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#dbp18: Jahre später – Angelika Klüssendorf

Ich glaube, das hier ist der kürzeste Roman der gesamten Longlist, kaum 170 Seiten stark ist das Bändchen.

Die Autorin: Klüssendorf ist gelernte Zootechnikern, war mit Frank Schirrmacher – die Figur des Romans soll an ihn angelehnt sein – verheiratet und schreibt seit einigen Jahrzehnten. Die beiden Vorgängerbände standen beide auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises, sie gewann auch schon andere Preise – ist also keine Newcomerin mehr.

Das Buch: Es ist das dritte Buch einer Reihe, erst ging es um das Erwachsenwerden, dann um die Auseinandersetzung mit der Kindheit und nun um eine ungleiche Ehe, immer mit der gleichen Protagonistin. Hier in der Leseprobe lernt sie einen Mann kennen, die Kritiken sagen, es sehr autobiographisch an den ersten Ehemann der Autorin angelehnt.

Die Sprache: Sehr ästhetisch und weich, rund. Die Erzählinstanz ist personal, sehr nah an der Protagonistin dran, dennoch kein Ich-Erzähler. Viele Innenwelten und Teil-Rückblenden immer wieder und insgesamt einfach sehr schön geschrieben. Gleichzeitig wirkt es alles ein wenig düster, runtergekommen. Durchaus einen Blick wert.

Meine Einschätzung: Wir wissen inzwischen, dass dieser dritte Roman es nicht auf die Shortlist geschafft hat – und ich kann es auch verstehen. Es spielt wohl wieder eine Deutsch-Deutsche-Geschichte eine Rolle, es ist ein Roman über eine Frau und ihre Ehe und es ist wieder autobiographisch angehaucht. Ich fand es zwar durchaus ganz interessant und würde das Buch vielleicht auch lesen – gerade weil es nicht so lang ist – aber ich bin tatsächlich auch nicht übermäßig interessiert.

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