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Blogprojekt: Die Serapionsbrüder

Nachdem dieser Sonntag nun über 1,5 Jahre stets mit einem neuen Text aus dem reichhaltigen Output Wolfgang Hohlbeins gefüllt wurde, wird es nun mal Zeit für ein neues Leseprojekt, mit dem ich diesen Sonntag gestalten möchte. Und hier ist nun das neue Projekt:

E.T.A Hoffmanns Serapions-Brüder

Dass ich mich mit Hoffmann beschäftige, kommt nicht von ungefähr. Ihr habt sicherlich bemerkt, dass es in meinem Blog seit dem Beginn meines Studiums vor einem Jahr immer mal wieder um Bücher geht, die ich ausgehend von der Uni oder gar für die Uni lese. Klar, ich rezensiere jetzt hier kein Lehrbuch für Vergleichende Politikwissenschaft, aber wenn ich ein passendes Sachbuch lese oder mich im Germanistikanteil meines Studiums mit irgendwelchen Lektüren beschäftige, taucht das schon auf meinem Blog auf. Mit diesem Leseprojekt wird die Verschränkung noch ein bisschen enger, denn tatsächlich besuche ich in diesem Semester ein Seminar zu genau diesem Werk.

Doch ich werde in diesem Projekt ganz bestimmt nicht anfangen, irgendwie literaturwissenschaftlich zu arbeiten oder den Inhalt unseres Seminars wiederzugeben. Vielmehr möchte ich euch – jeden Sonntag – die Erzählungen im Werk vorstellen, ein bisschen davon erzählen, wie ich darüber denke und vielleicht auch über einzelne Motive sprechen, die immer wieder vorkommen – und natürlich werde ich auch auf die Gespräche zwischen den Erzählungen eingehen. Einzig Sterne-Wertungen wird es in diesem Projekt nicht geben. Die Erzählungen sind mitunter keine 20 Seiten stark und da finde ich es schwierig, nach so kurzer Zeit zu einer halbwegs logischen Einschätzung zu kommen.

Warum passt Hoffmann auf meinen Blog? Euch ist sicherlich nicht entgangen, dass es hier auf meinem Blog vermehrt um Fantasy, Science-Fiction, Horror – eben um jene Genres geht, die mit dem Begriff ‚Phantastik‘ umschrieben werden können. Und Hoffmann gilt nicht nur wegen seines Sandmanns – den ich auch schon besprochen habe – als einer der Gründerväter der phantastischen Literatur gilt. Ich kann zu dem Zeitpunkt noch gar nicht zu viel verraten, aber wir werden im Laufe dieses Leseprojekts immer wieder auf Motive stoßen, die die heutige Fantasyliteratur entscheidend prägen. Genau aus diesem Grund möchte ich euch gerne daran teilhaben lassen: Ich finde es spannend, zu schauen, wo die Motive und Genres, die wir heute so selbstverständlich im Buchladen finden, ihren Ursprung haben und wie sie dazu wurden, wie wir sie kennen.

Los geht es bereits nächste Woche mit der ersten Geschichte. Im Folgenden werden wir dann gemeinsam diese ~1200 Seiten durchgehen und uns insgesamt 28 Geschichten anschauen:

  1. Der Einsiedler Serapion
  2. Rat Krespel
  3. Die Fermate
  4. Der Dichter und der Komponist
  5. Ein Fragment aus dem Leben dreier Freunde
  6. Der Artushof
  7. Die Bergwerke zu Falun
  8. Nußknacker und Mausekönig
  9. Magnetismus
  10. Der Kampf der Sänger
  11. Eine Spukgeschichte
  12. Die Automate
  13. Doge und Dogaresse
  14. Alte und Neue Kirchenmusik
  15. Meister Matin, der Küfner und seine Gesellen
  16. Das fremde Kind
  17. Nachrichten aus dem Leben eines bekannten Mannes
  18. Die Brautwahl
  19. Der unheimliche Gast
  20. Das Fräulein von Scuderi
  21. Spielerglück
  22. Der Baron von B.
  23. Signora Formica
  24. Erscheinungen
  25. Der Zusammenhang der Dinge
  26. Vampirismus
  27. (Die Ästhetische Teegesellschaft)
  28. Die Königsbraut

Auf die Form des Gesamtwerkes und die Rahmenhandlung zwischen den Geschichten werde ich dann gleich nächste und übernächste Woche in den ersten beiden Geschichten zu sprechen kommen. Die jeweiligen Geschichten werde ich dann immer in diesem Post verlinken.

In diesem Sinne – bis zur nächsten Woche. Ich hoffe, ihr seid genauso gespannt, wie ich.

Euer Flo

 

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