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Der Hexer 01: Auf der Spur des Hexers

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Nach der Ankündigung vor drei Wochen und den Lückenfüllern in den letzten beiden Wochen geht es nun endlich los mit meinem Blogprojekt zur Hohlbein-Serie „Der Hexer“. Alle Infos zum Projekt findet ihr im Ankündigungspost

Wie die nette Infografik unterschwellig mitteilt, ist es dieser erste Band, den die Interessierten sich kostenlos herunter laden können – und genau dieser erste Band ist auch der Einzige, der sich tatsächlich nicht an den Kanon hält. Es ist ein Kurzroman, kein Heftroman, umfasst c.a. 160 Seiten und erzählt eigentlich nur die Vorgeschichte, zu dem, was in den 67 Heftromanen folgt. Hohlbein entschied sich dafür, ihn an den Anfang der Serie zu stellen – und das ist meiner Meinung nach auch das Beste, was hätte passieren können.

Wir lernen Roderick Andara kennen, er gibt seinen Sohn einer Miss Craven zur Obhut, weil er, ein Vagabund, ständig auf der Flucht, ihm kein sicheres Zuhause bieten kann. Er löscht all seine Erinnerungen und verschwindet – ein harter, aber notwendiger Schritt, denn kaum, dass er Miss Cravens Heimatdorf verlassen hat, wird ihm aufgelauert, die Postkutsche wird vollkommen vernichtet, Andara kann sich netten und trifft auf einen mysteriösen H.P.

H.P. bietet ihm Hilfe an, weiß viel über ihn und die beiden beschließen, auf der Suche nach seinem Sohn, der zwischenzeitlich entführt wurde und sich nun angeblich in R’leyh aufhalten soll, zusammenzuarbeiten. Die Gaststätte, die H.P. Andara empfahl, löst jedoch bei Andara Alpträume aus und tatsächlich lauert dort ein feindseliges Wesen auf ihn, was er entdeckt, nachdem er nicht nur auf den Spuren eines mysteriösen Verschwindens wandelt, sondern auch einer stadtbekannten Familie auflauert, auf dem Weg zu diesen jedoch nur in die Katakomben führt, in der Ausgeburten der großen Alten auf ihn warten. Am Ende steht er in einer Beschwörungszeremonie seinem Erzfeind gegenüber und über seinen Tod kann er die seltsame Kreatur des großen Alten, die sich ihm in den Weg stellt – und deren Beschreibung verdächtig nach Cthullu klingt – zumindest zeitweise verbannen.

Nachdem ich diesen Band gelesen hatte, musste ich kurz innehalten und “Whow” denken. Es ist eine der genialsten Sachen, die ich bisher von Hohlbein gelesen habe. Es passiert unglaublich viel Action, aber noch nicht ganz so viel, dass es ermüdend wird, die Story geht gut und flüssig voran und man hat nie das Gefühl, dass irgendwo eine Länge aufkommt, es geht Schlag auf Schlag innerhalb weniger Seiten. Dass die Story jetzt nicht unbedingt frei von allen Logiklücken ist, dass es etwas schwierig ist, hineinzukommen und dass sich Freunde des Cthullu-Mythos wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen werden, lassen wir mal außen vor. Hohlbein nimmt sich selbst nicht immer ernst und das sollten wir auch nicht tun. Ich hatte sehr viel Spaß mit dem ersten Band des Hexers und freue mich auf die weiteren Bände, in denen es dann auch tatsächlich um den Sohn, Robert Craven gehen soll, dessen Vorgeschichte hier ja erzählt wird. Kompliment an den Verlag und an Hohlbein selbst, der es schafft, die Reihe hier sehr cool anzuteasen. Ladet euch das e-Book runter, es kostet nichts! Ich gebe dafür gerne mal 4/5 Sternen.

Danke an den Lübbe-Verlag für das Bereitstellen der Grafik. Im Rahmen des Blogprojekts “Der Hexer” erscheint wöchentlich eine Kurzrezension aus dieser Heftromanserie.

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