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Frühstück mit Kängurus–Bill Bryson

Cover von Frühstück mit Kängurus

 

Bill Bryson ist Reiseschriftsteller. Nur habe ich von ihm bisher drei Bücher gelesen und bewertet, aber noch keins davon ist ein Reisebuch. Es wurde Zeit dies nachzuholen und so habe ich passenderweise während meines Amsterdam-Aufenthaltes von Australien gelesen. Ich saß beispielsweise am Strand der Nordsee in Zandvoort und habe von giftigen Spinnen und fiesen Gewässern gelesen. Sehr interessante Atmosphäre, solltet ihr alle mal ausprobieren.

In diesem Buch beschreibt Bryson seine Erlebnisse und Erfahrung auf seinen Australienreisen. Dies passiert chronologisch, als erstes erzählt er von seinem ersten Besuch und später dann von seinen gezielten Reisen durch das Outback, zum Ayers Rock und in viele australische Städte. Dabei nennt er auch zahlreiche historische Informationen, so beispielsweise die Entstehung der australischen Hauptstadt Canberra oder einige politische Fakten über Australien. 

Nicht zu übersehen sind auch die zahlreichen autobiografischen Anekdoten über Brysons Schlafverhalten, seine Probleme mit Wassersport oder seine Schwäche für alkoholische Kaltgetränke. Allerdings erzählt Bryson nicht nur über sich selbst, sondern auch über seine Begleiter, andere Australier und australische Kuriositäten. In solchen Anekdoten wird viel über die Mentalität der Australier vermittelt, gerade ihr Umgang mit potenziellen Todesgefahren hat es Bryson angetan.

Zusammenfassend erzählt das Buch vieles Nützliches, aber auch vieles Lustiges über Australien. Es ist kein ernster Reiseführer und hat auch nicht diesen Anspruch. Es ist ein sehr nettes, leichtes Buch für zwischendurch. Wer anspruchsvolle Kost und wissenschaftliche Fakten erwartet, wird meistens enttäuscht, wer jedoch ein bisschen was über Australien kennen lernen will und leichte Urlaubslektüre sucht, ist mit diesem Buch gut bedient.

Mir ging manchmal die Beschreibung von Brysons Alkoholexzessen und seine doch recht ausführlichen Beschreibungen seiner Suche nach einem aktiven Nachtleben in diversen 100-Seelen-Dörfern mit der Zeit etwas auf die Nerven. Ansonsten aber gefiel mich das Buch ziemlich gut und ich hatte viel Spaß beim Lesen. Frühstück mit Kängurus ist für 9,95€ bei Amazon erhätlich.

Ich gebe dem Buch aufgrund seiner leichten Schwächen 3,5/5 Sternen.

2 Kommentare

  1. Das war mein erstes Buch von Bryson. Ich mag seine Reisebeschreibung sehr, aber I’m a Stranger Here Myself (Eine Sammlung von Zeitungskolumnen für eine englische Zeitung darüber, wie er wieder nach Amerika gezogen ist) ist sein unterhaltsamstes Buch. Leider scheint der Übersetzer ziemlich dabei versagt zu haben, daher nur im original empfehlenswert.

    • …ich fand die Übersetzung von Streiflichter aus Amerika nicht schlimm. Mir hats auch im Deutschen sehr gut gefallen und es war auch sehr amüsant. Was stört dich denn an der deutschen Fassung so extrem?

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