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Montagsfrage vom 12.03.2018

Guten Morgen zusammen und Herzlich WIllkommen zur heutigen Montagsfrage!

Gibt es ein Buch, das länger als 1 Jahr auf deinem SuB liegt und was hält dich ab, willst du es noch lesen?

Eins? Ich habe mal in meiner allmächtigen Excel-Liste nachgeschaut: Von den 109 Titeln, die aktuell auf meinem SuB liegen, sind 88 Bücher länger als ein Jahr auf meinem SuB, der Rekord für die längste SuB-Dauer liegt bei 6 Jahren und 2 Monaten. Das ist der Game of Thrones Schuber. 4.000 Seiten englische Fantasy, die ich mal lesen wollte, seitdem aber nicht angerührt habe. Ich weiß nicht, ob ich das nochmal irgendwann lesen werde, aber damit ist der Schuber auch eines der wenigen Titel, bei denen ich mir wirklich unsicher bin. Bei vielen Büchern, die so im Laufe des Jahres 2013/2014 auf meinen SuB kamen, kam ich schlichtweg nicht dazu, sie zu lesen, es sind häufig recht lange Bücher (King – Es / Ken Follet – Sturz der Titanen), manchmal sind es Reihen, Fortsetzungen von Reihen, es sind noch die Reste einer großen Klassiker-Bestellung aus dem Jahr 2015, ja. Im Prinzip kann man – es sind ja auch irgendwie 80% meines SuBs – meinen SuB ganz gut beschreiben, wenn man die Liste kennt. Es ist eine super abwechslungsreiche AUswahl und ziemlich egal, worauf ich jetzt Lust zu lesen habe, kann ich mich auf diesem SuB ziemlich gut bedienen. Und das ist auch etwas schönes (wobei ich ihn durchaus gerne etwas dezimiert sehen würde).

In diesem SInne wünsche ich euch eine gute Woche. Nachdem letzte Woche hier mal wieder einiges ausfiel, geht es dafür diese Woche mit zwei neuen Posts weiter, die auch schon geschrieben und geplant sind. Schaut also gerne mal vorbei!

Bis dahin!

 

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Montagsfrage vom 05.03.2018

Hallo zusammen!

Aus privaten Gründen kommt die Montagsfrage in dieser Woche zwar deutlich zu spät, aber ich wollte sie dennoch posten, einfach weil das Thema ziemlich gut zu mir passt.

Wie gehst du als Buchblogger mit Ideenlosigkeit oder Phasen in denen du nicht liest um?

Willkommen in meiner Welt! Ich lese ja in der letzten Zeit deutlich weniger als ich eigentlich verbloggen wollen würde. Ich hatte ja früher mal das Ziel, vier Blogposts jede Woche zu publizieren und auch, wenn ich mein Ziel inzwischen auf 2,5 pro Woche heruntergefahren habe, wovon einer schon die Montagsfrage ist, hieße das, ich müsste im Schnitt sechs Bücher im Monat lesen. Das ist in meiner aktuellen Lebenssituation absolut unrealistisch und so muss ich mir behelfen, um diesen Blog zu füllen. Das mache ich eben mit kürzeren Texten, die ich bespreche, aktuell beispielweise mit Agatha-Christie-Kurzgeschichten und Heftromanen, zusätzlich poste ich die meine Monatsliste und spreche über Neuzugänge, sodass ich theoretisch mit diesem Blogpensum auch bei einer geringeren Lesemenge einen ordentlichen Content liefern kann. Dass das nicht immer so reibungslos klappt, könnt ihr in diesem Blog immer wieder beobachten. Aber ich muss zugeben, es erfüllt mich schon ein wenig mit Stolz, in diesem Jahr, dem sechsten Jahr des Bestehens nun bald den tausendsten Beitrag hier zu veröffentlichen. Und ich gebe alles, damit ich in einigen Jahren auch noch das zehnte Jubiläum feiern kann!

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Restwoche – wir lesen uns zur nächsten Montagsfrage wieder.

Bis dahin!

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Monatsliste vom Februar 2018

Keine Neuzugänge und immerhin ein SuB-Abbau von 1 heißt, dass ich meinem Ziel vom zweistelligen SuB am Ende des Jahres näher komme. Zumindest minimal. Denn so wirklich viel weiter bin ich im Februar nicht gekommen. Kaum über 300 Seiten gelesen – das ist wirklich nicht viel. Immer noch komme ich im regulären Tagesablauf kaum dazu, ein paar Seiten zu lesen. Aber das nächste Buch ist schon angefangen und zumindest halb durchgelesen habe ich es jetzt auch schon. Daher sollten nächsten Monat eigentlich mal wieder zumindest zwei Bücher hier auf der Liste stehen. Was sonst noch an Romanheften oder ähnlichem dazukommt, sehen wir dann Ende des nächsten Monats. Hier jedenfalls erstmal die (etwas mauen) Zahlen des Februars. Aber der Februar ist auch kein schöner Monat.

Gelesen:

Oculus: Am Ende der Zeit – Wolfgang Hohlbein (3,5/5 Sternen, 302 Seiten)
Rolf Torring #1: Das Gespenst im Urwald (ohne Wertung, 53 Seiten)

Gelesen (Deutsch): 355 Seiten, 12,67 Seiten pro Tag
Gelesen (Englisch): 0 Seiten, 0 Seiten pro Tag
Gelesen (gesamt): 355 Seiten, 12,67 Seiten pro Tag

End-Sub-Stand: 109 (-1)

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Montagsfrage vom 26.02.2018

Guten Morgen zusammen und herzlich Willkommen zur heutigen Montagsfrage!

Wie heißt das Non-Fiktion-Buch, das du zuletzt gelesen hast oder als nächstes lesen willst?

Uff. Für die Uni lese ich jede Menge Non-Fiction, wenn auch meistens keine gesamten Bücher, sondern nur einzelne Aufsätze, Abschnitte oder Kapitel. Auf meiner Nonfiction-Liste stehen aber noch zwei Bücher, die ich ohne konkreten Unibezug gekauft habe und auch gerne ‚einfach so‘ lesen würde – wobei mir da im Moment ein bisschen die Motivation fehlt. Diese sind:

The Spirit Level – Richard Wilkinson: Der Autor stellt die These auf – und belegt sie eindrucksvoll mit zahlreichen Daten – dass viele Faktoren eines ‚guten Lebens‘, wie persönliches Glück, Kriminalitätsrate, Lebenserwartung, Krankheiten nicht mit dem durchschnittlichen Haushaltseinkommen eines Landes korrelieren, sondern mit der Einkommensverteilung innerhalb eines Landes.

Die komplexe Republik – Marcus Höreth: Höreth identifiziert fünf Strukturprinzipien des politischen Systems Deutschlands und erläutert in diesem Ansatz, wie die Wechselwirkungen und Aushandlungen dieser Prinzipien zu dem Staat, wie wir ihn bewohnen, führen. Es ist ein neuer Ansatz, das politische System zu betrachten.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Woche!

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Heftromane Gestern (01): Das Gespenst im Urwald (Rolf Torring)

Wir reisen zurück ins Jahr 1930. Als die NSDAP noch eine aufsteigende Oppositionspartei war und sich Deutschland von der Inflation erholt hatte, aber schon eine gewisse Unsicherheit in der Weimarer Republik zu spüren war, erschien beim Berliner Verlagshaus für Volksliteratur und Kunst ein Romanheft mit dem Namen „Das Gespenst im Urwald“, geschrieben von einem Hans Warren, offenkundig ein Sammelpseudonym, vermutlich steckt hinter den ersten Bänden ein gewisser Wilhelm Reinhard. Dies war der Auftakt der Rolf Torring Reihe, die sich auf über 400 Hefte erstreckt, nach dem zweiten Weltkrieg nachgedruckt wurden, mehrmals umgearbeitet und schließlich in den Sechzigern auch auf die Leinwand umgesetzt wurde. Es gilt als eine der wichtigsten Heftromanreihen der Weimarer Republik.

Meine Ausgabe stammt vom Wibra-Verlag, dessen Gründer Winfried Brand leider vor einiger Zeit verstorben ist. Nach und nach wurden alle Hefte depubliziert, sodass die Hefte inzwischen kaum noch zu bekommen sind. Sie entstammen daher der Vorkriegsausgabe, wurden aber „behutsam“ modernisiert, was immer das heißen mag.

Kommen wir schließlich zum Inhalt. Rolf Torring und sein Begleiter Hans – der Ich-Erzähler – sind auf der Insel Sumatra, im heutigen Indonesien unterwegs und suchen nach dem schwarzen Panther. Sie finden einen, jedoch zeitgleich auch einen Menschen, der einem großen Affen zu ähneln scheint. Sie nehmen das Pantherfell mit in ihren Gasthof und erfahren dort, dass dieser Riese dort häufiger auftaucht und in einem Zusammenhang zu dem Auftauchen eines Chinesen steht. Dem wurde ein Koffer gestohlen, parallel wird eine junge Frau im Urwald vermisst. Beim Auflauern auf den Chinesen, der es auf einmal auf Rolf abgesehen hat, erfahren die beiden, dass der Riese durchaus ein Pidgin-Deutsch spricht und auf ihrer Seite zu sein scheint. Als sie dann erneut aufbrechen, um das Mädchen, das er vor dem Chinesen, der sie töten wollte, gerettet hat, zu besuchen und wieder zurückzubringen, ereignet sich ein Vulkanausbruch. Rolf und Hans werden jedoch von dem Riesen gerettet.

Mit einem Cliffhanger endet dieses Heftchen – was schon ein großer Unterschied zu den heutigen Heftchen ist – im nächsten Band soll es wohl genau an der Stelle weitergehen. Der zweite große Unterschied ist offensichtlich und dem Zeitgeist geschuldet: Dieses Heftchen ist enorm imperialistisch. Der Riese, offenbar ein Indigener, wird einem Tier gleich dargestellt, Volksgruppen werden unbehelligt mit bestimmten Eigenschaften verbunden „So sind die Chinesen“ halt, man spricht ungeniert von Negern und dass der Urwald etwa nicht den Kolonialherren gehören könnte, wird auch nicht thematisiert.

Ich will das Heftchen deswegen gar nicht verurteilen, spiegelt es doch den Zeitgeist der 1930er gut wieder. Es sind Hefte, die für das Volk geschrieben sind, die eben auch das Register und die Gedanken der Nicht-Intellektuellen der Zeit aufgreifen. Insofern ist das auch durchaus verständlich, dass die Hefte so geschrieben sind, es wirkt eben aus heutiger Sicht einfach sehr bizarr und fremd – ein bisschen wie das unsägliche „Girls“ für alle Frauen, die dem Protagonisten hinterherschauenswert erscheinen, ihr erinnert euch an die Jerry Cotton Hefte aus den 70er Jahren.

Ich kann für dieses Heftchen keine Wertung aussprechen. Es ist sicherlich recht unterhaltsam, es ist eben eine Abenteuergeschichte aus dem frühen 20. Jahrhundert. Im Gegensatz zu der Hochliteratur dieser Zeit ist es aber ein interessanter Einblick zu sehen, wie die Massenliteratur zu dieser Zeit aussah – es überlebt ja ansonsten häufig nur das vom Feuilleton gelobte.

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Easy Money – Wolfgang Hohlbein

Und schon wieder gibt es Hohlbein auf diesem Blog zu lesen. Ich muss ja wie ein frenetischer Sammler jedes Einkaufszettels dieses Autors wirken – nun, ich lese seine Geschichten nun mal ziemlich gerne. Die folgende Geschichte hätte ich aber eigentlich nicht gekauft. Doch dann wollte ich bei einem großen Händler, der auch eBooks verkauft, etwas bestellen, unter 20€ kostet der Versand 5€ und meine Bestellung kostete 19,90€. So packte ich dieses 0,99€-eBook in den Warenkorb und sparte netto knapp 4€ und bekam eine Kurzgeschichte.

Die Betonung liegt auf ‚Kurz‘-Geschichte, denn das eBook wird mir mit einer Seitenzahl von 37 Seiten auf dem Reader angezeigt. Ab Seite 27 beginnt die Leseprobe zum Roman Mörderhotel, der eigentliche Text beginnt auf Seite 6, insofern bleiben noch gut 20 Seiten für die eigentliche Geschichte. Worum geht es nun? Im Buch Mörderhotel geht es um Herman Webster Mudgett, der ein Hotel des Schreckens betreibt, in dem er Leute auf grausame Art und Weise ermordet. Easy Money erzählt die Geschichte eines Versicherungsvertreters, der einen Termin mit Mudgett hat, weil er eine Lebensversicherung abschließen will. Er bittet den Vertreter zur Probe, einmal das Formular auf seinen Namen auszufüllen, damit er weiß, wie es geht. Nun, der Kunde ist König und die Provision von dem Abschluss kann er sehr gut gebrauchen, also macht er alles, was Mudgett sagt. Auch eine Führung durch das Hotel lehnt er nicht ab. Bei dieser Führung wird er jedoch in eine Falle gelockt und wird nun gezwungen, die Lebensversicherung auf seinen Namen abzuschließen, um Mudgett einen Versicherungsbetrug zu ermöglichen – nachdem er ihn natürlich umgebracht hat.

Was ist von der Geschichte zu halten? Ich bin unschlüssig. Wenn man ‚Mörderhotel‘ schon gelesen hat, ist es eine hübsche kleine Erzählung, die nichts mit der Haupthandlung zu tun hat, aber dennoch diesem Universum noch einen Fall hinzufügt. Wenn man die Geschichte noch nicht kennt – und die Leseprobe deutet an, dass das sozusagen eine Vorab-Promo für den Roman war, dann kann man es als eine Vorausdeutung auf den Roman sehen, aber möglicherweise erfährt man doch schon ein bisschen zu viel über den Roman.

Insgesamt ist es eigentlich eine recht nette Geschichte, die man auch durchaus mal lesen kann – wäre da nicht der Preis. Klar, 0,99€ ist nicht viel, da denkt man auch nicht allzu viel darüber nach. Aber es ist für netto 20 Seiten Text schon eine ganze Menge. Aktuelle Heftromane kosten 1,49€ für 65 Textseiten. Und wenn es ohnehin als Werbemaßnahme gedacht war, warum stellt man es dann nicht umsonst ein?

Insgesamt also eine hübsche Geschichte, wer sich unsicher ist, ob einem der Stil des Buches gefällt, kann die 0,99€ durchaus mal investieren, ansonsten würde ich aber sagen, dass Nicht-Hohlbein-Enthusiasten die Geschichte nicht brauchen und sie sich sparen können – immerhin habe ich auch mehrere Jahre gewartet, bis der Zufall sie mir in die Hand gespielt hat. Oder – und das habe ich leider erst nach dem Kauf erfahren: Hört mal in das Hörbuch rein, das gibt es kostenlos über Spotify. Ich verbleibe jedoch erstmal nur mit 3/5 Sternen.

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Montagsfrage vom 19.02.2018

Guten Abend zusammen und Herzlich WIllkommen zur heutigen Montagsfrage:

Wenn die Welt untergehen würde und du ins All oder auf einen anderen Planeten entkommen könntest, welche 3 Bücher/Reihen würdest du retten, damit sie kommenden Generationen erhalten bleiben?

Ich habe lange gegrübelt. Mir war von Anfang an klar, dass ich keine klassische Belletristik nehmen will, weil ich etwas mitnehmen will, was die Zeiten überdauert, was ein moralisches Fundament einer neuen Zivilisation sein könnte oder was eben einfach… weise? Allumfassend? Repräsentativ? ist. Sozusagen die Voyager Golden Record zwischen sechs Buchdeckeln. Aber ich kann mich nicht entscheiden. Hier mal drei Varianten

Variante 1: 
1. Die Bibel
2. Der Koran
3. Die dreizehn Klassiker des Konfuzianismus

Variante 2:
1. Der Gilgamesch-Epos (Babylonien, ca. 24 Jhd. v. Chr.)
2. Die altägytpische Totenbuchliteratur (ca. 15 Jhd. v. Chr., Ägypten)
3. Die homerschen Epen (ca. 10. Jhd. v. Chr., Griechenland)

Variante 3:
1. Platons‘ Politeia
2. Aristoteles‘ Nikomachische Ethik
3. Descartes‘ Meditationes

Das angenehme wäre, dass ich dann auch noch etwas zu lesen hätte, denn tatsächlich habe ich von kurzen Auszügen abgesehen, noch nichts davon gelesen. Irgendwie fehlt mir auch noch die Nibelungensage in der Liste. Insofern verbleibe ich so unentschlossen und wünsche euch eine gute Woche!

 

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Hanni und Nanni kommen groß raus (#21)

Auch bei diesem Band steht im Impressum „Text: Pamela Cox“. Wie wir aus dem letzten Band wissen, heißt das, dass dieses Buch eine Übersetzung aus dem englischen ist, im Original heißt er „Sixth Form at St. Clare’s“ und stammt von ebenjener Pamela Cox, die in den frühen 2000ern – also immerhin über 60 Jahre nach den Originalbänden von Enid Blyton – diese Bände schrieb, um die Lücken der dritten und sechsten Klasse aufzufüllen. Ein dritter von ihr geschriebener Band ist wohl bis dato unübersetzt. Doch kommen wir zum Buch:

Mal wieder geht es in die sechste Klasse für die Mädels aus Lindenhof und Hanni und Nanni sind Schulsprecherinnen geworden. Im Zug begegnen sie einer ziemlich verpeilten Erstklässlerin, die den Weg zu ihrem Abteil mehrmals nicht findet. In der Schule begegnen sie Fizz, einer neuen Schülerin und Patrizia, die die sechste Klasse wiederholen muss und die niemand leiden kann. Außerdem kommt Maja hinzu, die überhaupt keine Lust auf das Internat hat und so schnell wie möglich wegwill.

Die Schülerinnen der sechsten Klasse sollen in diesem Schuljahr die Lehrerinnen unterstützen und eine Sprechstunde für die Jüngeren anbieten, damit sie diesen mit Rat und Tat zur Seite sehen können. Im Laufe des Bandes machen alle Neuen eine Entwicklung durch. Die verpeilte Erstklässlerin entpuppt sich als zwei Mädchen, Zwillinge, die scheinbar grundlos, weil es Spaß macht, alle hereinlegen wollten. Maja wird mit Carlottas Hilfe geläutert und fügt sich gut in das Internatsleben ein. Der Hauptaspekt der Geschichte ist jedoch die Sprechstunde und die damit verbundenen Sorgen besonders einer Erstklässlerin, Sarah. Sarahs Vater sitzt wegen eines Verdachtes auf Betrug im Gefängnis, das weiß Patrizia, die sie damit erpresst – unter anderem die Geheimnisse der ersten Klasse an sie zu verraten. Weil Patrizia auch in den Sprechstunden schon Geheimnisse ausgeplaudert wird und die Sprechstunde von den Erstklässlern anschließend boykottiert wird, droht die Situation zu eskalieren. Auftritt von Hanni und Nanni, die zuerst den Erstklässlern einen Tipp geben, Patrizia zu überlisten, schließlich auch Sarah wieder den Rückhalt in ihrer Klasse verschaffen und die Kraft, sich von Patrizia zu lösen. Mit einer Abschiedsfeier für Marianne, die mitten im letzten Schuljahr Lindenhof verlässt und der Enthüllung der wahren Natur von Fizz, endet dieser Band.

Hatte ich für den letzten Band noch einige lobende Worte übrig, so ist es bei diesem Band wieder etwas schlechter. Ich finde es nicht so katastrophal wie in den Bänden davor, aber dennoch sind hier einige sehr seltsame Stellen vorhanden. Viele Charakterwandel sind scheinbar noch gar nicht passiert, viele bekannte Gesichter, die Lindenhof nicht wieder verlassen haben, fehlen einfach. Warum Marianne einfach Lindenhof verlässt, bleibt im Dunklen. Warum die Zwillinge dieses Versteckspiel spielen – das nichts zur Handlung beiträgt und kein Ziel der Zwillinge verfolgt – wird auch nicht benannt.

Dafür finde ich die Grundidee der Handlung eigentlich ganz schön. Einen Vertrauensbruch der Älteren darzustellen, die Sprechstunden als neues Element, den älteren Mädchen Verantwortung zukommen zu lassen und schließlich Hanni und Nanni als diejenigen zu berufen, die die Situation retten und ihrer Rolle als Schülersprecherinnen damit auch wirklich gerecht werden, hat mir gut gefallen – zumindest hatten die beiden mal ein wenig zu tun. Die Ideen, wie Hanni und Nanni die Situation retten sind altbewährt, einmal wurde ein Mitternachtsfest vorverlegt, einmal wurden andere Mädchen gebeten, sich Sarah anzunehmen. Insofern kann man nicht behaupten, dass hier wirklich neue Ideen vorhanden sind, sie sind lediglich mit anderem Personal quasi neu kompiliert worden. Dagegen ist auch eigentlich nichts zu sagen, es ist lediglich etwas uninspiriert. Andererseits ist es auch hübsch, dass überhaupt mal Bezug auf andere Bänder genommen wird – schlussendlich: Ich bin unentschlossen, wie ich das finden soll. Ich gebe dem Band mal 2,5/5 Sternen. Zwar eine Spur schwächer als der letzte Band aber nach den Bänden davor bin ich lieber mal ein bisschen großzügiger. Die beiden Bände von Pamela Cox sind nämlich inzwischen gelesen.

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Montagsfrage vom 13.02.2018

Hallo zusammen und Herzlich Willkommen zur Montagsfrage (heute erst am Dienstag),

Wenn du Romantik in Büchern magst, was sind für dich absolute No-Gos bei einer Liebesgeschichte?

Ich bin ja generell nicht so der größte Romantik-Fan, verstehe aber, wenn es zu einer Geschichte dazugehört. Was ich dann aber nicht wirklich mag, sind explizite und ausschweifende Sexdarstellungen. Ich finde es einfach unpassend, wenn dann – zumeist in einem Fantasyroman seitenlange der Akt beschrieben wird oder wenn dann im Krimi die Figuren alle drei Seiten im Bett landen. Außerdem mag ich es nicht, wenn es zu vulgär ist – klar, wenn das ganze Buch so geschrieben ist, passt das, aber es macht auch einfach die Sprachkohärenz im Buch kaputt, wenn dann dort sehr vulgär geschrieben wird.

Ansonsten wünsche ich euch eine schöne Woche, in der zwei Beiträge auf euch warten und verbleibe

Bis dahin!

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Oculus: Im Auge des Sturms – Wolfgang Hohlbein

2016 erschient der zweitausendste eigenständige John Sinclair Roman (frühere Bände erschienen beispielsweise in der Gespenster-Krimi Reihe)! Das wurde gebührend gefeiert, es gab eine eigene Convention und für das Jahr 2017 wurden einige Romane mit John Sinclair angekündigt. Unter anderem von und mit Mark Benecke und von Wolfgang Hohlbein. Letzterer schrieb gar einen Zweiteiler, dessen Bände im September und November 2017 erschienen. Im Auge des Sturms ist der erste dieser Bände.

Das komplexe an diesem Roman ist, dass drei Handlungen parallel ablaufen. Die erste Handlung, mit der alles beginnt, spielt in der Zukunft. Ein Mensch ohne Erinnerungen, der sich als John Sinclair offenbart, wird von mysteriösen, alptraumhaften Tentakelwesen angegriffen und von einem riesigen Luftschiff aufgegriffen, schließlich in einen Berg in den Himalaya gebracht, um dort zu erfahren, dass er erweckt wurde, um die Welt zu retten.

Handlung 2 spielt ungefähr jetzt. In einem unterirdischen Labor, das etwas an Resident Evil erinnert, gefangen gehalten, wird Sinclair untersucht, als er jedoch erwacht, will er seine Freunde töten. Er verschwindet und zurück bleiben seine Freunde, verletzt, das Personal und einige Todesengel, die gegen eine schwarze Macht aus der Tiefe kämpfen. Nach oben katapultiert, scheint die ganze Stadt in Schutt und Ascht zu liegen, Tentakelmonster zerstören alles, was sich bewegt. Sinclairs Freunde versuchen zu fliehen.

Handlung 3 spielt um 1830. Einige Jahre, nachdem Robert Craven die Großen Alten besiegt hat, kümmert er sich um seinen Freund Howard, der unter die Schriftsteller gegangen ist. Eines Tages, kurz vor seinem Tod, hat er eine Vision und schickt Robert und Rowlf nach London, um dort das Baby John Sinclair zu retten und um aus Roberts ehemaligen Anwesen den Stockdegen und das Necronomicon zu holen, um damit zu Roberts Grab zu gehen. Wie auch immer das zeitlich zusammenpasst, verrät Rowlf nicht.

Ich fand das Buch aus verschiedensten Gründen großartig. Zunächst mal gibt es einen Auftritt von Robert Craven. Genau der, der Hexer von Salem, tritt hier auf und hat sogar eine ziemlich tragende Rolle! Es war für mich eine tolle Überraschung, ‚wie früher‘ mit Robert durch London zu ziehen und ihn mit seinem Stockdegen gegen die Shoggoten kämpfen zu lassen. Schließlich spielt das alles auch im Universum des Robert Craven. Die Tentakelwesen sind nichts anderes als die Großen Alten, die irgendwie zurückgekehrt sind und ich inzwischen mit wenigen Ausnahmen den ganzen Planeten – beziehungsweise sehr viele Planeten – Untertan gemacht haben, wie wir aus der Zukunft wissen. Und natürlich bin ich als alte Hohlbein-Fan auch Freund dieser seltsamen Welt voller Shoggoten und Großen Alten. Zum Handlungsverlauf selbst kann ich allerdings noch nichts sagen – einfach mangels abgeschlossener Handlung

Ein Problem des Buches ist technischer Natur. Zwar wird es als Einzelband verkauft, de facto ist es aber ein Zweiteiler. Band 1 endet mitten im Nichts, mitten in der Handlung – es ergibt einfach keinen Sinn, das Buch dort zu trennen. Man hätte auch einfach ein Buch draus machen können, das hätte dann zwar 600 Seiten umfasst und vielleicht hätte man es auch für 12 statt für 2×10€ verkaufen können, das wäre auch den Lesern gegenüber nett gewesen. Das Argument, man könne den Heftromanlesern keine 600 Seiten zumuten, lasse ich aber einfach mal nicht gelten, der Benecke-Roman hat auch weit über 400. Vermutlich wollte man dort einfach zwei Bücher statt nur eines verkaufen und es sei ihnen ja auch gegönnt. Wobei ich dann für 20€ eigentlich lieber ein hübsches Hardcover statt zwei Taschenbücher gehabt hätte.

Wie dem auch sei, wer die Hexer-Bücher mochte, wer sich für John Sinclair interessiert und keine allzu große Abneigung gegen Tentakelmonster hat, wird mit diesem Buch jede Menge Freude haben. Ich hatte es und ich glaube, das ist das erste Mal, aber ich vergebe volle 5/5 Sternen für einen zwar wie immer viel zu actionlastigen, aber ansonsten großartigen Hohlbein. Hatte ich das Spiel mit den verschiedenen Zeitlinien erwähnt?