dann im Verlagsumfeld groß geworden, zeitweise mit Elfriede Jelinek zusammen.

Das Buch: Ein schönes Paar thematisiert mal wieder die DDR. So weit, so konventionell. Eine Geschichte über Liebe, die an ihr selbst scheitert, über die Flucht in den Westen und über eine Geschichte, die wohl den Protagonisten überschattet. In der Leseprobe erfahren wir zunächst jedoch nur von einem Brief aus dem Westen und einer wohl berechtigten Paranoia, die damit einhergeht

Die Sprache: Detailreich, ausführlich auf Details achtend, personaler Erzähler – der Allwissende Erzähler scheint wohl etwas aus der Mode gekommen – aber letzten Endes nichts Ungewöhnliches. Gut lesbar und ästhetisch, nicht zu ausgefallen. Erzählend.

Meine Einschätzung: Die Leseprobe war grandios ausgewählt, weil ich – so stark wie bisher noch nicht – unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Ich habe erst die Leseprobe und dann den Klappentext gelesen und es war tatsächlich der Klappentext, der mich enttäuscht hat. Nach der Leseprobe hätte ich das Buch stande pede auf die Shortlist gesetzt, jetzt, mit etwas mehr Wissen darüber, kann ich nachvollziehen, dass das Buch es nicht dorthin geschafft hat. Es ist eben doch wieder eine Geschichte, die stark von den Figuren lebt – hätte man die Umstände in den Fokus gelegt, hätte es mir mehr zugesagt.

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