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Sommer 1927 – Bill Bryson

Bill Bryson schreibt viele verschiedene Bücher. Populärwissenschaftliche Titel habe ich schon gelesen, jede Menge Reiseromane und gerüchteweise gibt es auch noch Bücher über Sprache und Literatur von ihm. Ich lese ja grundsätzlich alles, was ich von Bryson in die Finger bekomme – gut, dieses Mal habe ich das Buch gehört, was aber der Tatsache, dass ich die Bücher Brysons stets mit Genuss lese, keinen Abbruch tut. Ich muss zugeben, ich wusste jedoch bei diesem Buch nicht so wirklich, in welche Kategorie ich es einordnen sollte. Es ist eine Art Reise, jedoch in der Zeit zurück. Populärwissenschaft ist es auch nicht, am ehesten so eine Art Sammelbiografie oder Geschichtsbuch.

Also, worum geht es? Um den Sommer 1927 eben. Doofe Frage. Dieser Sommer wird chronologisch erzählt, setzt aber immer wieder thematische Schwerpunkte. Wir befinden uns in den USA in einem historischen Sommer, in dem einige Ereignisse passieren, die die spätere Entwicklung in den USA und weltweit prägen – dabei ist das Geschehen nicht streng auf den Sommer beschränkt, Handlungsstränge werden schon abgeschlossen, aber sie beziehen sich alle auf den Sommer. Thematisch geht es schwerpunktmäßig um den Atlantikflug von Charles Lindbergh, die große Flut um den Mississippi, die Baseball-Saison mit Babe Ruth und dem Erfolg der New York Yankees, es geht um die Präsidentschaft Coolidges, das neue Model A von Ford und dessen Versuche, Kautschukdörfer in Südamerika zu errichten, die Wirtschaftskrise, die Prohibition, um Anarchisten und deren Exekution, um die Erfindung des Fernsehens und um große Kinos, die dann auf die Entwicklung des Tonfilms reagierten. Weitere Themen wie Charles Ponzis seltsames Gewerbe und die Geschicke der Van Sweringen Brüder werden angerissen, die Hitzewelle in diesem Sommer ist ein Thema und zu allen diesen Ereignissen werden auch noch Hintergründe geliefert.

Dabei sind die Ereignisse alle lose miteinander verbunden, das Buch ist verschiedene Abschnitte gruppiert, die jeweils einen Monat umfassen – und alles, was dann in diesem Monat besonders relevant wird, ist dort ausführlicher beschrieben. Der Stil ist ziemlich schwierig zu beschreiben und auch nicht ganz einfach zu erfassen, aber nach einigen Kapiteln hat man den Dreh raus und kann der Geschichte ganz gut folgen – denn irgendwie hängen dann doch ziemlich viele Ereignisse in irgendeiner Form zusammen, auch wenn dieser Zusammenhang sich nicht sofort erschließt.

Ich muss sagen, ich hatte viel Spaß bei der Lektüre dieses Buches. Das liegt vor allem daran, dass ich mich mit den USA in kultureller Hinsicht nahezu gar nicht auskannte, die angesprochenen Personen waren mir zwar teilweise vage bekannt, aber es fühlte sich für mich an wie eine neue Welt, in die ich durch dieses Buch eintauche. Selten liest man solche Berichte über die Zwanziger, zumindest in meiner Wahrnehmung habe ich die Zwanziger nie so voller kultureller Revolutionen gesehen. Bryson schafft es mal wieder – auch wenn hier natürlich wie in den populärwissenschaftlichen Büchern schon die Selbstironie, die Bryson in seinen Reiseberichten an den Tag legt, etwas zu kurz kommt – gut zu unterhalten und dabei vor allem auch so viel Informatives zu erzählen, das über das normale Wikipedia-Wissen hinausgeht. Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich die amerikanische Gesellschaft nach der Lektüre verstehe, aber es hat mir auf jeden Fall eine neue Perspektive eröffnet und mich dennoch eigentlich nie gelangweilt. Obwohl ich mit Baseball nichts anfangen kann – was auch daran liegt, dass ich das Spiel nicht verstehe – war ich von den Geschichten über Babe Ruth niemals gelangweilt. Und das ist für ein über 600 Seiten Buch ohne echte Handlung schon eine gewaltige Leistung. Noch mehr auch – ich kann mir nach der Lektüre des Buches auch vorstellen, noch mal ähnliche Bücher über Kulturgeschichte zu lesen, obwohl ich nicht unbedingt als großer Sachbuchfan bekannt bin. Vielleicht sollte ich mir Sachbuchfresser.de auch noch registrieren?

Ich verbleibe für dieses Buch jetzt aber mal mit 4,5/5 Sternen, einen kleinen Abzug dafür, dass es mir als nicht-Amerikaner doch öfters mal schwer fiel, alles richtig einzuordnen, gerade geographische und sportliche Begriffe hätten für meine Begriffe noch etwas mehr erklärt werden können – wobei es durchaus auch für Nichtkenner gut zu lesen ist. In jedem Fall ein interessantes Buch – das zudem noch so nett ist, im Anhang ausführlich zu erklären, wie die ganzen angefangenen Handlungsstränge dann nach dem Sommer 1927 weitergingen.

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Aus dem Leben eines Taugenichts – Joseph von Eichendorff

Nachdem ich ja von dem letzten Werk Eichendorffs nicht so wahnsinnig überzeugt war, schauen wir uns heute eines seiner Hauptwerke an – der Taugenichts ist ein viel rezipiertes und bekanntes Werk und gilt als eines der wichtigsten Werke der Spätromantik. Witzigerweise erschien das Werk zuerst in einem Band mit dem zuvor gelesenen Marmorbild im Jahr 1826 – ein schönes Beispiel für die Zweitverwertung von Geschichten, die bei den Romantikern häufig geschieht, das Marmorbild war ja schon einige Jahre zuvor veröffentlicht worden.

Der junge Taugenichts läuft eines Tages von zuhause weg, um auf Wanderschaft zu gehen. Er landet recht schnell an einem Schloss als Gärtner und steigt dann schnell zum Pförtner auf. Er pflanzt schöne Pflanzen in seinem Garten, spielt mit seiner Geige und nähert sich einer Dame bei Hofe. Doch als sie sie treffen soll, taucht sie in Begleitung eines anderen Mannes auf – was dazu führt, dass sich der Taugenichts weiter auf Wanderschaft begibt. Er trifft auf zwei Maler, die er zunächst für Banditen hält, denen er sich dann aber auf dem Weg nach Italien anschließt. Doch in einem Gasthaus sind die beiden auf einmal weg, lassen ihm einen Beutel mit Geld da und der bereits bestellte Postkarren, der genau weiß, wo er hin soll – und so gelangt er zu einem weiteren Schlösschen in Italien, wo man sich reizend um ihn kümmert. Er erhält eines Tages jedoch den Brief, dass er von seiner Geliebten vermisst wird – was ihn dazu bringt, erst in Rom nach ihr zu suchen, schließlich dann aber mit einer Gruppe Studenten nach Hause zu kommen. Dort klären sich dann einige Missverständnisse: Er wurde für eine verkleidete Dame gehalten, weil diese verfolgt wurde, seine Geliebte war niemals mit jemand anderem zusammen, ist aber auch keine Gräfin, sondern ein Waisenkind, das adoptiert wurde. Am Ende jedoch wird die doppelte Hochzeit gefeiert.

Mit gut 100 Seiten Umfang in meiner Ausgabe zählt diese Geschichte schon zu den längeren Erzählungen der Romantik – und es passiert auch jede Menge. Verzeiht mir, wenn ich die Geschichte oben etwas verkürzt wiedergegeben habe, aber es ist ziemlich dicht und bleibt auch lange sehr intransparent. Das wird durch den Ich-Erzähler bedingt, der Erzähler weiß damit natürlich nicht mehr als die Figur selbst und die weiß eigentlich gar nicht, wie ihr geschieht. Sie lässt sich vom Leben treiben und zieht durch die Lande und landet hier und dort, schläft manchmal vor den Haustüren oder in den Wäldern und macht alle Stadien der Wanderschaft durch. Man könnte darin jetzt natürlich einen Bildungsroman sehen, wenn denn ein Bildungsprozess ablaufen würde – aber eigentlich bildet er sich nicht wirklich weiter. Er wandert sehr viel und es hält ihn nie viel an einem Ort, er ist immer auf der Suche nach – was auch immer? Die Sehnsucht, ein typisch romantisches Motiv packt ihn immer wieder und auch am Ende will er sofort wieder mit seiner Gattin nach Rom ziehen.

Auch wenn diese Geschichte wesentlich weniger phantastisch ist und keine übersinnlichen Motive aufweist, fand ich sie deutlich zugänglicher und angenehmer zu lesen. Da wird von einem „märchenhaften“ Erzählstil gesprochen und tatsächlich lässt sich diese Novelle, so sie sich selbst bezeichnet – ich wäre da auch wieder etwas skeptisch – sehr leicht lesen, es ist ein lockerer, sorgenfreier Erzählstil und es ist wirklich sehr angenehm zu lesen. Im Gegensatz zum Marmorbild ist die Erzählung auch fröhlicher und lebensfroher. Ein gewisser Unterschied zu den anderen romantischen Erzählungen ist sicherlich zu spüren, viele romantische Motive bleiben hier völlig unangetastet, dafür werden andere Motive – gerade das Sehnsuchtsmotiv, das Wandermotiv und das Naturmotiv, das in der romantischen Lyrik eine große Rolle spielt – aufgegriffen, auch über Künstlerfiguren und Geniekult wird erzählt – da hatten wir bei Hoffmann noch einiges drüber stehen – insofern ist es ganz eindeutig eine romantische Erzählung, die sich aber auch durch die eingebetteten Gedichte und durch die Motivik an die Lyrik annähert.

Ich finde die Geschichte wirklich lesenswert und hatte viel Spaß mit diesem Werk von Eichendorff. Nach der letzten Geschichte hatte ich schon Angst davor, dass ich auch mit dem Taugenichts anfangen könnte, allerdings war das absolut nicht der Fall, ich hatte eine wunderschöne Geschichte vor mir. Dafür gebe ich gerne 4/5 Sternen – für eine lesenswerte romantische Erzählung der Spätromantik.

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Heftromane heute Spuklicht #4: Die schwarze Leonarda

Ich versuche ja bei diesen Rezensionen immer ein bisschen was über die Reihe und den Kontext der Veröffentlichung herauszufinden. Und leider macht mir gerade der Kelter-Verlag das nicht immer einfach. Beim heutigen Heft zum Beispiel: Es heißt „Die schwarze Leonarda“ und ist von Maja Merling – und es ist mindestens dreimal veröffentlich worden. Einmal im Bastei-Verlag in der Reihe Spuk-Roman als Heft 121 – mutmaßlich ist das auch die Erstveröffentlichung, zumindest deutet der Zusatz „Neuer Roman“ darauf hin. Weiterhin ist es Band 1154 in der Kelter-Reihe Irrlicht und die mir vorliegende Reihe heißt einfach nur Spuklicht, es scheint aber eine zweite Auflage oder ein zweiter Start dieser Reihe zu sein, hier ist das Heft die Nummer 4. Und ist das Heft jetzt wirklich so großartig, dass man es dreimal abdrucken muss?

Beatrice ist eine junge Frau, ihr Vater ist gerade dramatisch verstorben und er bat sie im Sterben, zum Schloß Fontana zu gehen, um dort ihren Großvater zu finden. Nach einiger Eingewöhnungszeit erkennt dieser sie auch als die rechtmäßige Herrin von Fontana an. Doch die schwarze Leonarda scheint etwas dagegen zu haben, denn seit ihrer Ankunft wird Beatrice mit Geistererscheinungen konfrontiert, die ihr nach und nach diverse Tode zeigen – und nach dem Gespräch mit einer Bediensteten und dem Sohn des Anwalts des Schlosses, stellt sich heraus, dass seit einiger Zeit ein Fluch über den Herrinnen des Hauses liegt. Sie hat weitere Visionen, auch nachdem sie von einem Arzt untersucht wurde. Nach eingehender Beratung, wie man den Geist unschädlich machen könnte, schafft sie es in einer ihrer Visionen tatsächlich, das wahre Geschehen um den Tod der Leonarda, die von einem Dienstmädchen vergiftet wurde, nachdem sie selbiges mit ihrem Mann tat, herauszufinden. Nicht nur das, sie schafft es auch, den Geist zu besiegen und verliebt sich in den Sohn des Anwaltes.

Zusammenfassend: Die Geschichte ist ganz hübsch, sie scheint mir ein bisschen mehr für Frauen konzipiert worden zu sein als die klassischen Bastei-Reihen (John Sinclair, Professor Zamorra, Jerry Cotton), lässt sich aber auch so schön lesen, ohne dass die Liebesgeschichte zu einnehmend wird. So richtig vom Hocker hauen konnte mich die Geschichte aber nicht. Es ist eine ganz solide Heftromanstory, aber sie wirkt dann doch arg konstruiert, es ist klar, dass immer irgendwas passieren muss und spätestens, als der Anwalt das erste Mal auftritt, ist auch das Ende schon klar – es kann einfach nicht mehr anders als gut ausgehen. Das ist natürlich ein wenig schade, weil so ziemlich viel Spannung genommen wird. Ansonsten fällt mir inzwischen immer weniger ein, was ich schreiben soll. Auch dieser Band ist ganz akzeptabel geschrieben, aber auch für diesen Schreibstil kann man keinen Preis gewinnen. Es ist eben Literatur, die für den einmaligen und unmittelbaren Konsum geschrieben ist. Ich glaube niemand käme auf die Idee, so ein Heft mehrere Male zu lesen.

Es könnte ganz vielversprechend sein, mal verschiedene Muster von Handlungssträngen herauszuarbeiten, aber insgesamt scheint mit dieses Projekt inzwischen ein wenig überstrapaziert. Ich habe hier noch einige Jerry-Cotton Hefte herumliegen, die als „Classics“ verkauft werden, also scheinbar aus den 70ern stammen. Vielleicht nehme ich mich dieser Epoche noch ein wenig ausführlicher an, aber für die heute auf dem Markt existierenden Hefte werde ich demnächst mal ein Fazit ziehen.

Für dieses Heft bleibe ich allerdings mal bei 3/5 Sternen stehen. Kein besonders tolles Heft, wenn ich die Wahl hätte, würde ich dennoch lieber Heftchen vom Bastei-Verlag lesen, die sind auch nur ein paar Groschen teurer.

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Statistik für März 2017

Der März war in jeder Hinsicht ein außerordentlicher Monat. Ich habe erstaunlich wenig verbloggt, insbesondere in den letzten Wochen war dieser Blog so tot, wie schon lange nicht mehr – weniger Beiträge gab es zuletzt im Dezember 2014! Andererseits sieht die Lesestatistik, wie ihr gleich sehen werdet, unglaublich gut aus und ich habe laut der Liste so viel gelesen wie seit Oktober 2015 nicht mehr. Doch so ganz stimmt das nicht, denn ich habe zwei der Bücher – beziehungsweise ein Buch und ein Hörbuch – nur fertiggelesen, nicht komplett in diesem Monat gelesen. Das trübt die tollen Zahlen zwar ein wenig, wird sich in der Jahresbilanz dann aber dennoch sehr positiv auswirken. Woran es lag, dass ich in dem Monat wenig gelesen und noch weniger gebloggt habe, ist ganz einfach. Der März und der September sind, was meinen Unistress angeht, oft die anstrengendsten Monate. Wo andere Leute ihre Klausuren lange hinter sich haben und sich über die Semesterferien freuen, in denen sie schlafen, arbeiten oder die Welt erkunden können, sitze ich wahlweise in der Bibliothek, im Büro oder zuhause und schreibe an meinen Hausarbeiten. So ist die Lesezeit entsprechend begrenzt und so gibt es auch wenig zu erzählen.

Wie es im nächsten Semester aussieht, kann ich natürlich nicht vorhersagen, aber ich hoffe sehr, dass ich zumindest einen Schnitt von 1000 Seiten im Monat halten kann. Versprechen kann ich leider nichts – und auch Literaturseminare sind im nächsten Semester eher rar gesäht. Aber dennoch wünsche ich mir, dass ich mal wieder ein paar Bücher lese – denn es liegen so tolle Titel auf meinem SuB. Genug der Worte, hier die Zahlen:

Gelesen:

Gelesen:
Sommer 1927 – Bill Bryson (coming soon, 640 Seiten)
Hanni und Nanni – Die besten Freundinnen (coming soon, 152 Seiten)
Die schwarze Leonarda – Maja Merling (coming soon, 65 Seiten)
Der unsichtbare Killer – Peter F. Hamilton (coming soon, 1133 Seiten)

Gelesen (Deutsch): 1990 Seiten, 64,1 Seiten pro Tag
Gelesen (Englisch): Seiten, Seiten pro Tag
Gelesen (gesamt): 1990 Seiten, 64,1 Seiten pro Tag

Geschenkt/Aus dem Bücherschrank:
Reckless: Steinernes Fleisch – Cornelia Funke
Die Jagd – Stanislaw Lem
Die Elixiere des Teufels – E.T.A. Hoffmann

End-SuB-Stand: 110

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Die letzten ihrer Art – Douglas Adams / Mark Carwardine

Douglas Adams kennt man hier in Deutschland eigentlich nur als Autor der erfolgreichen Buchserie „Per Anhalter durch die Galaxis“. In England weiß man vielleicht noch von einer Dirk Gentley Serie und man weiß vielleicht auch, dass er einige Folgen der Serie Doctor Who schrieb. Ein völlig anderes Buch, das er gemeinsam mit Mark Carwardine, einem Fotografen schrieb, ist „Die letzten ihrer Art“.

Es ist ein Reiseroman – dabei geht es aber nicht darum, die Reise an sich zu beschreiben, denn die beiden sind unterwegs, um seltene Tiere zu finden und zu fotografieren und sie reisen dazu in entlegene Gebiete dieser Welt. Zunächst fahren sie nach Madagaskar, wo sie auf einer vorgelagerten Insel einen besonderen Lemuren finden und einige Schwierigkeiten haben, bis dorthin vorzudringen. Auf dem weiteren Weg suchen sie den Komodowaran, bei dem sie zunächst mit einigen Hühnern auf die Insel fahren – die aber dann für die Touristen gedacht sind, statt für den Waran – und erleben dort, dass das Tier zwar wahnsinnig bedroht ist, aber auf dieser Insel trotz Tourismus gut leben kann. Weiter geht es zu Berggorilla und Rhinozeros in Zaire, zum Kakapo, einem flugunfähigen Vogel, der völlig unfähig ist, sich gegen Feinde zu verteidigen und daher unter den Ratten leidet, die die Seefahrer eingeschleppt haben. In China finden sie dann einen seltenen Delfin und beenden ihre Reise auf Mauritius, wo sie einen Flughund suchen, von den Ortsangehörigen aber überredet werden, sich doch die Vögel anzuschauen. Vom Flughund gibt es doch noch hunderte, von den Vögeln mitunter nur einzelne Exemplare. Adams resümiert schließlich über Fluch und Segen des Tourismus, der die Erhaltung dieser Tiere erst finanziert und legitimiert, aber gleichzeitig ihren Lebensraum zerstören könnte.

Adams bezeichnet dieses Buch als das Buch, das ihm selbst am meisten mitgegeben hat – und es ist auch ein wahnsinnig faszinierendes Buch. In einigen Teilen erinnert es an den Schreibstil von Bill Bryson, gerade, wenn es um Unterkunft und die mit einigem bürokratischen und organisatorischem Aufwand verbundenen Reisen geht – man bedenke, dass solche netten Erfindungen wie Smartphones noch nicht erfunden sind – und so kommen sie nach China mit einem Namen und einer Adresse, ohne zu wissen, ob derjenige überhaupt existiert oder ihnen gar hilft. Doch es klappt alles und sie finden den seltenen Delfin. Die Reisen sind dabei enorm abwechslungsreich und es wird offensichtlich, dass es kein weltweites Konzept gibt, die Tiere zu schützen. Manche Tiere werden dank des Engagements von einzelnen geschützt, manchmal gibt es nationale Aktionspläne und beim Delfin in China scheint es überhaupt kein Bewusstsein zu geben, die Tiere überhaupt zu schützen.

Eigentlich war es geplant, noch eine Neuausgabe diese Buches zwanzig Jahre später zu schreiben, doch Adams früher Tod hat diesen Plan leider zunichte gemacht. Mark Carwardine zog dann 2009 in Form einer Fernsehserie mit Stephen Fry nochmal durch die gleichen Stätten und sie konnten die Bilanz ziehen, dass es den Tieren stellenweise besser geht – der intensive Schutz scheint sich ausgezahlt zu haben.

Das Buch ist wundervoll. Es ist witzig geschrieben und macht gleichzeitig nachdenklich. Und Adams reflektiert auch sein eigenes Verhalten und seine eigene Reise als Hoffnung, etwas für die Tiere zu tun, aber auch als zusätzliche Störung der Flora und Fauna. Warum schützen wir die Tiere eigentlich, sie werden ja ohnehin durch natürliche Selektion sterben. Doch nur wir sind dafür verantwortlich, dass es keine natürliche Selektion mehr ist, sondern wir geben der Evolution keine Zeit, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Doch nur davon, dass wir diese Tiere besichtigen wollen, gibt es überhaupt einen Antrieb, sich um sie zu kümmern. Für Bakteriensorten oder Einzeller interessiert sich niemand – und einen Artenschutzplan gibt es dafür bestimmt auch nicht.

Mich hat das Buch enorm fasziniert und ich würde es jederzeit wieder lesen. Zu seiner Entstehungszeit war es bei weitem kein kommerzieller Erfolg, doch heute ist es immerhin noch immer lieferbar, was dafürspricht, dass es sich doch zu einer Art Longseller etabliert hat. Ganz ohne moralischen Zeigefinger und sehr unterhaltsam geschrieben – und auch mit einigen Fotos von den Reisen versehen – kann ich nicht anders, als volle 5/5 Sternen dafür zu vergeben. Auch in der heutigen Zeit ist das Buch noch wichtig, auch heute gibt es jede Menge Arten, die unsere volle Aufmerksamkeit brauchen.

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Montagsfrage vom 03.04.2017

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Hallo zusammen und Herzlich Willkommen zur Montagsfrage! Nachdem dieser Blog ja schon langsam etwas Staub angesetzt hat, bin ich gerade erstmal mit dem Feudel durch und hoffe, ich weiß noch, wie das mit dem Bloggen funktioniert. Fangen wir erstmal mit der Montagsfrage an:

Habt ihr besondere Vorlieben bei den Themen in euren Büchern (Prinzen, Reisen, Märchen etc.) oder achtet ihr da gar nicht drauf?

Oh, die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Ich mag grundsätzlich, wenn Realitäten gebrochen werden, wenn also die eigentliche Welt durch eine andere, in der andere Gesetze gelten, verändert wird – ganz typisch ist das beispiel in den Narnia-Chroniken, wo ja der Kleiderschrank diesen Übergang markiert – aber das ist wahrscheinlich schon ein bisschen zu abstrakt gedacht für diese Frage. Ich habe nichts dagegen, wenn es Orks, Zwerge, Elfen und Trolle gibt, aber es ist jetzt nicht so, das ich das gezielt aussuche – obwohl Fantasy natürlich eines meiner Lieblingsthemen ist, versuche ich mich doch immer auch recht breit aufzustellen und mich immer von neuen Umsetzungen des Genres überraschen zu lassen. Wobei, wenn ich dann mal wieder einen Hohlbein in die Finger bekomme und weiß, gleich taucht ein Tentakelmonster aus der Tiefsee auf, ist das schon ein bisschen wie heimkommen.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Woche! Ich versuche, in dieser Woche den Blog wieder richtig anlaufen zu lassen – wenn aber noch nicht alles wieder so rund läuft, wie vor der mehr oder weniger freiwilligen Pause – die letzten Wochen waren einfach, was die Uni angeht, enorm herausfordernd und zeitintensiv – dann seid mir bitte noch nicht böse.

Bis dahin!

 

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Montagsfrage vom 20.03.2017

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Hallo zusammen und Herzlich Willkommen zur heutigen Montagsfrage!

Was war dein letzter Re-Read, bzw. welches gelesen Buch hast du zuletzt erneut gelesen?

Oh, das würde ich gerne viel häufiger schaffen. Leider ist es relativ selten, dass ich ein Buch ein zweites Mal in die Hand nehme – einfach weil noch so viele andere Bücher auf mich warten. Für die Uni habe ich kürzlich Hoffmanns Sandmann erneut gelesen, den hatte ich zu Schulzeiten schon mal in der Hand, habe ihn jetzt aber für die Uni erneut gelesen. Außerdem habe ich vor einiger Zeit mal Kinderbücher, die ich vor vielen Jahren gelesen hatte, nochmal zur Hand genommen, darunter die Jim Knopf Bücher und Momo – allesamt auch im letzten Jahr rezensiert, denn an einen Blog war damals noch nichts zu denken.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Woche! Ich bin diese Woche wieder ziemlich viel unterwegs und am arbeiten, kann euch also nicht versprechen, dass die Postversorgung vollständig funktioniert, gebe aber mein Bestes, dass das gut klappt. Spätestens ab kommender Woche sollte das aber auch wieder einfacher werden.

Bis dahin also eine gute Zeit euch!

 

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Der Bund der Rothaarigen – Arthur Conan Doyle

Wie schon beim letzten Mal ist die heutige Geschichte eine Kurzgeschichte aus dem ersten Kurzgeschichtenband mit dem Titel „Die Abenteuer des Sherlock Holmes“. Es ist die zweite dieser Kurzgeschichten und – so viel vorneweg – die Anzahl der Leichen in diesem Kurzgeschichenband liegt bis dato bei Null.

Ein Pfandleiher kommt zu Sherlock Holmes, da ihm etwas Seltsames passiert ist. Er wurde eingeladen, dem Bund der Rothaarigen beizutreten, ihm wurden vier Pfund pro Woche versprochen – und zwar nur dafür, dass er vier Stunden am Tag in einem Kontor sitzt und aus der Encyclopedia Britannica abschreibt. Er willigt ein. Sein Geselle kann in der Zeit seine Arbeit verrichten – und am Vormittag ist ohnehin weniger los. Das geht auch über zwei Monate hinweg gut, dann kommt er eines Tages an und sieht, dass dieser Bund wohl aufgelöst wurde. Er geht zu Holmes um herauszufinden, was denn dort los sei, der natürlich sofort seine Ermittlungen aufnimmt. Gut, dass Watson gerade vorbeikommt und bei der Lösung ‚helfen‘ kann. Schließlich bittet Holmes, Watson am Abend vorbeizukommen – er solle doch bitte seinen Revolver mitbringen. Etwas verwundert folgt Watson diesem Befehl und erlebt schließlich die Auflösung des Falls.

Ich will es mal so formulieren: Hätte man die Lösung von Anfang an gewusst, wäre es ein leichtes, zu erkennen, woraus Watson das schließt. Aber wenn man ohne diese Infos mitzuraten versucht – zumal wenn man so unbegabt wie ich ist – tappt man, gleich wie Watson – völlig im Dunkeln. Natürlich kommt einem dieser Verein ein wenig seltsam vor und auch dass gerade der Pfandleiher erwählt wurde, ist doch ein sehr großer Zufall. Und dann nur für das Abschreiben? Das ergibt doch alles gar keinen Sinn! Und dennoch steckt da ein sehr cleverer Fall dahinter. Mal wieder ohne einen Mörder und ohne Leiche, aber dennoch sehr gelungen.

Ob das Buch ein klassischer Whodunit ist, weiß ich gar nicht so genau. Der Personenkreis ist schon recht eingeschränkt – und der Fall wird auch nicht den Verdächtigen präsentiert, diese werden einfach festgenommen. Aber dennoch arbeitet Holmes mal wieder streng deduktiv durch präzise Beobachtung. Watsons Rolle als Chronist ist die eines Sidekicks und eines Erzählers, der zwar im Nachhinein allwissend ist, aber während des Spannungsbogens niemals mehr erzählt als er in dieser Situation wusste. Der klare und sehr liebenswürdige Schreibstil passt dazu ziemlich gut und macht das Geschehen durchaus anschaulich – konzentriert sich aber auch immer auf das Geschehen, etwas Überflüssiges wird nicht erzählt, alles, was gesagt wird, ist relevant.  Auch wenn diese kurze Form für mich auch nach der zweiten Geschichte noch nicht so vollständig zugänglich ist, hatte ich hier schon viel mehr Spaß als an der ersten Geschichte und nach anfänglicher Skepsis war ich ziemlich überzeugt von dieser Geschichte. Ich freue mich jetzt schon sehr auf die nächsten Geschichten und gebe dann auch hier gerne 4/5 Sternen.

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Hanni und Nanni sind große Klasse (#17)

Weiter geht es mit den neuen Abenteuern von Hanni und Nanni und wieder wird im Band noch behauptet, es andere sich um unveröffentlichte Manuskripte, während die neue eBook-Ausgaben beispielsweise nur noch davon sprechen, dass es neue Geschichten sind. Wer genau das geschrieben hat, ist nicht klar, aber es liegt nahe, dass es vom gleichen Verfasser ist wie der vergangene Band.

Es dreht sich alles um Beatrix, genannt Trix. Sie ist die kleine Schwester von Tessie, dem perfekten Mädchen schlechthin. Sie ist immer die Beste, total hübsch, schafft alles und Trix darf sich regelmäßig von ihrer Mutter anhören, wie wundervoll doch Tessie ist und wie sehr man sich an ihr ein Beispiel nehmen könnte. Trix kommt neu nach Lindenhof und hat jetzt natürlich den Anspruch es hier Tessie gleichzutun. Mit Tessie in einer Schule ging das nicht – hier spricht jedoch nichts dagegen. Nun. Davon abgesehen, dass sie nicht die Beste ist, natürlich. Tessie ist ziemlich gut, gehört zu den drei besten Handballerinnen der Klasse – aber die beste ist sie nicht und verpasst knapp die Aufstellung für ein wichtiges Handballspiel. Ihre Reaktion ist klar: Sie ist eifersüchtig auf die aufgestellte Hanni und will alles versuchen, um doch noch zu spielen – dabei geht sie soweit, dass sie Hanni des Diebstahls bezichtigt, obwohl sie selbst es war, die zuvor schon einen Diebstahl begangen hatte. Schließlich kommt ihr Nanni auf die Spur und der Klassenverband verpflichtet sie dazu, sich zu stellen. Zwar muss sie das Internat nicht verlassen, entscheidet sich dennoch für einen Neuanfang auf einem anderen Internat. Und auch die Mutter scheint am Ende geläutert und Trix so zu liebe, wie sie ist.

Ich kann im Prinzip meine Kritikpunkte aus dem letzten Band wiederholen – und daran mache ich auch fest, dass die Autorschaft vermutlich dieselbe ist – die Sprache ist enorm flapsig und bayrisch eingeschlagen, die Mädchen wirken zwar sicherlich realistischer Weise pubertärer und bei weitem nicht mehr so kameradschaftlich und verantwortungsvoll – aber das ist nun mal der Geist von Hanny und Nanny, den man kennt und schätzt. Was aber in diesem Band etwas besser gelungen ist, ist die Darstellung von Hausmutter und Direktoren. Sie sind hier tatsächlich fast als Respektspersonen zu bezeichnen, Hanni schaut zu ihnen auf, bittet sie um Vertrauen und tatsächlich gehen sie gut damit um. Insgesamt war das zwar mal wieder eine gute Idee, Trix ist eine gute Figur mit einem interessanten Konflikt und die Geschichte ist auch nicht schlecht – aber warum geht es denn so häufig in ein Kaufhaus (mit dem klischeehaften bayrischen Namen Obermüller), warum spielt Geld und dann auch noch der Ladendiebstahl so eine zentrale Rolle? Es ging doch bei Hanni und Nanni noch nie vordergründig darum. Klar, Geld ist immer mal wieder ein Thema, aber doch nicht so penetrant und dauerhaft. Es geht hier um das Internatsleben, was im Internat passiert. Und das kommt leider mal wieder zu kurz. Von den Figuren möchte ich gar nicht anfangen. Figuren aus den ersten Bänden tauchen völlig ohne Erklärung auf und verschwinden dann wieder, ohne dass sie wirklich aufgetreten sind, von den einstmals so starken und vielseitigen Charakteren sieht man kaum noch etwas, es steht immer nur die Neue und ihre Rolle im Mittelpunkt. Klar, irgendeinen neuen Aspekt sollte so ein Band sicher haben, aber es geht eigentlich in einer Serie darum, auch die zahlreichen Nebencharaktere immer mal wieder weiterzuentwickeln und ihnen mehr als nur eine Statistenrolle zuzuweisen. Dafür stehen aber Hanni und Nanni mal wieder im Mittelpunkt, was ja in den vorangegangenen Bänden nicht immer der Fall war.

Insgesamt war der Band minimal besser als der sechzehnte Band, weil zumindest die Direktorin wieder angenehmer auftrat und weil es zumindest nicht weiter bergab ging. Dennoch hätte ich mir deutlich bessere Geschichten erhofft. Einen halben Stern mehr gebe ich und so bleibe ich bei 2/5 Sternen stehen.

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Das Böse unter der Sonne – Agatha Christie

Ein drittes Hörbuch habe ich noch! Mit diesem Buch geht eine kleine Serie zu Ende, in der ich insgesamt drei Hörbücher von Agatha Christie rezensiere. Dieses dritte Hörbuch habe ich in der Stadtbibliothek gefunden, es war das einzige ungekürzte Hörbuch, das die Bibliothek im Bestand hatte. Und es ist auch eines der ersten ungekürzten Hörbücher von Agatha Christie – denn die, die ich bei den vergangenen Malen gehört hatte, sind deutlich jünger.

Auf einer Luxusinsel macht Hercule Poirot Urlaub und zeigt sich an den verschiedenen Beziehungen Interesse. Insbesondere die Affäre einer Schauspielerin, die eigentlich glücklich aber ohne Liebe verheiratet ist mit einem jungen Mann, der mit einer in jedem Maße unauffälligen Frau verheiratet ist, erhitzt jedermanns Gemüter. Als dann eines Mittags die Schauspielerin tot aufgefunden wird, sind alle heftig erregt. Hercule Poirot bietet sich dann an, bei den Ermittlungen zu helfen und zunächst wird in alle Ermittlungen gedacht. Vor allem zu dem Zeitpunkt, an dem auch noch eine Dose Rauschgift gefunden wird und eine junge Dame sich Vorwürfe macht, dass ihre Voodoo-Künste dafür verantwortlich sein könnten, spitzt sich die Situation zu. Am Ende scheint alles perfekt. Nur ein paar Ungereimtheiten bleiben stehen, die Poirot dazu führen, dass die scheinbare Lösung Unfug sein muss. Er präsentiert dann die korrekte Lösung im Kreise der versammelten Hotelgäste.

Ich habe es im letzten Satz schon angedeutet, es handelt sich mal wieder um einen klassischen Krimi nach allen Maßstäben der Kunst. Ein Mordfall passiert und die Lösung, dass der Mörder von außerhalb kam, scheint wenig glaubwürdig, also wird in einem geschlossenen Personenkreis ermittelt und wie schon angesprochen wird der Mörder dann auch öffentlich enttarnt – dabei begibt sich Poirot allerdings in ordentliche Gefahr.

Ich muss sagen, auch diesen Krimi habe ich wieder ziemlich gerne gehört, allerdings wird es so langsam etwas ermüdend, weshalb ich jetzt auch erstmal eine Whodunit-Pause brauche. Ich kann das aber diesem Krimi nicht vorwerfen, natürlich ähneln sich diese Krimis immer ein wenig. Ich fand allerdings, dass das Mitraten bei diesem Krimi besonders interessant war, ich hatte zwischenzeitlich einige Ideen, wer es sein könnte, wurde dann aber am Ende in meinem Verdacht nicht bestätigt, zumal ich das Gefühl hatte, dass hier durchaus einige falsche Fährten gelegt wurden und ich natürlich den entscheidenden Kleinigkeiten zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe.

Die Geschichte ist mal wieder kaum zu beanstanden, die Charktere sind zwar nicht immer völlig zu Ende gedacht, aber immer so detailreich gezeichnet, dass sie nicht nur wie Statisten am Geschehen wirken, Poirot selbst wirkt hier noch ein wenig geheimnisvoller als das in anderen Bänden der Fall war – was aber auch daran liegt, dass ihm hier der richtige Sidekick fehlt, der Chronist oder derjenige, dem er sich vollends anvertraut, auch wenn der Polizist, der mitermittelt, ein wenig in diese Rolle schlüpft, ist das hier weniger stark ausgeprägt als in den anderen Geschichten. Besonders gefallen hat mir hier diese einsame Insel, ein Motiv, das man in solchen Krimis häufiger findet – aber hier handelt es sich um eine Insel, bei der man trotz des furchtbaren Geschehens gerne Urlaub machen würde. Ich gebe hierfür einfach mal 3,5/5 Sternen für einen wirklich schönen Krimi, der vielleicht nicht zum Pflichtrepertoire von Christies Krimis zählen, aber der dennoch auf jedem Fall lesenswert ist