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Carrie – Stephen King

Cover von Carrie

 


Der Debütroman von Stephen King. Ein Mädchen, die auf den Namen Carrie White hört bekommt beim Duschen nach dem Sportunterricht ihre erste Periode und ist vollkommen unaufgeklärt. Die anwesenden Mädchen verhöhnen sie dabei und bewerfen sie mit Tampons und Binden.

Die Sportlehrerin ist peinlich berührt und klärt Carrie notdürftig auf. Die Mädchen sollen bestraft werden und dürfen daher nicht zum Frühlingsball gehen.

Carries Mutter ist eine fanatische Christin, die nahezu Alles als teuflisch deklariert. Carrie darf sich nicht so anziehen, wie sie möchte, mit irgendwem treffen steht gar nicht zur Debatte und sogar für das Auftreten ihrer Periode, die laut ihrer Mutter eine Strafe Gottes für ihre Unzucht ist, wird sie bestraft.

Sue war bei dem Vorfall in der Umkleidekabine dabei und unter den Angreifern auf Carrie. Später bereut sie dies zutiefst und versucht, das wiedergutzumachen, indem sie ihren Freund bittet, mit Carrie auf den Frühlingsball zu gehen.

Auf diese Einladung hin beginnt Carrie, sich zu verändern. Sie wird unabhängiger von ihrer Mutter und erkennt, dass diese nur Unsinn erzählt. Außerdem entdeckt sie ihre telekinetischen Fähigkeiten und lernt, diese zu kontrollieren.

Währenddessen plant ihre Gegenspielerin schon den Racheakt am Frühlingsball. Diese fühlt sich durch die Strafe in ihrem Recht verletzt und da ihr Vater keine Aussicht in einer Klage sieht, greift sie zur Selbstjustiz. Sie lässt zwei Eimer Schweineblut abfüllen und befestigt diese im Bühnenbild.

Als Carrie und ihr Begleiter zum König des Balls gewählt werden (wofür sie gesorgt hat), lässt einer ihrer Helfer die Eimer über sie niedergehen. Das gesamte Publikum fängt mehr oder weniger unwillkürlich an zu lachen.

Sie entschließt sich, Rache zu nehmen und schließt zunächst ihre Schulkameraden in der Halle ein, dreht die Sprinkleranlagen auf und sorgt für Kurzschlüsse. Die Halle fängt Feuer. Sie setzt die Hydranten der Stadt außer Gefecht und verursacht verbunden mit dem Regen noch mehr Kurzschlüsse. Ihre Feindin lässt sie in einem Autounfall ums Leben kommen. Sie tötet ihre Mutter und zum Schluss sich selbst, nicht ohne Sue zum Abschied nochmal ihre schlimmsten Momente durchleben zu lassen. Ihre Stadt steht in Flammen und wird fast vollständig zerstört.

Grundsätzlich mag ich die Geschichte, die hinter Carrie steht, sehr gerne. Die Idee des Außenseitermädchens, dieser religiöse Fanatismus der Mutter und diese scheinbare Emanzipation, die sich dann ein einer Explosion äußert, finde ich sehr gut und passend. Auch die Charaktere sind teilweise schön ausgearbeitet, wenn auch einige recht stereotyp gehalten sind. Insbesondere jedoch Carrie und Sue sind sehr detailliert und relativ vielschichtig ausgearbeitet.

Allerdings haben mich die vielen Zeitungsartikel, Pressemeldungen und Interviews etwas gestört. Klar unterstützen die irgendwie auch die Handlung, aber sie unterbrechen den Lesefluss doch recht stark. Dadurch erscheint die Handlung zerrissen, was zwar irgendwie gut passt, aber mir doch etwas extrem umsetzt ist.

Auch mit den inneren Monologen (in Klammern gesetzte, wahre Gedanken des Charakters) hat King meiner Ansicht nach übertrieben. Damit war er in seinen späteren Werten glücklicherweise deutlich sparsamer.

Ich war außerdem irgendwie unzufrieden mit der Länge des Buches. Ich weiß nicht genau, aber irgendwie hat es sich gezogen, obwohl viel passiert ist. Ich weiß nicht, ob diese Zeitungsausschnitte dazu beigetragen haben, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, es geht nicht voran, obwohl die ganze Handlung in gut 300 Seiten fertiggestellt wird. Sehr verwirrend.

Carrie erscheint derzeit im Bastei Lübbe Verlag und zu Erwerben ist es für 7,95€ bei Amazon.

Ich fand, Carrie war kein großer Hit. Ich hatte mir ehrlich gesagt etwas mehr erwartet. Trotzdem ist der Roman sicherlich nicht schlecht und durchaus lesenswert. Man sollte nur, gerade wenn man schon mehr von King gelesen hat, nicht zu viel erwarten. Daher gebe ich Carrie 3/5 Sternen.

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