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Die 5. lange Lesenacht bei Ankas Geblubber

Wie schon berichtet, werde ich an der 5. Lesenacht der lieben Anka teilnehmen. Hier also meine stündlichen Reports, wer noch mehr lesen will, darf mir gerne auf Twitter folgen. Hier ist übrigens der Post mit den ganzen TeilnehmerInnen, wir sind heute Abend über 60 lesende Leute.

Es ist jetzt 20:30 Uhr, die Phase des „Vorglühens“ hat begonnen und während mein Rechner noch die Videoausbeute von heute rendert, bin ich am Laptop dabei, diesen Post zu schreiben. Neben mir ist alles für die Nacht aufgebaut, was ungefähr so aussieht: IMAG0406

Es ist also alles aufgebaut. Es gibt Apfelschorle und Wasser, ich habe eine schöne (große rote) Kerze brennen, ich habe einen Liter vom besten Tee der Welt, ich habe Kissen und eine Decke, mein Laptop ist aufgebaut und natürlich liegen auch die Bücher bereit. Los gehts mit „The Catcher in The Rye“, auf Seite 35.

Pünktlich um 21:00 Uhr geht es schon mit der ersten Frage los. Wir sollen uns vorstellen und das Buch, das wir lesen vorstellen. Also, ich bin der Florian, ein 18-jähriger Abiturient aus Wetzlar und The Catcher in The Rye ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur aus dem Jahr 1951. Alles klar soweit? Gut, dann ab in die Bücher.

Um 22:00 Uhr habe ich immerhin weitere 31 Seiten gelesen und bin jetzt auf Seite 66. Die zweite Frage fragt mich nach Gemeinsamkeiten mit meinem Protagonisten. Sehr viel fällt mir dazu nicht ein, ich denke, wir beide haben hedonistische Züge und könnten bestimmte Menschentypen nicht leiden, halten uns aber für ziemlich umgänglich. Weiter gehts mit leckerem grünen Tee. Aber nur für mich, nicht für meinen Protagonisten Holden.

Dieses Twitter lenkt einen schon ein wenig ab. Jetzt, um 23:05 bin ich immerhin weitere 38 Seiten weiter und habe damit insgesamt 69 Seiten bisher gelesen. Die Aufgabe der Stunde ist es, den ersten Satz auf der aktuellen Seite zu posten. Dieser lautet „I didn’t sleep too long, because I think it was only around ten o’clock when I woke up“ – Wir beginnen gerade den zweiten Tag unserer Geschichte. Meine Schokolade hat die letzte Stunde überlebt, nachdem ich in der ersten Stunde schonmal einen Riegel gefuttert habe. Ich glaube, ich trinke gleich mal einen Grapefruitsaft zu meinem grünen Tee.

So, nach einer weiteren knappen Stunde, habe ich erneut weder Schokolade gegessen, noch war ich Grapefruitsaft holen. So langsam werde ich ein wenig müde, also sollte ich das demnächst angehen. Jetzt, um 0:00 Uhr, habe ich weitere 36 Seiten gelesen, stehe also jetzt bei 105 gelesenen Seiten und bin damit endlich über die magische 100-Seiten Grenze. Yay! Und, um die vierte Aufgabe zu beantworten, verbringe ich meine Lesenacht immernoch auf meinem Sofa (Bild siehe oben) und werde dort wahrscheinlich auch bleiben, bis ich ins Bett gehe. Jetzt gehts erstmal zum Grapefruitsaft und dann wieder ins Buch. Bis in einer Stunde dann!

Habeo Grapefruitsaft. Ich liebe dieses Zeug und fühl mich auch ein wenig wacher. Es ist jetzt 1:00 Uhr, in der letzten Stunde habe ich 40 Seiten geschafft, sodass ich jetzt bei 145 Seiten stehe. Ich finde es super, jetzt Ferien zu haben und kann es mir daher leisten, meinen Tagesrhythmus so richtig schön zu vernichten – was ich auch tun werde, denn zumindest eine Stunde, bis ich mein Buch ausgelesen habe, möchte ich noch durchhalten. Die Frage der Stunde habe ich oben schon beantwortet, 145 Seiten sind es bisher gewesen, ich bin damit eigentlich auch recht zufrieden, wenn man eben bedenkt, dass es sich um ein englisches Buch mit nicht unbedingt moderner bzw. einfacher Sprache handelt. Ich ess jetzt noch ein Stück Schokolade und lese dann das Buch aus. Bis später.

Es ist jetzt 2:00 Uhr. Wenn man bedenkt, dass ich normalerweise (auch am Wochenende) selten nach 23 Uhr schlafen gehe, ist es doch schon ziemlich spät. Und auch mein Körper sagt mir, dass ich ziemlich fertig bin. Immerhin habe ich eben gerade die letzten 34 Seiten von The Catcher in the Rye gelesen, damit stehe ich bei 179 Seiten und habe mein erstes Buch für heute Nacht ausgelesen. Um diese Lesenacht ruhig ausklingen zu lassen, werde ich jetzt noch einige Kapitel von „Chill mal, Frau Freitag“ lesen. Das Buch hab ich schonmal ein bisschen angelesen und es hat sich als herrlich leichte Lektüre herausgestellt (auch, weil ich den Blog von Frau Freitag schon kenne).
Doch zunächst zur sechsen Aufgabe, ich soll beschreiben, was ich tuen würde, wenn ich jetzt in mein Buch hineinklettern würde – was ein wenig schwierig ist, weil ich gerade fertig geworden bin, also klettere ich einfach in die Schlussszene hinein. In der würde ich mich in den Protagonisten Holden hineinversetzen und mich zu meiner Schwester aufs Karussell setzen und sie in den Arm nehmen. Fragt mich nicht, warum, das ist nur son Gefühl.

Ich glaube, ein weiteres Update wird es erst morgen früh geben. Ich werde mich dann in einigen Kapiteln auch auf Twitter abmelden und mich ins Bett begeben. Morgen früh gibt es dann an dieser Stelle ein Fazit. Gute Nacht, Welt 🙂

Es ist jetztrendst 10:30 Uhr, Zeit für ein kleines Fazit. Ich habe den Catcher in the Rye fertiggelesen, ein Buch, dass ich eigentlich schon vor zwei Monaten fertiggelesen hatte. Ich hatte sehr viel Spaß mit all den netten Leuten auf Twitter, habe dann sogar noch in ein weiteres Buch reingelesen. Insgesamt hab ich 199 Seiten gelesen, ein ganz netter Schnitt für einen (ziemlich langen) Abend, immerhin kam ich nach der langen Abizeit mal wieder zum Lesen – auch ein Grund zur Freude.

Alles in Allem war die Lesenacht für mich eine tolle Möglichkeit, sich den Samstagabend zu verschönern. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Lesenacht und möchte mich nochmal ganz herzlich bei Anka für die großartige Gestaltung der Lesenacht bedanken – schaut euch ihren Post an und seht, wieviel Arbeit sie sich gemacht hat. Großartig.

Kurzer Nachtrag: Wir haben es mit unserer Lesenacht es auf einen sensationellen Platz 5 der Twitter-Trends geschafft. Das zeigt, dass das Medium Buch noch lange nicht so tot ist, wie es gerne totgeredet wird. Großartig! (Quelle: twitter-trends.de)

Bis zur nächsten Lesenacht

Flo

9 Kommentare

      • Die Meinungen sind in der Tat sehr unterschiedlich, was aber vielleicht auch daran liegt, dass sich viele frustrierte Schüler dazu äußern. Der „Fänger“ ist ja leider(?) eine sehr beliebte Schullektüre… ^^

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