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Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children – Ransom Riggs

k-P2210033Ich weiß nicht, wie lange es her ist, dass ich dieses Buch zum ersten Mal bemerkt habe – ich glaube, es war noch, als ich in der Bibliothek arbeitete. Jedenfalls betrachtete ich es eine Zeit lang skeptisch, später dann mit Neugier, lieh es mir aber nie aus. Vor einiger Zeit stolperte ich dann im örtlichen Thalia mal wieder darüber und nahm es spontan mit – mir war mal wieder nach einem schönen Buchkauf.

Ich weiß, das Buch ist nicht mehr ganz neu, um ehrlich zu sein, ist sogar schon längst ein zweiter Band auf dem Markt, dennoch möchte ich es mir nicht nehmen lassen, euch das Buch ein bisschen anders als sonst vorstellen. Denn, dieses Buch hat eine Besonderheit: Bilder!

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Um genau zu sein sind es historische Fotos – Schwarz-Weiß Aufnahmen – die der Autor passend zur Geschichte (oder die Geschichte passend zu den Fotos zusammengestellt hat.

Die Geschichte geht ungefähr so: Jacobs Großvater erzählt immer sehr seltsame Sachen von seiner Kindheit im zweiten Weltkrieg, den er auf einer seltsamen Insel mit verschiedenen anderen seltsamen Kindern verbracht hat. Jacob ist von diesen Geschichten fasziniert, schenkt ihnen aber nicht so viel Glauben – bis sein Großvater eines Tages ermordet wird – von einer sehr seltsamen Kreatur, die er kaum beschreiben kann. Daraufhin bricht er psychisch zusammen und ist nicht in der Lage, sich zu erholen. Sein Psychater stimmt ihm zu, dass er sich aufmachen sollte, um die Vergangenheit seines Großvaters aufzuarbeiten und mit seinem Vater auf diese Insel zu gehen und nach den Spuren des Großvaters zu suchen.

Ich möchte an dieser Stelle nicht allzu viel verraten, jedoch ist Jacob ziemlich erfolgreich und trifft all diese Kinder wieder, die in diesem Heim wohnten und auf eine gewisse Art und Weise dort immer noch wohnen. Und als es dann zu Schwierigkeiten kommt und Jacob mehr über sich selbst erfährt, wird er vor eine schwere Entscheidung gestellt.

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Ich muss sagen, ich bekomme ab und an mal Gänsehaut bei Büchern, wenn sie besonders spannend sind. Aber dieses Buch habe ich – zumindest in der ersten Hälfte – komplett elektrifiziert gelesen. Und das lag zu einem Teil sicherlich an der guten Geschichte, aber zu einem ganz entscheidenden Teil auch an den Bildern. Diese Bilder erzeugten in mir irgendwie eine ganz seltsame Form von Spannung und Beklemmung – ich konnte das nicht so wirklich erklären und hoffe, dass die Fotos in diesem Post euch ein bisschen vermitteln können, was ich meine. Im Zweiten Teil des Buches wurde es dann ein bisschen besser, weil man so langsam in diese fremde Welt eintauchen konnte und nicht mehr so elektrisiert war, aber spannend und vor allem interessant war es in jedem Fall.

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Kurz noch was zur Sprache: Ich fand das Englisch im Buch wirklich leicht verständlich und gut zugänglich – also sicherlich auch lesenswert, wenn ihr bisher noch nichts oder nicht viel auf Englisch gelesen habt.

Denn auch wenn das Buch offiziell als Jugendbuch geführt wird und die Hauptcharaktere Jugendliche sind, ist das Buch keineswegs nur auf Jugendliche beschränkt, weil es eine phänomenale und sehr phantastische Geschichte erzählt, die ein bisschen abseits der normalen Urban Fantasy steht und dabei die Türen für eine Welt eröffnet, die nicht wirklich magisch, aber schon ziemlich paranormal ist. Kurz gesagt, ein spannendes Buch mit einem sehr sehenswerten „Feature“, das sich wirklich lohnt.

Ich glaube niemand liest das Buch und wird am Ende die herausragenden Charaktere erwähnen – aber nicht, weil sie schlecht sind. Man lernt eigentlich nur drei Charaktere besser kennen, die anderen sind nettes Beiwerk, aber die Hauptcharaktere sind durchaus gut angelegt und handeln absolut nachvollziehbar und sind tolle Identifikationsfiguren.

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Mich hat das Buch absolut verzaubert und ich gebe gerne volle 5/5 Sternen. Euch würde ich dieses Buch auf jeden Fall ans Herz legen, wenn ihr es nicht schon längst gelesen habt, ich verspreche euch spannende und wunderschöne Stunden damit.

Wie fandet ihr diesen etwas anderen Rezensionsstil, in dem ich die Bilder habe sprechen lassen? Wenn ihr mögt, richte ich das demnächst öfters mal so ein – wenn es denn in den Büchern etwas zu zeigen gibt.

 

 

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