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Montagsfrage vom 22.08.2016

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Guten Morgen zusammen und Herzlich Willkommen zur heutigen Montagsfrage!

Wie kommst du mit einem offenen Ende oder einem Cliffhanger klar?

Ich könnte es mir einfach machen und sagen: Ich lese Hohlbein, ich bin Kummer gewöhnt. Hohlbein hat die nette Angewonheit, dass die Enden oftmals ziemlich verdreht sind, mehr Fragen aufwerfen, als sie beantworten oder einfach mitten in der Handlung enden oder rasch noch eine seltsame Lösung kommt, die zumindest einen Teil der Handlung erklärt – und sei es nur durch den Tod der Protagonisten. Das mag daran liegen, dass er sich vorher keine Gedanken über seine Enden macht. Aber unbefriedigende Enden hatte ich auch beispielsweise schon bei Stephen King. Ich habe da nichts dagegen. Ich lese das Buch doch wegen des Lesens und nicht, weil es ein schönes Ende hat. Klar, in einem Krimi wäre es nett, den Mörder zu erfahren. Aber es wäre doch auch mal witzig, wenn der Mörder offen bleibt? Ich kann mit sowas recht gut umgehen und es ist für mich kein Grund, das Buch abzuwerten. Klar, so ein schönes Ende hat schon was, aber wenn man merkt, dass 100 Seiten vor dem Ende jetzt alle Fäden offensichtlich in Richtung eines bestimmten Endes gelegt werden, ist das doch auch doof?

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Woche, in der ihr wieder einiges auf diesem Blog zu lesen bekommt. Es geht unter anderem mal wieder an ein Rezensionsexemplar und am Sonntag gibt es auch noch eine neue Ankündigung. Bleibt also gespannt.

Bis dahin!

5 Kommentare

  1. Hi Florian.

    Haha, dein Beitrag endet mit einem netten Cliffhanger! ;o)
    Und der Einstieg war natürlich auch prima. (Ich lese durchaus auch mal Hohlbein.)
    Also ich mag gute Enden aus ähnlichen Gründen nicht. Zu konstruiert oder zu einfach – dann lieber verworren, chaotisch oder eben offen zum selber Nachdenken.

    Mein Beitrag :o)

    Beste Lesegrüße
    FiktiveWelten

  2. Ich habe auch kein Problem mit offenen Enden. Manche liebe ich regelrecht, das sind die, die wirklich gut gemacht sind, bei denen es Methode hat, dass etwas offen bleibt. Schlecht finde ich sie nur, wenn sich das Ende liest, als würde da ein Kapitel fehlen.

    Liebe Grüße

    Claudia

  3. Hallo Florian,
    dein Einleitungssatz passt: Wer Hohlbein kennt, der weiß zu leiden… Ich denke da noch mit Schrecken an die Saga von Garth und Torian, erst ein richtig übler Cliffhanger, der dann nicht einmal aufgelöst wird, und dann noch ein Ende, das gar keins ist. Seitdem lasse ich meine Finger von Hohlbein. Grundsätzlich habe ich nichts gegen Cliffhanger oder offene Enden, aber hier war es dann doch zu viel des Guten…

    LG Rissa

  4. Ein guter Punkt: wenn man schon früh ahnt, wie Fäden zu einem Ende zusammenlaufen werden ist das wirklich blöd. Dem stimme ich vollkommen zu! Allerdings kann ich mich mit offenen Enden nicht ganz so gut anfreunden – ich mag es mehr, wenn alles zu einem runden Abschluss gebracht wird 🙂 Cliffhanger sind dagegen völlig okay, da finde ich genug Ablenkung, bis der nächste Band raus ist 😉

    https://buchstabentraeumerei.wordpress.com/2016/08/22/montagsfrage-41-wie-kommst-du-mit-einem-offenen-ende-oder-einem-cliffhanger-klar/

    Liebe Grüße,
    Anna

  5. Ich mag es nicht, wenn in einem Krimi etwas unklar bleibt. Zumindest sollte die Richtung klar sein. Aber es gibt viele Gründe für ein unbefriedigendes Ende – „offen“ ist nur eine Variante. Die Frage der Bewerbung finde ich interessante. Ich denke, ich würde für ein schlechtes Ende eine halbe bis eine ganze Note abziehen. Aber das Buch nie völlig abwerten. Entweder es passt mehr oder es passt weniger.

    Ich habe gestern meinen Beiträg zu unserer Sommerloch-Klassiker-Aktion fertig gestellt und fühle mich wieder frei für neue Rezensionen 🙂

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